Archiv für die Kategorie "Umwelt"

Die Serial Upcycling Collection No.2!

Montag, 7. Juli 2014

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Sie sind frech, cool, qualitativ hochwertig bis luxuriös und bequem: Die vier Upcycling-Looks, die sechs Masterstudentinnen des Kurses „Sustainability in Fashion“, für hessnatur gestaltet haben, und die wir im Green Show Room der Berlin Fashion Week am 10. Juli vorstellen. Bereits zum zweiten Mal haben wir einen Workshop für Upcycling innerhalb des ESMOD-Studiengangs gefördert. Upcycling, das ist ein nachhaltiger Trend innerhalb des Fashion Designs, der alte Modelle und/oder Stoffabfälle zu neuer, tragbarer Mode veredelt. Zu diesem Zweck haben wir in unserem Lager gestöbert und den zwölf Studenten an der ESMOD Stücke aus vergangenen Kollektionen zur kreativen Verfügung gestellt.

Auch das ist nachhaltig: Im Jahr 2011 hatte die Internationale Kunsthochschule für Mode ESMOD in Berlin den Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ aus der Taufe gehoben. Der einjährige Kurs ermöglicht es zwölf Nachwuchskräften in der Modebranche, sich für den Zukunftsmarkt der nachhaltigen Mode zu qualifizieren. Mittlerweile steuert bereits der dritte Jahrgang auf den Abschluss zu. Von Anfang an haben wir von hessnatur der Berliner Modeschule tatkräftig zur Seite gestanden: Durch die Vergabe von Stipendien und durch das Entsenden einer Lehrkraft. Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Corporate Responsibility bei hessnatur, gibt den Studenten Einblicke in seine umfangreiche Erfahrung im Bereich „Nachhaltige Textilien & Produktion“.

Unter der Anleitung von Friederike von Wedel-Parlow, der Leiterin des Studienganges, haben die Studenten ihre Modelle geschaffen. „Am meisten hat mir die Freude gefallen, die die Studenten empfanden, als sie vor den völlig neuen Looks standen, die sie aus den vorgefundenen Teilen geschaffen hatten.“ Und mit den Stylings war es längst nicht getan: Die Studenten mussten ihre Kreationen mit einer kompletten Marketingstrategie samt Logo für ein virtuelles Upcycling-Label präsentieren. Bewertet hat die Looks eine  Jury zusammengesetzt aus Friederike von Wedel-Parlow, ESMOD-Präsidentin Silvia Kadolsky sowie Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Corporate Responsibility hessnatur und die Leiterin Design von hessnatur, Denise Marie Rupp.

Den ersten Preis hat das Design-Duo Teresa Krönung und Ina Budde erhalten für einen hinreißenden Lagenlook, der seinen neuen Pfiff daraus bezieht, dass Details – wie Brusttaschen und ein frecher Materialmix – offen daran erinnern, dass das Material aus dem ihre Stücke sind, einmal eine andere Verwendung hatte. Der zweite Preis geht an die Dänin Hella Lynggard-Nielsen, die aus einem Sweatshirt-Kleid kurzerhand ein anderes geschneidert hat, und so einem Basic-Teil ihre Vorstellung von Eleganz und Tragbarkeit verliehen hat. Der dritte Preis fällt an Danijela Simonowska, die aus alten Cardigans und T-Shirts ein avantgardistisches Ensemble aus kurzem Pullover und langem Rock geschaffen hat. Der vierte Preis, der an sich nicht vorgesehen war, den die Jury aber wegen der Originalität des Entwurfs an die Studentinnen Rahel Guiragossian aus dem Libanon und Monica Pieracka aus Polen verliehen hat, ist ein edel-verspielter Overall aus Seide und Baumwolle. Ein Hauch von tragbarem, nachhaltigen Luxus.

Wie die Kollektion genau aussieht erfahrt Ihr schon bald auf unserem Blog und in unserem Online Shop!

