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Wer trägt den Pullover, an dem Kathi mitgestrickt hat?

Montag, 14. Februar 2011

Während der Botschafterreise durch Peru haben unsere beiden Botschafterinnen Kathi und Samira auch einen Produktionsbetrieb in Lima besucht, bei dem Pullover und Strickjacken aus Alpakawolle für hessnatur produziert werden. Dazu gab’s auch vor kurzem hier im Blog den Film zum Besuch dieses Betriebs, bei dem Kathi kurzerhand an einem Pullover mitgestrickt hat.

Der von Kathi in Größe 34 gefertigte Jacquard-Pullover ist aus unserer vergangenen Herbst/Winter-Saison und hat die Artikelnummer 32535, Farbe 95gemustert, und ist aus 100 % Alpakawolle gestrickt. Gekennzeichnet ist der Pullover mit Kathis gesticktem Namen an der unteren, inneren Saumkante.

Wenige Wochen später wurde der Pullover nach Butzbach angeliefert und von hier aus an eine hessnatur-Kundin verkauft – da stellt sich uns die spannende Frage, wer denn genau diesen „Botschafter“-Pullover erhalten hat? Alle Kunden, die den Pullover in Größe 34 bekommen haben, können ja mal nach dem gestickten Namen im Pulli schauen und sich bei hessnatur melden, wenn sie Kathis Namen entdeckt haben. Ich fände es klasse, wenn wir die Strickerin mit der Pulli-Trägerin zusammenbringen können :-)

Neues Video: Alpaka-Decken für hessnatur

Dienstag, 25. Januar 2011
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Weiter geht’s mit unserem Film über die Reise von Kathi und Samira, die als hessnatur-Botschafter in Peru die Textilproduktion von hessnatur kennengelernt haben.

Episode 5 zeigt den Besuch der beiden Botschafter in einem Lieferanten in Perus Hauptstadt Lima, bei dem hessnatur-Decken aus Alpakawolle hergestellt werden.

Die Alpakawolle in der Textilen Kette

Mittwoch, 15. September 2010

 

Im Durchschnitt dauert es ca. 150 Tage vom Scheren der Fasern bis hin zum fertigen Kleidungsstück. Aus diesem Grund finden wir es interessant, die einzelnen Schritte der textilen Kette noch einmal hintereinander aufzuzeigen, die wir auf unserer Reise verfolgt haben.
1. Aufzucht: Die Aufzucht von Alpakas in Peru reicht bereits 6000 Jahre zurück und wird bis heute von Hunderttausenden von Familien, in den Weiten der peruanischen Anden zwischen 3- und 5 tausend Metern betrieben.

2. Scheren: Die Alpakas weden einmal im Jahr zwischen November und März geschoren und produzieren durchschnittlich 5 Pfund Fasern. Auf tausenden von Jahrmärkten verkaufen die Bauern die Wolle an interessierte Händler.

3. Die Auswahl: Die Auswahl der Alpakafasern ist der Selektionsprozess der Fasern entsprechend ihrer Feinheit und Farbe. Die Auswahl wird per Hand von Frauen vorgenommen, die diesen Beruf über Generationen erlernt haben. In ein und demselben Fell eines einzelnen Alpakas gibt es unterschiedliche Faserqualitäten, wie Royal, Baby, Finca, Superfine, Huarizo, Guesa oder gemischt.

4. Entborstung: Dies ist der Prozess, durch den man die dicken Haare von den feinen Fasern trennt. Enthält eine Textilanfertigung Borsten von mehr als 30 Mikrometern, entsteht der Eindruck des Juckens, was Unwohlsein und Hautirritation hervorruft.

5. Waschen: Der Waschprozess beseitigt überschüssiges Fett, Erde, sowie pflanzliche Verunreinigungen der Alpakafasern, bevor die Verarbeitung zu Fäden beginnt.

6. Krempel: Durch das Krempel werden bestimmte Verunreinigungen, sehr dicke Fasern, sowie kurze Büschel entfernt und die Fasern werden der Länge nach geordnet, um die Strähne zu bilden.

