Archiv für die Kategorie "soziales"

Zwergentreffen in der Cafeteria

Donnerstag, 10. Juli 2014

Die Cafeteria bei hessnatur in Butzbach sieht irgendwie verwandelt aus: Alexandra, Referentin für Personalentwicklung bei hessnatur, hat drei Babydecken auf den Boden gezaubert und dazu mehrere Kisten mit bunten Spielsachen. Dahinter ist einer der Esstische eingedeckt mit farbenfrohen Servietten und Blumen aus dem hessnatur Garten. Da ist doch was im Busch!
Ja, nämlich ein Müttertreffen. Von sieben Müttern in Elternzeit, die sich angemeldet hatten, haben es trotz der Hitze und sonstiger Zwischenfälle vier geschafft, mit ihrem Nachwuchs bei hessnatur vorbeizuschauen. Verena, Bereichsleiterin PR, mit der dreieinhalb Monate alten Marie, Jenny aus dem e-Commerce mit dem fünf Monate alten Finn, Elli ebenfalls aus dem e-Commerce mit dem achtmonatigen Jonathan und Julia aus dem Marketing mit Emma (18 Monate), Anton (4 Jahre) und Paul (6 Jahre). Viele Kollegen, die einfach mal so die Nase in die Cafeteria hereinstecken, sind sofort verliebt. „Ach, wie süß! Oh, das ist ja so schnell wieder vorbei. Meine sind schon so groß!“

Es ist etwas Schönes, wenn man den Kollegen auch mal für eine andere Leistung als eine rein auf den Beruf bezogene Anerkennung zollen kann. Das ist für hessnatur auch sehr wichtig, immerhin sind wir seit 2006 durch die berufundfamilie GmbH auditiert und unterstützen die Mitarbeiter mit verschiedenen Angeboten wie flexible Arbeitszeiten, Vertrauensarbeitszeit, Rückkehrgespräche nach der Elternzeit oder Alternierende Telearbeit, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.

Verena sagt, sie genieße zwar die Zeit zuhause mit der kleinen Marie, sie freue sich aber schon wieder sehr darauf Anfang 2015 an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Für hessnatur-Mütter wie Verena verhandelt Alexandra gerade über ein Kontingent an Plätzen in einer Kita in Butzbach. „Beim letzten Telefonat hieß es, die Chancen sehen ganz gut aus“, sagt Alexandra. Man werde sehen.

Marie1

Der kleine Finn ist ein fröhliches Kind, er strampelt, dreht sich und spielt voller Inbrunst mit seinem gepunkteten Spucktuch. Seine Mutter Jenny ist ganz und gar gelassen, was die Rückkehr an den Arbeitsplatz anbelangt. Sie wartet jetzt mal ab, wie es dem Finn gehen wird, wenn ihr Elternzeitjahr verstrichen ist, wie er sich in der Betreuung, die sie für ihn schon in Aussicht hat, eingewöhnen wird. Elli, die Mutter von Jonathan freut sich jetzt schon darauf, wieder arbeiten zu gehen. Aber noch genießt sie die Zeit zuhause in vollen Zügen. Demnächst fährt sie mit der Familie in den Urlaub. Sie sie ist schon gespannt, wie Jonathan der Strand und das Meer gefallen werden.

Jonathan

Und Julia mit ihrer dreiköpfigen Schar? Sie hat gerade ihre Elternzeit um ein Jahr verlängert. „Ich habe den Druck rausgenommen“, sagt sie. Drei Kinder morgens fertig zu machen und pünktlich beim Job zu erscheinen, dazu müsste sie die Kleinen schon morgens um sechs Uhr aufwecken. Und dann das Bangen, ob auch ja keines krank wird, sagt sie. Derweilen diskutieren Anton und Paul gerade, wer die Brezel teilen darf, während das Lockenköpfchen Emma gerade Baby Jonathan mit ihrem Anteil füttert. „Nein, da hat man ja nur noch das Gefühl, dass man niemandem mehr gerecht wird, weder der Familie noch dem Job.“ Muss ja auch wirklich nicht sein.

