Archiv für die Kategorie "soziales"

“Mein Kleid, Dein Leid” …

Montag, 23. Januar 2012

… “Wer zahlt den Preis für billige Mode?” – so lautet der Titel der Diskussionsrunde “Hart aber fair“, die sich am heutigen Montag Abend in der ARD mit den Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie befasst.

Wer zahlt, wenn wir sparen und Mode zu Mini-Preisen kaufen können? Die Näherin in Bangladesch, das Kind auf dem Baumwollfeld in Indien? Oder kann Kleidung billig und fair sein? Diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Frank Plasberg um 21.00 Uhr im Ersten u.a. mit Bloggerin Kirsten Brodde, Holger Brackemann von der Stiftung Warentest und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel.

Vor der Diskussionsrunde – von 20.15 bis 21.00 Uhr – gibt es im Rahmen der viel beachtetenden “Check“-Reihe des Ersten nach Lidl und McDonalds einen Beitrag über die weltweit zweitgrößte Modemarke aus Schweden.

„Die Mode braucht wieder echte Vorbilder“

Donnerstag, 19. Januar 2012

Nach einem spannenden Tag gestern in Berlin bei der Vergabe des Humanity in Fashion Award (HIFA) an Sandra Goldmann stehe ich heute – wieder zurück am Schreibtisch in Butzbach – immer noch unter den tollen Eindrücken: Angefangen von der Location der Berliner Bauakademie, deren Innenraum für die Präsentation der HIFA-Finalisten mit Lichter- und Farbenspielen, Pflanzen und Holzmöbeln dekoriert wurde und richtig heimelig wirkte, bis zu den Installationen der drei Finalisten Agne Biskyte, Willem Gremliza und Siegerin Sandra Goldmann, die nicht unterschiedlicher hätten sein können.

Dementsprechend alles andere als leicht ist es der Jury – bestehend aus Susanne Gundlach (Fashion Director Brigitte), Prof. Stephan Schneider (UdK Berlin), Dr. Alfons Kaiser (F.A.Z.), Dr. Stefanie Schütte (dpa) und Designer Miguel Adrover – gefallen, aus den drei Finalisten heraus den Sieger zu küren, betonte Jurymitglied Kaiser bei der Siegerehrung. Ebenso schwierig sei es schon im vergangenen Jahr gewesen, aus der Vielzahl der eingesandten Bewerbungen die Teilnehmer fürs HIFA-Finale auszuwählen. Die drei Finalisten würden einzigartige Konzepte zeigen, „richtige modische Leckerbissen“.

Das Strickkleid von Agne Biskyte, Strickdesignerin aus Litauen, das man mittels verschiedener Tragemöglichkeiten zu ganz unterschiedlichen Anlässen tragen könne, unterstreiche damit einen wichtigen Nachhaltigkeitsaspekt, bewertete die Jury. Modehistorisch sei ihr eine Referenz an die 1920er Jahre gelungen.

Willem Gremliza sieht Mode als Schnittstelle der Natur zum menschlichen Körper. Er besteche durch „glamouröse Entwürfe“. Schöne Kleidung wolle er nicht nur für 30-Jährige, sondern auch für 60-Jährige kreieren – um seiner Überzeugung Ausdruck zu verleihen, „dass man auch sexy sein kann, wenn man schon älter ist.“ „Souverän und authentisch“, so das Urteil der Jury mit Blick auf Gremlizas Umgang mit Mode und Körper.

Sandra Goldmann zaubere mit ökologischen Färbetechniken die „schönsten und wildesten Muster“ auf Kleidung. Die Jury erkenne Referenzen an Designer Alexander McQueen in der „sehr experimentellen Installation“, die von Jurymitglied Dr. Stefanie Schneider-Schütte gar als „substantialistisch“ beschrieben wurde.

