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Das T-Shirt “Out of Order”

Donnerstag, 11. März 2010

In der bengalischen Hauptstadt Dhaka, so erzählt man sich vor Ort, könne man anhand der Farbe des Flußes Buriganga die nächste Mode-Trendfarbe ablesen – sind doch zig hunderte Textilfabriken in und um Dhaka angesiedelt, die nicht nur unter fragwürdigen sozialen, sondern auch schlechten ökologischen Standards produzieren und ihre Abwässer aus der Textilproduktion in den Fluß leiten.

Die Zustände in einem der ärmsten Ländern der Welt schreien zum Himmel. Ein ebensolcher Aufschrei ist das aktuelle Statement-Shirt der Frühjahr/Sommer-Kollektion von hessnatur Kreativdirektor Miguel Adrover. Sein Thema: „Out of Order“ – die Welt außer Betrieb, der Planet im Ausnahmezustand. Dringendes Handeln ist notwendig. Auf dem Motiv der Erdkugel weist uns „It´s getting hot“ auf die Klimakatastrophe hin, „Out of Business“ oder „Under Protest“ fühlen politisch und wirtschaftlich auf den Zahn. Während es in der Arktis wärmer und wärmer wird, gibt es im Süden keinen Fisch mehr – „Fish sold out“.

Produziert wurde das T-Shirt, das es für Damen und Herren gibt, bei Grameen Knitwear in Dhaka. Hier wird unter guten sozialen Bedingungen als auch ökologischen Bedingungen gearbeitet. Mit reiner Bio-Baumwolle, ohne schädliche Chemikalien – und ohne dabei den Fluß Buriganga zu belasten.

Respect your Mother Earth

Mittwoch, 10. März 2010

T-Shirt Nr. 3 in unserer Statement-Shirt-Woche ist das T-Shirt “Respect your Mother Earth” aus der Herbst/Winter-Kollektion 2009, dessen Design aus der Feder von Miguel Adrover stammt und das ebenso wie das „One Life“-T-Shirt von Lindsay Seligman in Bangladesch produziert wurde. “Respect your Mother Earth” gibt es für Damen als auch Herren noch in unserem Onlineshop (das Kinder-T-Shirt dazu ist leider schon ausverkauft).

Angefangen mit unseren Statement-Shirts haben wir bei Grameen Knitwear im Herbst/Winter 2008. Und seit dieser Zeit unterstützt der Verkauf jedes T-Shirts die Ausbildung von bengalischen Studentinnen und Studenten. Konkret heißt das, dass wir einen Fonds aufgelegt haben, der Schule und Studium finanziert.

Das Motto „Respect your Mother Earth“ ist während eines Gesprächs mit Miguel entstanden, das sich um “Gaia” drehte – “Gaia” steht in der griechischen Mythologie ja für die personifizierte „Mutter Erde“, der wie allem Leben auf der Erde unser Respekt gelten sollte.

Diesem Gedanken wird auch die Produktion bei Grameen Knitwear in Dhaka/Bangladesch gerecht. Professor Muhammad Yunus – zum Netzwerk der von ihm gegründeten Grameen Bank gehört Grameen Knitwear – hat bereits bei Planung der Textilfabrik vor einigen Jahren großen Wert darauf gelegt, dass hier ökologisch gearbeitet wird. So gibt es u.a. mehrstufige Kläranlagen zur Wasseraufbereitung. Und durch das Know How und die Schulung von hessnatur werden bei Grameen Knitwear nun – Tendenz steigend – mehr und mehr Textilien aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Das Statement-Shirt des Tages: „One Life“

Dienstag, 9. März 2010

Unser zweites Shirt im Rahmen der Statement-Shirt-Woche ist der Gewinner unseres Designwettbewerbs, den wir im vergangenen Jahr zusammen mit Planet Green veranstaltet haben: Lindsay Seligman aus Kalifornien hat das besondere Motiv entworfen, das mit nur einer Linie verschiedene Tiere und den Slogan „Love Life“ formt. Für alle, die das Video von Lindsay dazu noch nicht kennen, gibt’s hier noch mal den Link zu YouTube.

Das „One Life“-T-Shirt reiht sich in die Reihe der Shirts ein, die in Zusammenarbeit mit Grameen Knitwear in Bangladesch entstanden sind. Hier lassen wir seit 2008 produzieren – der Betrieb gehört zum Netzwerk der Grameen Bank von Professor Yunus, der sich in Sachen Sozialstandards positiv abhebt. Die Textilindustrie in Bangladesch in dieser Hinsicht als problematisch zu bezeichnen ist mehr als untertrieben. Vor einem Jahr – im März 2009 – war ich im Rahmen meiner Asienreise bei Grameen Knitwear zu Besuch und konnte sehen, dass es in puncto Arbeitsbedingungen auch anders geht. Nämlich fair und menschenwürdig.

Der Verkauf der T-Shirts unterstützt – wie alle unseren Shirts von Grameen Knitwear – die Initiative Grameen Shikkha, das ist sozusagen das Bildungsprogramm des Grameen-Netzwerkes. Zusammen mit den Verantwortlichen haben wir das “hessnatur Scholarship Program” ins Leben gerufen, was die Ausbildung von bengalischen Studentinnen und Studenten finanziell fördert.