Emma füttert sich
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Making Of der Serial Upcycling Collection No. 2

Mittwoch, 9. Juli 2014

Seit heute ist die Serial Upcycling Collection No. 2 in Kooperation mit der Kunsthochschule ESMOD in Berlin in unserem Online Shop erhältlich. Wie bereits berichtet, haben wir auch in diesem Jahr wieder einen Workshop zum Thema Upcycling innerhalb des ESMOD-Studiengangs „Sustainability in Fashion“ gefördert. Zu diesem Zweck haben wir in unserem Lager gestöbert und den zwölf Studenten der Esmod Berlin Internationale Kunsthochschule für Mode Stücke aus vergangenen Kollektionen zur kreativen Verfügung gestellt. Heute zeigen wir euch exklusive Einblicke von dem Fotoshooting der Kollektion!
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Serial Upcycling Collection No. 2: Die Gewinner und Ihre Outfits

Dienstag, 8. Juli 2014

Erster Preis

Der Look

Fantasievoll und frech muss nicht dick aufgetragen sein. Im Gegenteil, die marine-weiß gestreifte Leggings aus Jersey ist von der Grundidee ein unaufgeregter Klassiker. Wenn da nicht die kleinteilige Verarbeitung wäre: Aus zwei Ringelsweatshirts ist eine Hose entstanden in einem raffinierten Patchwork-Stil. So sehen die Knie aus, als wäre das Streifenmuster mit Hilfe einer aufwendigen Computersoftware zu einem M.-C.-Escher-Muster verfremdet worden. Nur ist das hier kein digital entworfener Print, sondern eine analog genähte Upcycling-Hose! Die lässigen weißen Hosenrock-Shorts aus einem Seidentop in der Farbe Muschel korrespondiert unauffällig mit einem schlichten beigen Strickshirt aus Seide und Leinen. Peppig wird das Styling durch den Lagen-Look: Über der Shorts hängen die Schöße einer karierten Longbluse, die ehemals ein Hemdblusenkleid war aus 100% Biobaumwolle. Der Clou sind die ehemaligen Brusttaschen des Kleides, die hier wie verkehrt herum aufgesetzt aussehen. Ein augenzwinkernder Kommentar zum Thema Upcycling. Über der Bluse wiederum und unter dem Strickshirt blitzt noch der Saum eines Paisely-Tops, ehemals ein Schal in der Farbe Rittersporn, hervor. Frischer könnte ein Styling aus Stücken früherer Saisons nicht sein!

Die Designerinnen

Ina Budde (25) studierte Modedesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg, mit den Schwerpunkten Textildesign und Nachhaltigkeit. Während dieser Zeit entwickelte sie fünf Kollektionen. Ihre Kollektion „Memories oft the Future“ (Sommersemester 2011) gewann den dritten Platz des Audi Fashion Awards 2012 in der Kategorie Flexible Comfort. Ihre Abschluss-Kollektion „Festhalten an der Zeit“ war 2013 Teil der Ausstellung „4 Blickwinkel in Hamburg“ und wurde für den European Design Award Apolda nominiert. 2013 gewann sie das Stipendium von hessnatur für den Masterstudiengang Sustainability in Fashion an der ESMOD Berlin.

InaBudde.

Teresa Krönung (23) studierte an der University for the Creative Arts in Rochester, UK, das sie mit Auszeichnung abschloss. Sie bildete sich durch Praktika weiter, unter anderem bei Sergio Rossi und J.W. Anderson. Als sie 2012 das Studium beendete, wurde sie mit ihren Arbeiten für den Karen Millen Portfolio Award bei der Graduate Fashion Week in London nominiert. Auch für das New Fashion Talent der VOGUE Italia schaffte sie es unter die letzten Anwärter. Von Januar bis Juli 2013 war sie Junior Designer bei dem Modelabel zero. Im Oktober 2013 nahm sie den Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ an der ESMOD Berlin auf.