Besonders habe der Jury gefallen, dass Sandra Goldmann der Frage nachgehe, wie Mode überhaupt erschaffen werde und dabei kritisch den Produktionsprozess von Textilien reflektiere. Mit ihren gerade mal 25 Jahren spiele die junge Studentin „gekonnt mit Referenzen, ohne von ihnen abhängig zu sein.“ Mit dem Konzept „Hinschauen“ sei ihr der „entscheidende Twist“ geglückt, um zur HIFA-Preisträgerin 2012 gewählt zu werden. Ihre reichhaltige und sehr variable Kollektion würde viele Ansätze für einen erfolgreichen Verkauf bieten, urteilte die Jury. Ihr Preis: eine Fördersumme von 25.000 Euro und eine DOB Capsule Collection für hessnatur, die 2013 erscheinen wird.

hessnatur-Geschäftsführer Wolf Lüdge überreichte Sandra Goldmann den Staffelstab des Humanity in Fashion Award. Den drei Finalisten empfahl er, mit ihren allesamt überzeugenden Ideen in der Modewelt „neue Wege zu gehen – und gehen Sie die, die nicht unbedingt einfach sind. Mein Rat an Sie: Machen Sie das, was man nicht von Ihnen erwartet.“ Denn die Mode brauche wieder echte Vorbilder, „die glaubwürdig sind, die sich engagieren“. Wahre Schönheit liege in der Balance von trendbestimmter Mode und Nachhaltigkeit – was sich nicht nur auf giftfreie Kleidung beziehe, die dem Menschen nicht schade, sondern auch auf Ästhetik, Design und Nutzen. Wolf Lüdge: „Die Mode muss immer dem Menschen dienen, muss seiner Natur folgen, nicht umgekehrt.“

Fotos: Marcus Schneider, Silke Weinsheimer, Michael Krause

hessnatur erweitert Geschäftsleitung

Montag, 5. Dezember 2011

Ab Januar 2012 wird Maximilian Lang als zusätzlicher Geschäftsführer neben Wolf Lüdge hessnatur leiten. Zusammen werden die beiden Manager das weitere Wachstum von hessnatur vorantreiben. Weitere Informationen zur Erweiterung der Geschäftsleitung gibt es hier in unserer Pressemitteilung.

ZDF-Beitrag über Baumwolle und nachhaltige Mode

Mittwoch, 30. November 2011

Das ZDF-Magazin WISO hat jüngst über Baumwolle und die gestiegene Nachfrage an nachhaltiger Mode berichtet; dabei geht es u.a. auch um die Unterschiede zwischen konventionellem Anbau von Baumwolle und dem kontrolliert-biologischen.

In dem Film seht Ihr Aufnahmen von unserem Anbauprojekt für Bio-Baumwolle in Burkina Faso, dem hessnatur-Geschäftsführer Wolf Lüdge einen Besuch abgestattet hat. Den Beitrag könnt Ihr in voller Länge in der ZDF-Mediathek anschauen.

 

Ausbildung dank Grameen Shikka und hessnatur

Montag, 21. November 2011

Seit 2008 gibt es im Sortiment von hessnatur Statement-Shirts. In der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion stammt das T-Shirt aus der Feder von Designerin Clodagh. „World Peace“ heißt das Statement-Shirt, das – wie alle anderen Mottoshirts auch – Ausdruck ist für einen nachhaltigen Lebensstil. Mitlerweile gibt es viele Liebhaber mit ganzen Kollektionen der verschiedenen Statement-Shirts.

Bei hessnatur fördert jedes Statement-T-Shirt, das bei unserem Partnerbetrieb Grameen Knitwear in der bengalischen Hauptstadt Dhaka hergestellt wird, die Ausbildung von bengalischen Schülerinnen und Schülern. Grameen Shikka heißt die Initiative unter der Federführung von Professor Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger von 2006.

Hier werden im besonderen mittellose junge Menschen in ihrer Ausbildung gefördert. Im Rahmen des hessnatur Scholarship Programs sind es schon mehr als 50 Studentinnen und Studenten. 2011 haben die ersten, gefördert durch hessnatur, ihren High School-Abschluss gemacht: Mr. Mostafizur Rahman, Ms. Rojina Khatun, Ms. Jafrina Soheli und Ms. Sabina Khatun. Alle vier haben ihren Abschluss mit „sehr gut“ abgeschlossen. Nicht selbstverständlich in einem Land mit erschwerten Bedingungen. Wir sind stolz den drei Schülerinnen und dem Schüler zu ihrem Abschluss zu gratulieren und wünschen ihnen alles gute für ihre weitere Zukunft. Was sie werden wollen? Arzt und Computeringenieur. Klingt vielversprechend!