Federn, zum Träumen schön!

27. November 2014

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Bei uns, das werdet Ihr schon manches Mal festgestellt haben, wird mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet. Das liegt einmal daran, dass wir so hohe ökologische und soziale Standards haben, dass wir Rohstoffe, Hersteller und auch Waren oft quasi handverlesen müssen. Dazu kommt, dass wir wenn irgend möglich, gerne langfristig mit unseren Partnern zusammenarbeiten. Der Verlässlichkeit wegen, und weil wir mit ihnen gerne an unseren Träumen weiterbasteln. Das sind handfeste Träume, von einer schöneren, einer gerechteren und einer umweltbewussteren Welt.

Aber manchmal träumen wir auch von anderen Dingen, und manchmal da möchten wir, Euch, unsere Kunden, durch unsere Träume selbst zum Träumen anregen. Unsere Bettwäsche-Designerin Birgit Strehlow etwa, die träumt in ihrem Atelier im Hamburger Westen gerne von der Nordsee, Sankt Peter-Ording, wo es sie seit 20 Jahren immer wieder hinzieht.

Das ist von ihrem Wohnort aus ein Tagesausflug. Dieses Jahr hat sie dort sogar Urlaub gemacht, um zu surfen. „Da muss man schon ein bisschen erfahren sein, um den Wellen standzuhalten“, sagt sie. Ob sie erfahren sei? „Nein!“ sagt sie lachend. Aber Spaß habe es ihr dennoch gemacht.

Wer einmal dort oben war, kann bestimmt verstehen, was Birgit Strehlow an Sankt Peter-Ording findet. Das fängt schon an, wenn man morgens nach dem Aufstehen das Fenster weit aufmacht und einem eine unbeschreiblich gut duftende Luft entgegenschlägt. Und die Deiche mit den Kögen, Salzwiesen, die durch Entwässerungssysteme dem Meeresspiegel abgetrotzt werden, sind malerisch anzusehen mit den Heidschnucken, die darauf grasen.

Hier geht Birgit Strehlow, wenn sie sich nicht gerade im Surfen probiert, gerne am Strand spazieren und sammelt Muscheln und Steine, oder schaut sich die Muster an, die die Wellen im Sand hinterlassen haben. Diesen Sommer gab es für sie eine aufregende Beute im Sand: Offensichtlich befanden sich die Möwen in der Mauser, jedenfalls war der Strand übersät mit Federn, weiß mit brauner Zeichnung. „Da habe ich angefangen Federn zu sammeln, die Musterung war einfach so schön“, erzählt die Designerin.

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Zuhause im Büro hat sie die Federn angeordnet und fand sie so vollkommen, dass sie sie einfach abfotografiert und mittels Digitaldruck auf eine Satinbettwäsche übertragen hat. So natürlich Möwenfedern sind, so hochmodern ist der Digitaldruck. Er ist etwas teurer als der übliche Siebdruck, bei dem jede Farbe einzeln gedruckt werden muss, dafür aber auch um vieles feiner. So sind auch noch kleine Details auf der Bettwäsche zu erkennen.

So ist also eine bildschöne Satin-Bettwäsche in bewährter hessnatur Bio-Qualität entstanden, die doppelt zum Träumen einlädt. Einmal weil ihr in unserer Bettwäsche, die ohne bedenkliche Stoffe und mit reinen Naturfasern fertigt wurde, sowieso schlafen werden wie gewiegt, aber auch weil hinter dieser Bettwäsche eine schöne Geschichte steckt, eine die sich in euren Träumen schön weiterspinnen lässt.

Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

Zero Waste – Es wird höchste Zeit!

25. November 2014

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In der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ findet sich eine Beilage zu Verschwendung, Abfall und wie Ressourcen geschont werden können – oder kurz gesagt: es geht um Nachhaltigkeit. Die Ideen, die wir bei hessnatur seit mehr als 35 Jahren hochhalten, für die wir gekämpft haben und immer noch kämpfen, Ideen und Bewegungen, deren Vorreiter wir häufig waren – etwa die Einführung der Bio-Baumwolle in der Konfektion – diese Ideen kommen allmählich in der Mitte unserer Gesellschaft an. Darüber sind wir sehr glücklich. Wir finden, es wurde auch höchste Zeit!