Zum T-Shirt kommt mir gerade noch eine Idee: Wie wäre es, wenn Ihr hier im Blog einen Gruß an Lindsay platziert? Und schreibt, wie Euch das T-Shirt gefällt? Wir leiten ihr Euer Feedback gerne weiter!

Wissen Sie eigentlich, was Sie tragen?

Freitag, 5. März 2010

Ich meine Ihr T-Shirt. Haben Sie da schon mal genauer aufs Etikett geschaut? Wo kommt es her? Und wo wurde die Baumwolle dafür angebaut? Ich vermute, dass das nicht erkennbar ist auf diesen langen, fast papierartigen Anhängseln, innen in der linken Seitennaht der meisten Markenshirts. Oder hinten in der obere Mitte.

Die meisten kaufen ihr T-Shirt doch nur, weil es toll aussieht. Der Aufdruck oder die Farbe. Oder die Marke, die dann irgendwo erkennbar ist. Kann der Impuls auch sein: Ich kaufe genau dieses T-Shirt, weil es aus einem Bio-Baumwollanbau-Projekt aus Burkina Faso stammt und in Bangladesch sozial fair gefertigt wurde?

Gemessen an der gesamten Menge verkaufter T-Shirts weltweit ist der Bio-Baumwollanteil verschwindend gering. Es gibt ein paar Versuche, z.B. von Greenpeace oder von Pietra Rivoli, die Entstehung dieses allgemeingültigen Kleidungsstückes zu beleuchten und zu dokumentieren. Um sichtbar zu machen, wieviel Drama und menschenunwürdige Arbeitsbedinungen überhaupt möglich sein können. Unvorstellbar und leider unbeachtet von der Mehrzahl der T-Shirt-Bewohner und –besitzer.
Unser Burkina Faso-Projekt hat im November 2009 wieder geerntet. Darüber haben wir schon berichtet. Im kbA-Anbau wird von Hand gepflückt (Michi hat sich davon überzeugt)! Und GMO ist auch nicht drin, wie wir wissen. Was ist eigentlich notwendig, um allen Menschen näher zu bringen, dass es nur so gehen kann?

Wenn wir unseren Kindern eine Zukunft hinterlassen wollen, wird es Zeit, solche Projekte wie Pilze aus dem Boden schießen zu lassen. Um Hoffnung zu schenken und Zukunft zu gestalten. Professor Yunus ist einer, der mit seiner Vision und Mikrokredit-Idee vielen Menschen eine neue Perspektive ermöglicht. Zuerst waren es nur er und seine Studenten. Und heute studieren die Kinder der ersten Generation von Kreditnehmerinnen.

Wir stehen für T-Shirts mit Geschichten. Und für Transparenz in der textilen Kette. Es ist ganz einfach, ein Teil davon zu werden. Ein Statement-Shirt teilt anderen mit, wofür wir selbst stehen. In der kommenden Woche zeigen wir mehr davon.

Heute Tag der Menschrechte

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Tag der Menschenrechte

Mit bestimmten Gedenk- oder Thementagen ist das ja so eine Sache: Es gibt den Welttag der Frauen, den Weltkindertag, den internationalen Tag der Milch und viele mehr. Diese Tage sorgen ob ihres historischen Ursprungs und ihrer jährlichen Wiederkehr für öffentliche Veranstaltungen, für mediales Interesse. Mit ihnen verknüpft werden von Organisationen, Politikern und Persönlichkeiten Mißstände und entsprechende Forderungen. Inwieweit die Tage helfen, diese aufzugreifen und umzusetzen, ist dann – Stichwort Lippenbekenntnis – eine andere Sache.

Am heutigen Donnerstag ist der Tag der Menschenrechte. Er erinnert an den 10. Dezember 1948 – an diesem Tag haben die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Rechte, die jedem Menschen zustehen sollen, unabhängig von Religion, Hautfarbe, Kulturkreis etc.

Dass es 61 Jahre nach Verabschiedung der Menschenrechte immer noch viele Länder gibt, in denen es in Sachen Menschenrechte Mißstände gibt, zeigt ein kurzer Blick auf die heutigen Schlagzeilen: Auf Kuba gibt es Demonstrationen gegen das Castro-Regime, die Kirchen fordern die Religionsfreiheit, die auch in den Menschenrechten verankert ist.

Für hessnatur ist es nur konsequent, dass wir bei der Herstellung unserer Kleidung auf die Menschenrechte der Arbeiterinnen und Arbeiter achten. Den heutigen Tag wollen wir nutzen, um kein Lippenbekenntnis, sondern eine Tatsache in die Welt zu bringen: Ganz konkret geht es um die Monipuris, alteingesessene Weber-Familien in Bangladesch. Sie werden verfolgt und diskriminiert. Zusammen mit der Andheri-Hilfe haben wir eine Prämienspende ausgearbeitet, mit der die hessnatur-Kunden die Ausbildung junger Frauen der Monipuris unterstützen können. Nicht nur am heutigen Tag der Menschenrechte, sondern auch darüber hinaus.