7. Kämmen: Die Faser geht dann durch die Kämme. Dadurch werden Verunreinigungen, wie kurze Fasern und Knoten der Faser beseitigt. Die Faser verwandelt sich dann in Bänder, die sich in Formen aufrollen, die sogenannten Tops. Von den Tops können dann die verschiedenen Typen der Fäden hergestellt werden.

8. Färben: Um die Alpakafaser in veraschiedene Farben einzufärben, kann man ausschließlich die weiße Faser benutzen. Darum ist die große Mehrheit der Alpakas in Peru (80%) weiß. Neben den Garnen können auch fertige Stoffstücke gefärbt werden.

9. Spinnen: Durch den Streckungsprozess und das Drehen werden die Strähnen dünner und verwandeln sich in Fäden. Dort wird ein von Verunreinigungen und Knoten freier Faden erlangt. Die Fäden können zu 100% aus Alpakafasern bestehen. Auch kann man sie mit anderen Materialien verbinden.

10. Stick- Häkelstoffe: Durch Handhäkeln, Handstricken oder durch die Maschine werden Verflechtungen erreicht, die schließlich ein Netz bilden.

11. Gewebte Stoffe: Das flache Gewebe kann mit Hilfe von Handwebstühlen oder mit mechanischen Webstühlen hergestellt werden. In beiden Fällen beruht das Prinzip auf dem Verflechten von Längs- und Querfäden.

12. Herstellung: Es ist der Prozess, durch den sich die Stoffrollen in Kleidungsstücke verwandeln. Nach dem Zuschnitt werden die Teile zusammengenäht, gebügelt, die Etiketten eingenäht und verpackt.

Die Alpakafarm „Pacomarca“

Dienstag, 14. September 2010

 

Die Farm mit rund 2300 Alpakas liegt sehr abgeschieden in einer wunderschönen Gegend in den Anden. Wir haben uns sofort in die großen Augen dieser süßen Tiere verliebt. Glücklicherweise waren einige der Tiere sehr zutraulich und ließen sich streicheln und knuddeln. Die verschiedenfarbigen Felle sind kuschelig weich und unterscheiden sich in Suri-, langes, glänzendes und welliges Tierhaar und in Huacaya-Alpaka mit schwämmigem Haar.

Die Farm Pacomarca, was sich mit „Land der Alpakas“ übersetzen lässt, ist stolz auf ihre modernen Techniken der Viehzüchtung. Es existieren ca. drei Millionen Alpakas in Peru, was etwa 80% der Weltpopulation entspricht. Diese liegen hauptsächlich in den Händen kleinerer Bauern, die diese modernen Techniken nicht nutzen.  Auf Pacomarca werden wissenschaftliche Tests durchgeführt, um die feinsten Alpaka-Fasern Perus wiederzuerlangen. Uns wurde erzählt, dass diese feinste Art der Alpakafaser während der spanischen Eroberung verloren ging, da sich die Alpakas mit den Lamas vermischt haben. Die Forscher auf der Farm sind nun dabei, durch Fütterung und Kreuzung der schönsten Tiere, den Ertrag an feinsten Fasern zu maximieren.

Auch wenn gerade keine Scherzeit ist, wollten sie uns das nicht vorenthalten und wir durften mithelfen! Wir hatten Angst davor, die Tiere zu schneiden, deshalb waren wir etwas zurückhaltend und haben zu wenig Wolle abgeschoren. Dass die Arbeiter in acht Minuten ein Tier scheren, konnten wir kaum glauben. Auch hier ist die Farm besonders Fortschrittlich, da sie bereits beim Verpacken des Wollvlies die feinen und groben Fasern trennt. Dies erleichtert das Sortieren der Wolle, was wir ja in Arequipa bereits gemacht haben.

Das Wochenende auf der Alpakafarm war eine schöne Erfahrung, es war sehr gemütlich und wir wurden bestens mit gutem Essen und warmem Tee versorgt. Die Alpakas sind ganz süße Tiere, umso lieber kuscheln wir uns jetzt in unsere Alpakapullover.

Weitere Bilder findet ihr hier.

Auf 4700 Höhenmetern

Dienstag, 14. September 2010
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Auf dem Weg zur Alpakafarm ging´s quer durch die Anden und wir erreichten den Höchsten Punkt unserer Reise auf 4700 Höhenmetern.