Abfall als kostbarer Rohstoff
Der Begriff Zero Waste kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „null Abfall“, nichts wird weggeworfen. Bei hessnatur folgen wir dieser Vorgabe, so ressourcenschonend wie möglich zu arbeiten, sowieso längst. Die meisten unserer Pullover und Strickjacken werden „fully fashioned“ gestrickt, das heißt in einem Stück, so dass kaum noch Abfälle anfallen. Nur unsere Strickbluse, der Klassiker aus Merinowolle, die wird zum Teil noch zugeschnitten. Die anfallenden Abfälle sammeln wir jedoch inzwischen sorgfältig nach Farben sortiert.

Mithilfe der freiberuflichen Textildesignerin Kerstin Jost-Eisenberg stellen wir aus diesen kostbaren Resten einen hochwertigen Wollfilz her. Und dieser wird in einer sozialen Werkstatt zu funktionalen Hüllen für Handy und Tablet verarbeitet. Alles made in Germany übrigens. Auch unseren Schmuck, den Ihr als Accessoire bei uns bekommt, den verpacken wir seit Beginn des Jahres in diesen kleinen Filztäschchen! Ein echtes Zero Waste-Projekt war und ist das.

Ein Teil, drei Looks
Doch damit nicht genug: Im Frühjahr 2015 werden wir bei hessnatur mit einer brandneuen Zero-Waste-Capsule Kollektion an den Start gehen. Unsere Designerin Simone Austen hat sie entworfen. Sie hat sich bereits im Studium mit Zero Waste Konzepten beschäftigt und war Feuer und Flamme dafür, eine solche Kollektion bei hessnatur zu realisieren.

Das erste Teil ist ein Shirt aus reiner Baumwolle mit einem schlichten, aber effektvollen Aufdruck. Die gerade Form mit den überschnittenen Schultern ist hochaktuell und sieht lässig aus. Dazu kommt der Star der Mini-Kollektion: Ein schwarzer Wickelrock aus fließendem Seiden-Crèpe. Ein Teil, drei Looks!

Der Rock lässt sich auf dreierlei Art und Weise wickeln und sieht jedes Mal wieder anders aus. In Kombination mit einem raffiniert geschnittenem, wandlungsfähigem Seiden-Top ebenfalls in schwarz oder kontrastierendem hellrosa entsteht ein Style, der nicht nur modisch, cool und lässig ist, sondern auch nachhaltig, fair produziert und eben zu 100 Prozent ohne Abfälle entstanden ist!

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ZUR ZERO WASTE KOLLEKTION! >

Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

Der hessnatur Fühlparcours: Wie fühlst Du Dich eigentlich?

19. November 2014

„Unser Credo ist, dass Menschen sich mit der Mode von hessnatur wohlfühlen. Das ist aber ein sehr subjektives Gefühl.“

Diesen Satz hat unlängst unsere Marketing-Chefin Betina Breucha im Interview (folgt bald auf unserem Blog!) mit mir fallen lassen. Und natürlich kann ich ihr nur voll und ganz zustimmen. Aber wenn wir bei hessnatur von Wohlfühlen sprechen, dann meinen wir schon etwas ganz Bestimmtes.

Als ich vor drei Jahren hier ankam, habe ich viele Gespräche mit langjährigen Mitarbeitern zu unterschiedlichen Themen geführt. Aber über eine Sache bin ich immer wieder gestolpert, nämlich dass die Kollegen – keiner von ihnen ist jetzt ein ausgemachter Öko vor dem Herrn – mich an irgendeinem Punkt versonnen ansahen und sagten, was es mit der Bio-Baumwolle auf sich habe, das könne man erst wirklich begreifen, wenn man so ein giftfreies Naturfaser-T-Shirt von hessnatur wirklich anprobiert hätte.

