Uralt und immer noch super cool

12. August 2014

Okay, die Menschheit ist schon alt, und Textilien hat sie wohl schon immer hergestellt. Dennoch bricht Leinen, die aus dem Flachs hergestellte Pflanzenfaser, alle Rekorde: In der Duzdzuana-Höhle im heutigen Georgien wurden von Menschen hergestellte Leinenfasern gefunden, die mehr als 30.000 Jahre alt sind! Nahezu unvorstellbar.

Leinen zeichnet sich dadurch aus, dass es die Luftfeuchtigkeit leicht aufnehmen und schnell wieder abgeben kann. Es wirkt also kühlend, aber dennoch trocken auf der Haut, was Leinen zu einer beliebten Sommerfaser macht. Im Gegensatz etwa zur Baumwolle ist Leinen kaum elastisch und deshalb knitteranfällig. Jedoch zeichnen das Leinen ein natürlicher Glanz und eine natürliche Stärke aus. Es muss also nicht zusätzlich gestärkt werden. Und beim Anbau ist Flachs kaum auf den Einsatz von Düngern und Pestiziden angewiesen.

Flachs wurde bis zum Siegeszug der Baumwolle während der Industriellen Revolution auch viel in deutschen Landen angebaut. Seit 2005 engagiert sich hessnatur im Projekt „Hessen-Leinen“, im Rahmen dessen mittelhessische Bio-Bauern wieder mit dem Anbau von Leinen begonnen haben, ganz ohne Chemie. Die „Hessen-Leinen“-Kollektion von hessnatur ist ein Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in der hiesigen Landwirtschaft und zur Unterstützung regionaler Bauern.

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Wusstest Du, dass…
…Leinenfasern in der Dzudzuana-Höhle im heutigen Georgien gefunden, die mehr als 30.000 Jahre alt sind?
…Leinen aus den Fasern der Flachspflanze gewonnen wird und zu den Bastfasern gehört?
…Leinen von Natur aus bakteriozid, flusenfrei, fast antistatisch und schmutzabweisend ist?
…Leinen reißfest ist und natürlichen Glanz und Stärke besitzt?
…Flachs bei der Ernte gerauft, d.h. aus dem Boden ausgerissen wird, da beim Mähen die Fasern zerstört würden?
…hessnatur seit 2005 den Bio-Anbau von Leinen im Bundesland Hessen fördert?
…die Hessen-Leinen-Kollektion von hessnatur die Biodiversität und die regionale Landwirtschaft fördert?
…die Leinenproduktion kaum auf den Einsatz von Kunstdünger und Spritzgiften angewiesen ist?
…bis ins 20. Jahrhundert hinein Leinen in Handarbeit gewebt wurde?
…Leinen traditionell hauptsächlich in Irland, Holland, Westfalen, Sachsen, Schlesien und Böhmen verarbeitet wurde?

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Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

Vom Luxusartikel zur Massenware

5. August 2014

Baumwolle scheint uns in der heutigen Zeit kaum einen zweiten Gedanken wert zu sein. So selbstverständlich sind uns heute T-Shirts, Hosen, Kleider, Röcke, Jacken, Mäntel und Pullover aus der weichen Textilfaser. Doch das war beileibe nicht immer so. Beliebt ist die Baumwolle als Textilfaser zwar schon seit Jahrtausenden in so verschiedenen Kulturkreisen wie Indien, Mittelamerika und im Alten Ägypten, sie wurde aber häufig als teures Luxusgut gehandelt. Erst mit der Erfindung mechanischer Spinnmaschinen im ausgehenden 18. Jahrhundert konnte Baumwolle zusehends kostengünstiger und in großen Mengen produziert werden.

Öko-Pionier Heinz Hess ist es zu verdanken, dass in der heutigen, industrialisierten Textilindustrie Bio-Baumwolle wieder eine Rolle spielt. Konventionell angebaute Baumwolle muss von der Aussaat bis zur Ernte bis zu 55 Mal mit Herbiziden und Insektiziden gespritzt werden, was eine enorme Belastung für die Umwelt und die im Anbau tätigen Menschen ist. Damit fand sich der hessnatur-Gründer nicht ab und rief im Jahr 1991 im ägyptischen Sekem das weltweit erste Bio-Baumwoll-Anbauprojekt ins Leben. Heute ist Bio-Baumwolle ein hessnatur-Standard.

