Fotoproduktion im Breisgau

15. März 2010

Hier ein schöner Beitrag der Badischen Zeitung über unsere aktuelle Fotoproduktion für die neue Herbst/Winter-Kollektion 2010, die wir aktuell im Breisgau rund um Freiburg fotografieren.

Außerdem gibt es wieder ein “Making of”-Video von unserem Fotografen Pete Ruppert auf YouTube – viel Spaß beim Anschauen und viel Vorfreude auf einen tollen Herbst/Winter-Katalog 2010!

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Dieser Artikel wurde von Michael Krause geschrieben.

Ein Statement für Burkina Faso

12. März 2010

Das Anbauprojekt für Bio-Baumwolle in Burkina Faso in Westafrika begleitet uns schon seit über vier Jahren. Im Jahr 2005 begann hessnatur gemeinsam mit der Schweizer Entwicklungshilfeorganisation Helvetas sein Engagement in dem westafrikanischen Staat, 2006 wurde die erste Bio-Baumwollernte eingefahren. Engagement in solchen Projekten zeichnen hessnatur seit Jahrzehnten aus – das gehört einfach zu unserer Marke dazu.

Um das Burkina Faso-Projekt und dessen nachhaltige Bedeutung zu würdigen – der Anbau von Bio-Baumwolle ist schließlich besser für die Umwelt als auch den Menschen -, hat sich unsere Designerin Simone ein tolles Statement für ein T-Shirt einfallen lassen, das beispielhaft für unser Engagement in Burkina Faso steht und natürlich auch aus der Burkina Faso-Baumwolle hergestellt wurde.

Ihre Botschaft „The seeds of today are the flowers of tomorrow”, in Verbindung mit dem afrikanischen Kontinent, ist nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes auf den Baumwollanbau bezogen. Denn wir haben es auch in der Hand, heute Nachhaltigkeit zu säen, um damit Zukunft für die nachfolgenden Generationen zu schaffen. Unser Burkina Faso-T-Shirt gibt es ab sofort im hessnatur-Onlineshop!

Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen zu unseren Statement-Shirts, die wir Euch in dieser Woche im Blog vorgestellt haben. Welche Themen bewegen Euch, welche Botschaft wünscht Ihr Euch auf ein T-Shirt? Wir sind gespannt auf Ideen und Vorschläge.

Dieser Artikel wurde von Michael Krause geschrieben.

Das T-Shirt “Out of Order”

11. März 2010

In der bengalischen Hauptstadt Dhaka, so erzählt man sich vor Ort, könne man anhand der Farbe des Flußes Buriganga die nächste Mode-Trendfarbe ablesen – sind doch zig hunderte Textilfabriken in und um Dhaka angesiedelt, die nicht nur unter fragwürdigen sozialen, sondern auch schlechten ökologischen Standards produzieren und ihre Abwässer aus der Textilproduktion in den Fluß leiten.

Die Zustände in einem der ärmsten Ländern der Welt schreien zum Himmel. Ein ebensolcher Aufschrei ist das aktuelle Statement-Shirt der Frühjahr/Sommer-Kollektion von hessnatur Kreativdirektor Miguel Adrover. Sein Thema: „Out of Order“ – die Welt außer Betrieb, der Planet im Ausnahmezustand. Dringendes Handeln ist notwendig. Auf dem Motiv der Erdkugel weist uns „It´s getting hot“ auf die Klimakatastrophe hin, „Out of Business“ oder „Under Protest“ fühlen politisch und wirtschaftlich auf den Zahn. Während es in der Arktis wärmer und wärmer wird, gibt es im Süden keinen Fisch mehr – „Fish sold out“.

Produziert wurde das T-Shirt, das es für Damen und Herren gibt, bei Grameen Knitwear in Dhaka. Hier wird unter guten sozialen Bedingungen als auch ökologischen Bedingungen gearbeitet. Mit reiner Bio-Baumwolle, ohne schädliche Chemikalien – und ohne dabei den Fluß Buriganga zu belasten.

Dieser Artikel wurde von Michael Krause geschrieben.

Respect your Mother Earth

10. März 2010

T-Shirt Nr. 3 in unserer Statement-Shirt-Woche ist das T-Shirt “Respect your Mother Earth” aus der Herbst/Winter-Kollektion 2009, dessen Design aus der Feder von Miguel Adrover stammt und das ebenso wie das „One Life“-T-Shirt von Lindsay Seligman in Bangladesch produziert wurde. “Respect your Mother Earth” gibt es für Damen als auch Herren noch in unserem Onlineshop (das Kinder-T-Shirt dazu ist leider schon ausverkauft).

Angefangen mit unseren Statement-Shirts haben wir bei Grameen Knitwear im Herbst/Winter 2008. Und seit dieser Zeit unterstützt der Verkauf jedes T-Shirts die Ausbildung von bengalischen Studentinnen und Studenten. Konkret heißt das, dass wir einen Fonds aufgelegt haben, der Schule und Studium finanziert.