Und siehe da: Als ich zum ersten Mal bewusst ein Langarm-T-Shirt im Laden gekauft hatte, fiel mir etwas Gravierendes auf! Ich hatte es jahrelang hingenommen, dass mich die Haut am ganzen Körper juckte, wenn ich mir die Kleider anzog. Es war meist nicht unerträglich, aber doch immer spürbar. Das wurde mir erst bewusst, als die Haut mal nicht juckte. Erstaunlich.
So, und um Euch, einmal hautnahe Erlebnisse mit unseren reinen Naturfasern ohne Schadstoffe zu bescheren, haben wir uns etwas ausgedacht. Ab Freitag, 28. November, könnt Ihr in den hessnatur Konzept-Laden in Düsseldorf kommen und unseren Fühlparcours erleben. Wir werden Euch bis zum 10. Januar 2015 acht Key-Fabrics von hessnatur nahe bringen, das sind spezifische Fasern, die quasi zu unserem Grundrepertoire gehören und die trotzdem etwas ganz Besonderes sind.

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Das sind die Materialien:
Bio-Baumwolle
Alpaka aus Peru
Rhönwolle
Yak aus der Mongolei
Heimisches Hessen-Leinen
Kaschmir
Seide aus China
Kapok

Für den 27. November freuen wir uns, Euch von 19 Uhr bis 20.30 Uhr zur Eröffnung im Düsseldorfer Laden mit einem Fachvortrag von Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Corporate Responsibility und einem Umtrunk mit Imbiss einladen zu dürfen. Lasst Euch überraschen!

Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

Unser Mohair-Mantel: Vielfältig, langlebig und zauberhaft schön

13. November 2014

Ich habe in meinem Schlafzimmer einen zweiten Kleiderschrank, der erinnert mich selbst an ein Museum: Ich habe im Lauf der Jahre so viele Sachen aufgehoben. Kleider, die ich zu bestimmten Anlässen getragen habe, oder aus denen ich aus bestimmten Gründen hänge. Zum Beispiel einen flaschengrünen Mantel von meiner Großmutter, original aus den sechziger Jahren. Den habe ich Mitte der achtziger Jahre von ihr geschenkt bekommen, da war ich noch ein Teenager. Die Motten hatten ein wenig in dem dichten Wollflor gehaust und der Nerzkragen war abgewetzt und für mich sowieso unhaltbar. „Omi, ich kann doch nicht mit einem Nerz herumlaufen!“

Daraufhin trennte meine Großtante, die Schneidermeisterin war, den Nerz kurzerhand ab und besetzte sowohl den Kragen als auch die Ärmel des Mantels mit einem Lammfellpelz. Das gefiel mir sehr gut. Den Mottenfraß hat die Tante von der Innenseite des Mantels zusammengezogen, so dass die Stellen bis heute kaum mehr auffallen. Dafür musste sie das Futter auftrennen. Was für eine Arbeit sie sich da gemacht hat! Das würde heute niemand mehr tun. Aber meine Großmutter und meine Großtante waren der Meinung die Qualität des Mantels sei die Mühe wert. Auf dem Schildchen steht „Wolle mit Mohair“. Ich höre noch die etwas theatralische Stimme meiner Großmutter: „Mohair, das ist mit echtem Mohair!“. Das war etwas ganz Besonderes. Und in der Tat, alle paar Jahre trage ich diesen Mantel mit dem klassischen Sixties-Schnitt wieder, und er ist immer noch sehr schön!

Diese Saison haben wir bei hessnatur einen Mantel aus reinem Mohair-Plüsch in der Kollektion, der ist auch zum Klassiker prädestiniert. Obwohl der edle Kurzmantel eine opulente Optik hat, die ihn zu einem richtigen Hingucker macht, ist er federleicht. Und kuschelig ist das Ganze! Ich glaube, ich muss ihn haben. Den kann dann in 15 oder 20 Jahren meine Enkelin tragen, wenn sie irgendwohin schick ausgeht. Die Materialqualität wird diesen Zeitraum jedenfalls spielend überleben.

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Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

Unsere Outdoor-Bekleidung: Zurück zur Natur!