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Wusstest Du, dass…
…Baumwolle aufgrund ihrer Hautfreundlichkeit und Saugfähigkeit die beliebteste Textilfaser ist?
…Baumwolle aus 90 Prozent Zellulose besteht und bis zu 65 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann?
…Baumwolle extrem zugstark, strapazierfähig und reißfest ist sowie äußerst widerstandsfähig gegen Hitze und Laugen?
…archäologische Funde in Mexico belegen, dass Baumwolle seit circa 5000 v. Chr. als Textilfaser Verwendung findet?
…die Baumwolle etwa 325 v. Chr. durch Alexander den Großen von Indien nach Europa kam?
…dass Baumwolle seit dem 12. Jahrhundert nachweislich in Deutschland verarbeitet wird?
…konventionell angebaute Baumwolle von der Aussaat bis zur Ernte rund 55 Mal mit Schädlingsbekämpfungs- und Unkrautvernichtungsmitteln besprüht wird?
…der Kauf eines einzigen Biobaumwoll-T-Shirts sieben Quadratmeter Anbaufläche vor Pestiziden und Kunstdünger schützt?
…hessnatur-Gründer Heinz Hess im Jahr 1991 weltweit das erste Anbauprojekt für Biobaumwolle in Sekem / Ägypten ins Leben rief?
…hessnatur seit 1993 eine Bio-Baumwollkollektion führt?
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Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

hessnatur ist für mich transparenter geworden

25. Juli 2014

Am 1. Juni 2013 luden wir von hessnatur 150 Kunden zum Firmensitz nach Butzbach in der Wetterau ein. Dort haben wir uns mit den Kunden ausgetauscht, ihnen das Unternehmen gezeigt und mit ihnen gemeinsam das gegessen, was das hessnatur-Küchenteam leckeres zubereitet hatte. Im Anschluss daran wählten die 150 Kunden ein Sprechergremium von zwölf Kundenräten, die künftig der Geschäftsleitung von hessnatur über die Schulter gucken und bei der Entwicklung des Unternehmens mitdiskutieren sollten und wollten. Ein Jahr später machen wir eine Bestandsaufnahme und fragten zwei der Kundenräte nach ihren Erfahrungen.

Lutz Scharpenack (45), ist Versicherungskaufmann im Herzen vom Saarland.

Herr Scharpenack, was waren Ihre Beweggründe, sich zur Wahl für den hessnatur-Kundenrat zur Verfügung zu stellen?
Meine Beweggründe waren generell die Bedenken hinsichtlich des neuen Investors Capvis, der hessnatur im Jahr 2012 gekauft hat und die damit einhergehenden Veränderungen im Unternehmen. Die Fragen, was bleibt, was ändert sich und was gibt es für mich als Kunden für eine Möglichkeit, diesen Prozess des Übergangs positiv zu begleiten.

Welche Erfahrungen haben Sie durch Ihre Mitarbeit im Kundenrat gesammelt?
hessnatur ist dadurch für mich transparenter geworden, die Idee des Kundenrats ist mehr als ein Werbegag. Trotzdem ist der Einfluss eher gering, da ja auch viele Dinge ohne den Kundenrat entschieden werden (z.B. Eröffnung des neuen Stores in Frankfurt).

Wie ist Ihr Verhältnis zu hessnatur vorher gewesen? Waren Sie Stammkunde, Neukunde, was hatten Sie mit dem Unternehmen schon für Erfahrungen gehabt?
Meine Frau und ich waren vorher Stammkunden und haben gute Erfahrungen in Sachen Qualität der Produkte gemacht. Leider fehlte uns der modische Aspekt, so dass eigentlich außer Basics und Unterwäsche nichts in Frage kam. Hinzu kommt, dass wir in unserer Familie alle groß und schlank sind, und da hat es oft mit der Passform gehapert.

Wie haben Sie zuallererst von hessnatur erfahren?
Das ist schon über 20 Jahre her, als wir für unsere Tochter, die an endogenen Ekzemen litt, auf der Suche nach ungiftigen Textilien waren.

Welche Werte verbinden Sie mit hessnatur?
Konsequente ökologische Ausrichtung, Fairness, Nachhaltigkeit, Pionier in Sachen Sozialstandards.