Es reicht! Aufruf zum Fashion Revolution Day

Donnerstag, 24. April 2014

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Heute am 24. April ist der weltweit erste Fashion Revolution Day. Sichtbar wird das durch die Kampagne „InsideOut“, an der sich auch hessnatur beteiligt. Am 24. April tragen alle Befürworter der Kampagne ihre Klamotten auf links. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen für mehr Transparenz und bessere Arbeitsverhältnisse innerhalb der Textilindustrie. Wir bei hessnatur bemühen uns seit der ersten Stunde um ein faires Miteinander aller an der Herstellung unserer Textilien beteiligten Menschen. hessnatur war das erste deutsche Mitglied der niederländischen Fair Wear Foundation, die sich für faire Arbeitsplätze in der Textilindustrie einsetzt. Außerdem ist hessnatur nach der Rana-Plaza-Katastrophe im Vorjahr  dem „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ – dem Brandschutz- und Gebäudesicherheitsabkommen – beigetreten, der in Bangladesch für sichere Arbeitsplätze im Textilsektor sorgen soll. Und das, obwohl wir im Moment selber gar nicht in Bangladesch fertigen lassen. Aber Transparenz und Sicherheit in der Textilindustrie gehören nun mal zu unseren Grundwerten.

Doch was war gleich mit dem Rana Plaza? Genau vor einem Jahr ereignete sich die größte Katastrophe in der Geschichte der Textilindustrie. Am 24. April 2013 starben 1.133 Textilarbeiterinnen, als in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch ein Gebäudekomplex, der Rana Plaza, einstürzte. Im Gebäude waren mehrere Textilfabriken untergebracht. Neben den vielen Toten wurden 2.500 Menschen verletzt, viele verloren in dem Unglück Gliedmaßen und sind für immer arbeitsunfähig. Das Gebäude befand sich im Besitz eines Mitgliedes der dortigen Regierungspartei. Es verstieß gegen sämtliche Sicherheits- und Brandschutzrichtlinien und war nicht auf eine Fabrikproduktion ausgelegt.

Eine Augenzeugin des Unglücks, Anika Rabbani aus Dhaka, hat mir im gestrig veröffentlichem Interview gesagt, ihr sei neben all dem Schrecklichen aufgefallen, wie viel Kraft Menschen aus solchen Ausnahmesituationen ziehen können, die ihnen den Impuls gebe, weiterzumachen. Diesen Impuls hat die Initiative Fashion Revolution Day aufgegriffen. Am 24. April jedes Jahres will die Initiative alle Menschen entlang der textilen Kette zusammenbringen, um ein Bewusstsein für den wahren Preis von Mode zu schaffen. Wenn wir alle zusammen danach fragen, unter welchen Bedingungen unsere Kleidung hergestellt wurde, können wir die Modeindustrie bewegen, transparenter zu werden. Dann können die zum Teil menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden.

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Darum werden am Fashion Revolution Day alle Schaufensterauslagen in hessnatur-Läden auf links gedreht sein. Und auch alle Verkäuferinnen werden ihre Kleidung auf links tragen: Inside out –wer fair produziert, hat auch nichts zu verbergen. Seid Ihr dabei?

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EARTH DAY: Flüsse – die Lebensadern unserer Erde

Dienstag, 22. April 2014

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Der Earth Day wird heute 44 Jahre alt! Im Jahr 1970 entstand der Aktionstag als spontane Studentenbewegung in den USA. Er sollte dem Washingtoner Establishment und der Öffentlichkeit demonstrieren, dass es in Nordamerika eine Umweltbewegung gab und dass die Natur von nun an über eine starke Lobby verfügen würde. Mittlerweile wird dieser Aktionstag für die Umwelt in mehr als 150 Nationen der Erde begangen.

In Deutschland steht der Earth Day in diesem Jahr unter dem Motto „Lebensader Flüsse aktiv schützen“. Zum einen steht die Wasserverschmutzung auf dem Spiel. Wie ich schon hier im Blog berichtet habe, sind stinkende Kloaken und Schaumberge selten geworden. Die Gefahr geht heute von Chemikalien aus Industrie, Landwirtschaft und Medizin aus.