TeresaKrönung

Zweiter Preis

Der Look

Man nehme ein gerade geschnittenes Sweatkleid in der Farbe hell-grau-meliert und setze die Schere und ein gutes Designkonzept an: Fertig ist das elegante und zugleich sehr komfortable Kleid. Das etwas enger gefasste Bündchen am Hals mit den schmal zulaufenden, geschoppt zu tragenden Ärmeln, die an 80er-Jahre Fledermausärmel erinnern, und die geschoppte Taille machen das Teil zu einem Hingucker: Dieses zeitlos schlichte Kleid, ist das wirklich nicht viel mehr als ein raffiniert geschnittenes Oversized-Sweatshirt? Das kann man so oder so sehen. Auf jeden Fall ist es super schick, und der Sweat-Charakter ist ein gestalterisches Augenzwinkern, eine Einladung sich modisch gekonnt zu entspannen.

Die Designerin

Hella Lynggaard-Nielsen (26) kam über Umwege zum Modedesign: Zunächst absolvierte sie eine dreijährige Handelsschule in der dänischen Stadt Vejle. Danach erst schrieb sie sich an der Universität Aarhus ein, wo sie den Bachelor in Anthropologie und Design ablegte. Im Augenblick belegt sie dort den Masterstudiengang für Designmanagement. An der ESMOD Berlin belegte sie als Austauschstudentin den ersten Teil des Masterstudienganges „Sustainability in Fashion“. Zurück in Dänemark arbeitet sie jetzt an ihrer Abschlussarbeit: „Geschlossene Regelkreise in Fast Fashion Unternehmen“, das auch das Thema Beziehungsmarketing (Marketing unter Einbeziehen von Kundenfeedback) umfasst.

HellaLynggaard-Nielsen

Dritter Preis

Der Look

Neue Üppigkeit: Aus zwei patentgestrickten Baumwoll-Cardigans ist ein taillenkurzer anthrazitfarbener Pullover entstanden, mit voluminösen Ärmeln und zwei „Ausgängen“ für die Hände. Ergänzt wird er durch einen bodenlangen schmalen Rock, der durch die geschickte Verarbeitung mehrerer Versatzstücke von ehemals sieben T-Shirts aus Biobaumwolle einen raffinierten Faltenwurf erhält, ohne pompös oder im Alltag „untragbar“ zu wirken. So ist ein Styling entstanden, dass an avantgardistische Entwürfe japanischer Designer erinnert: Elegant, edel, zeitlos und luxuriös, ohne Ressourcen zu verschwenden.

Die Designerin

Danijela Simonovska (40), kommt aus Skopje, Mazedonien. Sie studierte Textil- und Modedesign an der Universität Zagreb in Kroatien. Danach legte sie am Medieninstitut Mazedonien in Skopje ein Diplom für Print- und Onlinejournalismus ab. Sie hat sich im Lauf der Jahre in verschiedenen Funktionen dafür eingesetzt, die junge Modeindustrie in Mazedonien mit aufzubauen. So war sie im Modemanagement, in der PR-Branche, an Universitäten und auch als Journalistin tätig. Nebenher etablierte sie sich als Designerin und Stylistin und gründete 2004 ihr eigenes Label: „The Queen Without a Kingdom“. Momentan absolviert sie den Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ an der ESMOD in Berlin.

DanijelaSimonovska

Vierter Preis

Der Look

Ein lässig verspielter Overall mit schmal zulaufenden Hosenbeinen und einem asymmetrischen Ausschnitt samt sensationeller Raffung: Während die eine Schulter frei bleibt, fällt das Oberteil dieses eleganten Einteilers auf der anderen Seite lässig bis über den halben Arm. Die üppigen, scheinbar wahllosen Raffungen des edlen Baumwoll-Seide-Gemischs (ehemals fünf Tunika-Kleider), schmücken den Ausschnitt mit blumenähnlichen Ornamenten. In Wahrheit sind die Ornamente jedoch abstrakt und dadurch zeitlos. Als Abschluss dient das Taillenband des ehemaligen Tunika-Kleides auf der schulterfreien Seite des Ausschnitts und schafft so die Illusion einer zufällig zusammengezurrten Raffung. Der so entstehende Faltenwurf verleiht dem Oberteil dieses Overalls eine oversized-Weite. Auch hier schafft ein seitliches Bindeband eines der Tunika-Kleider oberhalb der Taille die Illusion einer zufälligen Raffung. Lange Worte, kurzer Sinn: Ein Stück sinnlicher nachhaltiger Mode aus edlem Biomaterial.