Welche Rolle spielen die Werte von hessnatur für Sie persönlich? Welchen Stellenwert nehmen sie in Ihrem Leben ein?
Meine Familie lebt seit über 20 Jahren bio, die Werte von hessnatur nehmen auch in meinem Leben einen hohen Stellenwert ein. Mir persönlich fehlt hier allerdings seitens hessnatur als einem Wirtschaftsunternehmen die Option, Gewinne zu sozialisieren.

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Daniela Schojan (35) lebt in der Wetterau.

Frau Schojan, was waren Ihre Beweggründe, sich zur Wahl für den hessnatur-Kundenrat zur Verfügung zu stellen?
Ich finde es spannend, zu Themen, die das Unternehmen umtreibt, einen Diskussionsbeitrag leisten zu können und sehe den Kundenrat als Chance, Themen aktiv mitzugestalten. Durch meinen Job in der Kreditanalyse habe ich einen “betriebswirtschaftlichen Blick” auf die Dinge, den ich als Kundenrätin in den Diskussionen einbringen möchte.

Welche Erfahrungen haben Sie durch Ihre Mitarbeit im Kundenrat gesammelt?
hessnatur hat uns Kundenräten einen Vertrauensvorschuss gegeben, indem man uns Einblicke in Projekte gibt, über die nachgedacht wird, die geplant sind. Im Internet haben wir Kundenräte die Möglichkeit in einem eigenen Forum zu gelisteten Themen an einem vielseitigen Brainstorming teilzuhaben, was zeigt, dass der Kundenrat sehr facetten- und ideenreich ist. Ich hatte beim Lesen der Forums-Beiträge den ein oder anderen “Aha-Effekt”, der mich zum Nachdenken angeregt hat.

Welche Werte verbinden Sie mit hessnatur?
Für mich steht hessnatur für Wohlgefühl und Freude. Einen Besuch im Butzbacher hessnatur-Laden – am besten mit einer lieben Freundin- empfinde ich als “Insel im Alltag”, als Auszeit. Ich genieße dort die angenehme Atmosphäre, das Stöbern nach schönen Kleidungsstücken, das angenehme Gefühl der Kleidung auf der Haut, die sehr engagierten und netten Damen, die mit Kombi-Ideen, Rat und Tat zur Seite stehen und auch mal ins Versandgebäude ´rüberlaufen, um die fehlende Größe zu holen.

Welche Rolle spielen die Werte von hessnatur für Sie persönlich? Welchen Stellenwert nehmen sie in Ihrem Leben ein?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich in Kleidung aus Naturmaterialien am wohlsten fühle, ich den Geruch der Wolle mag und der Kaschmirpulli nach einem langen Arbeitstag nicht verschwitzt riecht….. Seit ich Yoga praktiziere und stärker mit den yogischen Grundsätzen in Berührung gekommen bin, habe ich Naturkosmetik für mich entdeckt und präferiere beim Einkauf Bio-Obst und Bio-Gemüse. Wenngleich ich mein Leben nicht ausschließlich nach ökologischen Grundsätzen ausrichte, ist mir wichtig, bewusste Konsum-Entscheidungen in Sachen Nachhaltigkeit zu treffen.

hessantur ist ein Unternehmen für nachhaltige Mode, deren Kunde sie sind. Was ist Ihre Vision von nachhaltigem Konsum in der Zukunft?
Ich wünsche mir, dass “Bio und Nachhaltigkeit” keine Konsumlügen sind, mit denen ein Unternehmen seinen Profit steigert, sondern dass “da, wo Bio/Nachhaltigkeit draufsteht, auch Bio/Nachhaltigkeit drin ist”. Mit Blick auf wachsende Transparenz durch Blogs/Social Media etc. bin ich davon überzeugt, dass etwaige “Nachhaltigkeits-Lügen” enttarnt würden und kein Unternehmen sehenden Auges zu Gunsten des Profits seine Reputation riskieren würde.

Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

Zwergentreffen in der Cafeteria

10. Juli 2014

Die Cafeteria bei hessnatur in Butzbach sieht irgendwie verwandelt aus: Alexandra, Referentin für Personalentwicklung bei hessnatur, hat drei Babydecken auf den Boden gezaubert und dazu mehrere Kisten mit bunten Spielsachen. Dahinter ist einer der Esstische eingedeckt mit farbenfrohen Servietten und Blumen aus dem hessnatur Garten. Da ist doch was im Busch!
Ja, nämlich ein Müttertreffen. Von sieben Müttern in Elternzeit, die sich angemeldet hatten, haben es trotz der Hitze und sonstiger Zwischenfälle vier geschafft, mit ihrem Nachwuchs bei hessnatur vorbeizuschauen. Verena, Bereichsleiterin PR, mit der dreieinhalb Monate alten Marie, Jenny aus dem e-Commerce mit dem fünf Monate alten Finn, Elli ebenfalls aus dem e-Commerce mit dem achtmonatigen Jonathan und Julia aus dem Marketing mit Emma (18 Monate), Anton (4 Jahre) und Paul (6 Jahre). Viele Kollegen, die einfach mal so die Nase in die Cafeteria hereinstecken, sind sofort verliebt. „Ach, wie süß! Oh, das ist ja so schnell wieder vorbei. Meine sind schon so groß!“

Es ist etwas Schönes, wenn man den Kollegen auch mal für eine andere Leistung als eine rein auf den Beruf bezogene Anerkennung zollen kann. Das ist für hessnatur auch sehr wichtig, immerhin sind wir seit 2006 durch die berufundfamilie GmbH auditiert und unterstützen die Mitarbeiter mit verschiedenen Angeboten wie flexible Arbeitszeiten, Vertrauensarbeitszeit, Rückkehrgespräche nach der Elternzeit oder Alternierende Telearbeit, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.

Verena sagt, sie genieße zwar die Zeit zuhause mit der kleinen Marie, sie freue sich aber schon wieder sehr darauf Anfang 2015 an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Für hessnatur-Mütter wie Verena verhandelt Alexandra gerade über ein Kontingent an Plätzen in einer Kita in Butzbach. „Beim letzten Telefonat hieß es, die Chancen sehen ganz gut aus“, sagt Alexandra. Man werde sehen.

Marie1

Der kleine Finn ist ein fröhliches Kind, er strampelt, dreht sich und spielt voller Inbrunst mit seinem gepunkteten Spucktuch. Seine Mutter Jenny ist ganz und gar gelassen, was die Rückkehr an den Arbeitsplatz anbelangt. Sie wartet jetzt mal ab, wie es dem Finn gehen wird, wenn ihr Elternzeitjahr verstrichen ist, wie er sich in der Betreuung, die sie für ihn schon in Aussicht hat, eingewöhnen wird. Elli, die Mutter von Jonathan freut sich jetzt schon darauf, wieder arbeiten zu gehen. Aber noch genießt sie die Zeit zuhause in vollen Zügen. Demnächst fährt sie mit der Familie in den Urlaub. Sie sie ist schon gespannt, wie Jonathan der Strand und das Meer gefallen werden.

Jonathan

Und Julia mit ihrer dreiköpfigen Schar? Sie hat gerade ihre Elternzeit um ein Jahr verlängert. „Ich habe den Druck rausgenommen“, sagt sie. Drei Kinder morgens fertig zu machen und pünktlich beim Job zu erscheinen, dazu müsste sie die Kleinen schon morgens um sechs Uhr aufwecken. Und dann das Bangen, ob auch ja keines krank wird, sagt sie. Derweilen diskutieren Anton und Paul gerade, wer die Brezel teilen darf, während das Lockenköpfchen Emma gerade Baby Jonathan mit ihrem Anteil füttert. „Nein, da hat man ja nur noch das Gefühl, dass man niemandem mehr gerecht wird, weder der Familie noch dem Job.“ Muss ja auch wirklich nicht sein.

Emma füttert sich
Emma, Anton, Paul2

Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.

Making Of der Serial Upcycling Collection No. 2

9. Juli 2014

Seit heute ist die Serial Upcycling Collection No. 2 in Kooperation mit der Kunsthochschule ESMOD in Berlin in unserem Online Shop erhältlich. Wie bereits berichtet, haben wir auch in diesem Jahr wieder einen Workshop zum Thema Upcycling innerhalb des ESMOD-Studiengangs „Sustainability in Fashion“ gefördert. Zu diesem Zweck haben wir in unserem Lager gestöbert und den zwölf Studenten der Esmod Berlin Internationale Kunsthochschule für Mode Stücke aus vergangenen Kollektionen zur kreativen Verfügung gestellt. Heute zeigen wir euch exklusive Einblicke von dem Fotoshooting der Kollektion!
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Dieser Artikel wurde von Natalie Soondrum geschrieben.