Wir von hessnatur tun durch unsere strengen Richtlinien einiges dafür, unsere kostbare Naturressource Wasser, nicht zu belasten. Wir verwenden weder für den Menschen, noch für die Umwelt giftige Substanzen, um unsere Kleidung herzustellen: Weder Spritzgifte beim Faseranbau, toxische Farbstoffe für die Textilfärbung noch schädliche Appreturen für die Ausrüstung unserer Stoffe. So fallen auch keine Stoffe an, die das Wasser von Flüssen und Bächen verunreinigen könnten.

Daneben stellen Wasserprojekte wie Staudämme, Begradigungen und Umleitungen ein großes Problem da. Flüsse, die unser Klima nachhaltig beeinflussen, werden aus ihrem natürlichen Verlauf geleitet. Überall auf der Erde verschwinden die Wasservorräte, umgeleitete Flüsse sollen das geplünderte Grundwasser in ausgetrockneten Gebieten wieder auffüllen. Doch während Wasserbauer weltweit ihre Hoffnungen auf solche Flussumleitungen setzen, warnen Wissenschaftler vor Gefahren für Menschen, Klima, und Umwelt.

Was wir alle tun können, um Flüsse und Bäche zu schützen:

-Feste Abfallstoffe sollten nie in die Kanalisation gelangen, wie Textilien, Wegwerfwindeln, Hygieneartikel, Watte, Ohrenstäbchen, Rasierklingen, Zigarren- und Zigarettenreste, Kleintiersand.
- Pflanzenschutzmittel auch im Garten vermeiden. Dünger sehr selten anwenden.
- Keine Farbreste wie Lacke, Benzin, Lösungsmittel in die Kanalisation oder auf den Waldboden geben.
- Alte und gebrauchte Medikamente nicht ins WC schütten.
- Waschmittel dosieren.
- Reinigungs- und Putzmittel sparsam verwenden.
- Autos nur da waschen, wo die Abwässer aufgefangen werden.
- Verstopfte Abläufe nie mit chemischen Mitteln durchgängig machen.
- Streusalz vermeiden. Es schadet der Flora und Fauna und versalzt das Grundwasser.

Seit fast 40 Jahren setzen wir auf ökologische und soziale Standards, um Ressourcen der Natur zu schützen und Menschen mit ihrer Würde und Arbeitskraft zu respektieren. Der Earth Day fordert uns jedes Jahr auf, uns für den Umweltschutz einzusetzen. Um den Earth Day gebürend zu feiern, verschenken wir heute 20% Rabatt auf Alles!
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Unsere Auszubildenden erklären spielerisch die Natur

Montag, 14. April 2014

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Letzte Woche veranstalten unsere Auszubildenden in Kooperation mit dem Kindergarten „Pusteblume“ in Butzbach eine Waldrallye für 30 Kinder. Dieses Projekt wurde von den sieben Auszubildenden gemeinsam auf die Beine gestellt. Hauptziel des Projekts ist es, den Kindern spielerisch die Natur näher zu bringen.

Bei der Waldrallye absolvieren die Kinder in kleinen Gruppen drei Stationen. Sie müssen beim Ertasten von Waldgegenständen Feingefühl beweisen, Geschicklichkeit beim Tannenzapfenwerfen entwickeln und bei verschiedenen Balancierübungen auf einem Baumstamm ihre Körperbeherrschung unter Beweis stellen.
Abschließend spielen alle gemeinsam das Eichhörnchenspiel, bei dem die Kinder nicht nur viel über Eichhörnchen lernen, sondern auch Fairness und Teamfähigkeit entwickeln. Hierbei müssen sie selbst in die Rolle eines Eichhörnchens schlüpfen und ihren Wintervorrat von Nüssen geschickt im Wald verstecken, um sie anschließend wieder zu finden.

Nicht nur für die Kinder ist die Waldrallye eine besondere Herausforderung. Auch die Auszubildenden müssen unter realen Bedingungen zeigen, dass sie ihr Projektmanagement beherrschen. Dabei wird vor allem die Arbeit und Organisation im Team gefordert. Ein rießen Spaß für alle Beteiligten und eine große Erfahrung für unsere Auszubildende.