Die Designerinnen

Rahel Guiragossian (23) ist armenischer-libanesischer Herkunft. Ihr Großvater und Vater sind die bekannten Maler Paul Guiragossian (1925-1993) und Emmanuel Guiragossian, deren Kunst sie zu ihren eigenen Entwürfen inspiriert. Sie studierte Modedesign am privaten „Istituto Marangoni“ in London. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Designerin bei dem Beiruter Luxuslabel „Maison De Couture, ZUHAIR MURAD“, wo sie die Produktion der Kollektionen für Haute Couture, high fashion Pret-à-Porter und Brautmode kennenlernte. Seit 2013 hat sie den Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ an der ESMOD Berlin belegt.

rahelundmonica

Monica Pieracka (24) ist aus Polen. Sie studierte Modedesign an der Wyzsza Szkola Sztuki i Projektowania in der Polnischen Stadt Łódź. Im Anschluss arbeitete sie sechs Monate lang als Praktikantin beim Berliner Modelabel Boessert/Schorn in Berlin. Dort war sie für die Schmuckkollektion im Herbst/Winter 2013/14 verantwortlich. Monica Pieracka möchte sich gerne auf das Entwerfen nachhaltiger Accessoires in der Mode spezialisieren. Seit Oktober 2013 hat sie den Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ belegt.

ZUR KOLLEKTION >>

Die Serial Upcycling Collection No.2!

Montag, 7. Juli 2014

hessnatur-SERIAL UPCYCLING COLLECTION-no2-teaser

Sie sind frech, cool, qualitativ hochwertig bis luxuriös und bequem: Die vier Upcycling-Looks, die sechs Masterstudentinnen des Kurses „Sustainability in Fashion“, für hessnatur gestaltet haben, und die wir im Green Show Room der Berlin Fashion Week am 10. Juli vorstellen. Bereits zum zweiten Mal haben wir einen Workshop für Upcycling innerhalb des ESMOD-Studiengangs gefördert. Upcycling, das ist ein nachhaltiger Trend innerhalb des Fashion Designs, der alte Modelle und/oder Stoffabfälle zu neuer, tragbarer Mode veredelt. Zu diesem Zweck haben wir in unserem Lager gestöbert und den zwölf Studenten an der ESMOD Stücke aus vergangenen Kollektionen zur kreativen Verfügung gestellt.

Auch das ist nachhaltig: Im Jahr 2011 hatte die Internationale Kunsthochschule für Mode ESMOD in Berlin den Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ aus der Taufe gehoben. Der einjährige Kurs ermöglicht es zwölf Nachwuchskräften in der Modebranche, sich für den Zukunftsmarkt der nachhaltigen Mode zu qualifizieren. Mittlerweile steuert bereits der dritte Jahrgang auf den Abschluss zu. Von Anfang an haben wir von hessnatur der Berliner Modeschule tatkräftig zur Seite gestanden: Durch die Vergabe von Stipendien und durch das Entsenden einer Lehrkraft. Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Corporate Responsibility bei hessnatur, gibt den Studenten Einblicke in seine umfangreiche Erfahrung im Bereich „Nachhaltige Textilien & Produktion“.

Unter der Anleitung von Friederike von Wedel-Parlow, der Leiterin des Studienganges, haben die Studenten ihre Modelle geschaffen. „Am meisten hat mir die Freude gefallen, die die Studenten empfanden, als sie vor den völlig neuen Looks standen, die sie aus den vorgefundenen Teilen geschaffen hatten.“ Und mit den Stylings war es längst nicht getan: Die Studenten mussten ihre Kreationen mit einer kompletten Marketingstrategie samt Logo für ein virtuelles Upcycling-Label präsentieren. Bewertet hat die Looks eine  Jury zusammengesetzt aus Friederike von Wedel-Parlow, ESMOD-Präsidentin Silvia Kadolsky sowie Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Corporate Responsibility hessnatur und die Leiterin Design von hessnatur, Denise Marie Rupp.