Das Motto „Respect your Mother Earth“ ist während eines Gesprächs mit Miguel entstanden, das sich um “Gaia” drehte – “Gaia” steht in der griechischen Mythologie ja für die personifizierte „Mutter Erde“, der wie allem Leben auf der Erde unser Respekt gelten sollte.

Diesem Gedanken wird auch die Produktion bei Grameen Knitwear in Dhaka/Bangladesch gerecht. Professor Muhammad Yunus – zum Netzwerk der von ihm gegründeten Grameen Bank gehört Grameen Knitwear – hat bereits bei Planung der Textilfabrik vor einigen Jahren großen Wert darauf gelegt, dass hier ökologisch gearbeitet wird. So gibt es u.a. mehrstufige Kläranlagen zur Wasseraufbereitung. Und durch das Know How und die Schulung von hessnatur werden bei Grameen Knitwear nun – Tendenz steigend – mehr und mehr Textilien aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Dieser Artikel wurde von Michael Krause geschrieben.

Mit der Fair Wear Foundation Arbeitsbedingungen vor Ort im Blick

9. März 2010

Ich bin noch in Istanbul bei unserem Lieferanten. Bereits gestern haben wir ihn auf Sozialstandards überprüft. Den ganzen Abend hat das Auditteam noch zusammen verbracht. Die Besprechung am Abend gleich im Anschluss an den Betriebsbesuch ist wichtig. Alle drei Auditoren haben unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer Arbeit vor Ort. Sie berichten von ihrem Tag, ihren Gesprächen mit dem Management, mit den Arbeitern. Und informieren darüber, welche Dokumente vorliegen und wie sicher die Produktion in der Näherei ist. Durch das intensive Gespräch kommen alle Details noch mal auf den Tisch und werden von verschiedenen Perspektiven beleuchtet. So kann sichergestellt werden, dass auch wirklich alle Stärken und Schwächen des Betriebes erfasst und korrekt beurteilt wurden.

Am heutigen Dienstag Morgen wurden offene Fragen geklärt. In dem ein oder anderen Punkt mussten noch mal Dokumente gezückt, Mitarbeiter und Vorgesetzte befragt werden. Sicher ist sicher. Als keine Fragen mehr offen waren, folgte das Abschlussgespräch. Dem Management werden Stärken und Schwächen des Betriebes in Bezug auf Sozialstandards vorgestellt und diskutiert.

Wichtig ist, dass das Management versteht, warum in dem einen oder anderen Punkt noch Verbesserungen notwendig sind. Hier in diesem Betrieb waren beispielsweise viele Dokumente vorhanden, aber umständlich organisiert. Wir haben daher immer ewig gebraucht, bis wir endlich das richtige Dokument in der Hand hatten. Ein „beliebter“ und gerne gefundener Punkt,  insbesondere in der Türkei, sind die Feuerlöscher. Es gibt sie zwar, aber sie stehen ordentlich mit Plastikfolien abgedeckt in einer Ecke, damit sie nicht schmutzig werden. Das ist zwar gut gemeint, entspricht aber nicht den Feuerschutzvorkehrungen. Sie müssen kurzum richtig aufgehängt werden und vor allen Dingen – ohne Plastikfolie – zugänglich sein.

Wie geht es weiter? Es ist mittlerweile 14 Uhr und wir  werden erst mal Mittagessen. In den nächsten zehn Tagen wird das Auditteam einen Abschlussbericht schreiben. Diesen bekomme ich, unsere Agentin und natürlich unser Lieferant. Auf den meist 20 Seiten steht alles, was auch in dem Managementgespräch angesprochen wurde. Und es gibt eine Liste – den so genannten Corrective Action Plan (kurz: CAP). Diese Liste enthält Maßnahmen und Verbesserungsvorschläge. Die gilt es dann in die Tat umzusetzen. Und deshalb heißt es dann: Ärmel hoch für den Lieferanten, für unsere Agentin und für mich. Je nach dem, welche Punkte zu bearbeiten sind, geht die Umsetzung schneller oder dauert länger. Wir geben alle zusammen auf jeden Fall unser Bestes.

P.S.: Auf dem Foto seht Ihr unser Team vor Ort (von links nach rechts): ich – Steffi (Projektmanagerin hessnatur Sozialstandards), Dilhan (unsere Agentin in der Türkei), Zeynep (türkische Auditorin), Henrik und Margreet (Mitarbeiter der Fair Wear Foundation), Ufuk und Alpay (türkische Auditoren) und Serdar (Mitarbeiter im Bereich Personal bei unserem türkischen Lieferanten).

Dieser Artikel wurde von Stefanie Karl geschrieben.