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Verpestete Meere? Wir haben eine Antwort!

Mittwoch, 12. März 2014

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Unsere Meere versinken im Plastikmüll! Die Schlagzeile ist in aller Munde. Die Medien berichten darüber und seitdem bekannt ist, dass im Pazifischen Ozean ein riesiges Plastiktrümmerfeld existiert, das unter dem Namen Great Pacific garbage patch bekannt ist, gibt es auch einen eigenen Wikipedia-Eintrag zu dem traurigen Problem. Und wieder müssen wir feststellen, dass die Textilindustrie keine geringe Rolle in der Problematik spielt.

Wie ich schon einmal hier im Blog geschrieben habe, hat ein irisches Forscherteam schon vor anderthalb Jahren herausgefunden, dass Plastik-Mikropartikel 65 Prozent des Plastikmülls ausmachen. Das sind Mikrofasern wie sie aus Fleece-Pullovern beim Waschen ins Abwasser gelangen. Bei jeder Wäsche verliert ein Fleece-Teil circa 2000 Fasern, die so klein sind, das sie mühelos alle Filter und Kläranlagen passieren können.

In dem betreffenden Blogpost  hatte ich auf unsere Alternative hingewiesen: Wollfleece von hessnatur, eines unserer Basismaterialien, garantiert giftfrei und zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Und auch was Funktionswäsche im Outdoor-Test anbelangt, punktet die Wollunterwäsche von hessnatur im Vergleich zu synthetischen Fasern.

Beim Wollexperiment, das hessnatur im vergangenen Herbst gemeinsam mit 15 hessnatur-Insidern und dem Wanderexperten Michael Andrack unternommen hat, haben wir Daten erhoben, die ein Wissenschaftler-Team der Universität Graz um Professor Herfried Pessenhofer ausgewertet hat. In der wissenschaftlichen Auswertung heißt es:

Aus dem „Wollexperiment“ kann daher der Schluss gezogen werden, dass Unterbekleidung aus Wolle bei mäßigen und wechselnden physischen Belastungen, wie sie beim entspannten Wandern vorliegen, und bei gemäßigten Umgebungstemperaturen (keine extreme Hitze) aufgrund des Pufferverhaltens thermoregulatorische Vorteile besitzt. Diese Vorteile wirken sich verstärkt bei feuchtem Wetter aus.

Wandergruppe

Dabei trugen die Teilnehmer an der Wanderung entlang des Rheinsteigs im Wechsel jeweils einen Tag Wäsche aus 100 Prozent Bio-Merinowolle von hessnatur sowie aus 100 Prozent konventionellen Kunstfasern. Ein Regelwerk stellte auf der Wanderung sicher, dass die Kleidung einheitlich und damit für das Wissenschaftsteam immer überprüfbar getragen wurde.

„Wollfasern und synthetischen Fasern verhalten sich im Vergleich wie ein Kachelofen zu einem Heizlüfter. Während der Kachelofen seine Wärme gleichmäßig abgibt, heizt der Lüfter zwar schnell auf, kühlt aber rasch wieder ab“, sagt Professor Pessenhofer.

Ja, tatsächlich, während Funktionswäsche aus Synthetik nur auf Atmungsaktivität, also den Transport von Körperfeuchtigkeit nach außen ausgelegt ist, kommt bei der Merinowolle,  aus der die Funktionswäsche von hessnatur gefertigt ist, die Eigenschaft dazu, dass sie Feuchtigkeit speichern kann, ohne an Temperatur zu verlieren. Das heißt, während es die Wolle der Synthetik an Feuchtetransport gleich tut, ist sie ihr, was die Feuchtespeicherung anbelangt, sogar deutlich überlegen.

Insofern bestätigt die wissenschaftliche Analyse die subjektive Erfahrung der Teilnehmer am Woll-Experiment, die angaben, dass der Körper im Synthetik-Shirt schneller auskühle als in dem aus Merinowolle. Es gibt also auch im Textilbereich eine Alternative zum Plastik! Tun Sie sich und den Weltmeeren etwas Gutes.