Den ersten Preis hat das Design-Duo Teresa Krönung und Ina Budde erhalten für einen hinreißenden Lagenlook, der seinen neuen Pfiff daraus bezieht, dass Details – wie Brusttaschen und ein frecher Materialmix – offen daran erinnern, dass das Material aus dem ihre Stücke sind, einmal eine andere Verwendung hatte. Der zweite Preis geht an die Dänin Hella Lynggard-Nielsen, die aus einem Sweatshirt-Kleid kurzerhand ein anderes geschneidert hat, und so einem Basic-Teil ihre Vorstellung von Eleganz und Tragbarkeit verliehen hat. Der dritte Preis fällt an Danijela Simonowska, die aus alten Cardigans und T-Shirts ein avantgardistisches Ensemble aus kurzem Pullover und langem Rock geschaffen hat. Der vierte Preis, der an sich nicht vorgesehen war, den die Jury aber wegen der Originalität des Entwurfs an die Studentinnen Rahel Guiragossian aus dem Libanon und Monica Pieracka aus Polen verliehen hat, ist ein edel-verspielter Overall aus Seide und Baumwolle. Ein Hauch von tragbarem, nachhaltigen Luxus.

Wie die Kollektion genau aussieht erfahrt Ihr schon bald auf unserem Blog und in unserem Online Shop!

Es reicht! Aufruf zum Fashion Revolution Day

Donnerstag, 24. April 2014

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Heute am 24. April ist der weltweit erste Fashion Revolution Day. Sichtbar wird das durch die Kampagne „InsideOut“, an der sich auch hessnatur beteiligt. Am 24. April tragen alle Befürworter der Kampagne ihre Klamotten auf links. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen für mehr Transparenz und bessere Arbeitsverhältnisse innerhalb der Textilindustrie. Wir bei hessnatur bemühen uns seit der ersten Stunde um ein faires Miteinander aller an der Herstellung unserer Textilien beteiligten Menschen. hessnatur war das erste deutsche Mitglied der niederländischen Fair Wear Foundation, die sich für faire Arbeitsplätze in der Textilindustrie einsetzt. Außerdem ist hessnatur nach der Rana-Plaza-Katastrophe im Vorjahr  dem „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ – dem Brandschutz- und Gebäudesicherheitsabkommen – beigetreten, der in Bangladesch für sichere Arbeitsplätze im Textilsektor sorgen soll. Und das, obwohl wir im Moment selber gar nicht in Bangladesch fertigen lassen. Aber Transparenz und Sicherheit in der Textilindustrie gehören nun mal zu unseren Grundwerten.

Doch was war gleich mit dem Rana Plaza? Genau vor einem Jahr ereignete sich die größte Katastrophe in der Geschichte der Textilindustrie. Am 24. April 2013 starben 1.133 Textilarbeiterinnen, als in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch ein Gebäudekomplex, der Rana Plaza, einstürzte. Im Gebäude waren mehrere Textilfabriken untergebracht. Neben den vielen Toten wurden 2.500 Menschen verletzt, viele verloren in dem Unglück Gliedmaßen und sind für immer arbeitsunfähig. Das Gebäude befand sich im Besitz eines Mitgliedes der dortigen Regierungspartei. Es verstieß gegen sämtliche Sicherheits- und Brandschutzrichtlinien und war nicht auf eine Fabrikproduktion ausgelegt.

Eine Augenzeugin des Unglücks, Anika Rabbani aus Dhaka, hat mir im gestrig veröffentlichem Interview gesagt, ihr sei neben all dem Schrecklichen aufgefallen, wie viel Kraft Menschen aus solchen Ausnahmesituationen ziehen können, die ihnen den Impuls gebe, weiterzumachen. Diesen Impuls hat die Initiative Fashion Revolution Day aufgegriffen. Am 24. April jedes Jahres will die Initiative alle Menschen entlang der textilen Kette zusammenbringen, um ein Bewusstsein für den wahren Preis von Mode zu schaffen. Wenn wir alle zusammen danach fragen, unter welchen Bedingungen unsere Kleidung hergestellt wurde, können wir die Modeindustrie bewegen, transparenter zu werden. Dann können die zum Teil menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden.

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Darum werden am Fashion Revolution Day alle Schaufensterauslagen in hessnatur-Läden auf links gedreht sein. Und auch alle Verkäuferinnen werden ihre Kleidung auf links tragen: Inside out –wer fair produziert, hat auch nichts zu verbergen. Seid Ihr dabei?

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