31. Oktober 2014

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Nichts ist schöner, als im Freien zu sein. Der weite Himmel, wenn man nach oben sieht, grünes Gras unter den Füßen, frische Luft zum Durchatmen. Nur schlägt einem in der Natur nicht immer ein laues Lüftchen entgegen. Und Schäferwölkchen ziehen sich schnell zu einem finsteren Regenhimmel zusammen. Dann kommt es auf die richtige Kleidung an. Wir geben dabei der Natur vor der Synthetik den Vorrang. Wir erklären Euch warum:

Was wir falsch finden

In der Outdoor-Branche werden häufig für wetterfeste Kleidung hochmoderne Fasern und Stoffe verwendet, deren Performance wie Wind- und Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht mit einem hohen Preis von der Umwelt erkauft wird. Etwa durch den Einsatz von halogen-organischen Verbindungen. Diese Stoffe gehören zu den am stärksten umweltschädigenden Stoffen überhaupt, weil sie biologisch so gut wie überhaupt nicht abbaubar sind. Sie sind zu großen Teilen bereits verboten, wie etwa die FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe), die erheblich an der Entstehung des Ozonlochs beteiligt sind.

Für Outdoor-Bekleidung finden nach wie vor perfluorierte und polyfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) Verwendung, um atmungsaktive Beschichtungen, oder ebenfalls atmungsaktive Membranen wie Goretex oder Sympatex herzustellen.

Wer mit PFC belastete Kleidung trägt, muss keine Angst vor unmittelbaren giftigen Auswirkungen haben. Der Nachteil von PFC ist, dass die Stoffe sich in der Natur anreichern und über Öko-Kreislaufe bis in die Nahrungskette des Menschen gelangen. Zuletzt sind sie sogar in Muttermilch nachgewiesen worden. In der Erdatmosphäre verstärken Perfluorkarbone, ähnlich wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe, den Treibhauseffekt. Polyfluorierte Kohlenwasserstoffe oder auch Perfluorierte Tenside (PFT) stehen zudem im Verdacht krebserregend zu sein und haben eine Wirkung auf den menschlichen Hormonhaushalt.

Die Vorteile reiner Natur

Wir bei hessnatur machen uns dagegen die hervorragenden Eigenschaften von Naturfasern zu Nutze und kombinieren sie wirkungsvoll: Baumwolle, die biologisch angebaut und zu fairen Preisen gehandelt wird, lassen wir ohne Zuhilfenahme von Schadstoffen zu einem festen, stabilen Stoff weben. Im Gegensatz zu vergleichbaren Synthetik-Fasern ist Atmungsaktivität eine natürliche Eigenschaft der Biobaumwolle.

Doch Baumwolle ist auch besonders saugfähig, weshalb es notwendig ist, sie für nasses Wetter weiterzuverarbeiten. Eine Beschichtung mit natürlichem Bienenwachs macht die Baumwolle wasserabweisend und erhält dabei die Luftdurchlässigkeit des Gewebes.

Innen ist die Jacke mit Filz aus reiner Bio-Schafwolle gefüttert. Wolle hat hervorragende klimatische Eigenschaften, die denen der menschlichen Haut sehr ähnlich sind. Sie kann bis zu einem Drittel ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne ihre wärmende Eigenschaft zu verlieren und ohne die Nässe wieder an die Haut abzugeben.

Wir garantieren, dass die wollgebenden Schafe schonend geschoren werden, die Bio-Baumwolle ohne Chemikalien auf den Feldern wächst. Außerdem achten wir darauf, dass die Arbeiter in der Produktion zu fairen Bedingungen beschäftigt sind. Die Wachsjacken werden schonend und fair für Umwelt, Mensch und Tier produziert.

Und was passiert mit der stabilen Jacke, wenn sie nach – hoffentlich vielen Jahren – ausgedient haben sollte? Unsere chemiefrei verarbeitete Baumwolle, Schurwolle Bienenwachs-Versieglung sind biologisch abbaubar. Wenn Ihr mit der Jacke fertig seid, heißt es also für sie zurück zur Natur!

 

Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.