Artikel mit den Tags "Bio-Baumwolle"

Respect your Mother Earth

Mittwoch, 10. März 2010

T-Shirt Nr. 3 in unserer Statement-Shirt-Woche ist das T-Shirt “Respect your Mother Earth” aus der Herbst/Winter-Kollektion 2009, dessen Design aus der Feder von Miguel Adrover stammt und das ebenso wie das „One Life“-T-Shirt von Lindsay Seligman in Bangladesch produziert wurde. “Respect your Mother Earth” gibt es für Damen als auch Herren noch in unserem Onlineshop (das Kinder-T-Shirt dazu ist leider schon ausverkauft).

Angefangen mit unseren Statement-Shirts haben wir bei Grameen Knitwear im Herbst/Winter 2008. Und seit dieser Zeit unterstützt der Verkauf jedes T-Shirts die Ausbildung von bengalischen Studentinnen und Studenten. Konkret heißt das, dass wir einen Fonds aufgelegt haben, der Schule und Studium finanziert.

Das Motto „Respect your Mother Earth“ ist während eines Gesprächs mit Miguel entstanden, das sich um “Gaia” drehte – “Gaia” steht in der griechischen Mythologie ja für die personifizierte „Mutter Erde“, der wie allem Leben auf der Erde unser Respekt gelten sollte.

Diesem Gedanken wird auch die Produktion bei Grameen Knitwear in Dhaka/Bangladesch gerecht. Professor Muhammad Yunus – zum Netzwerk der von ihm gegründeten Grameen Bank gehört Grameen Knitwear – hat bereits bei Planung der Textilfabrik vor einigen Jahren großen Wert darauf gelegt, dass hier ökologisch gearbeitet wird. So gibt es u.a. mehrstufige Kläranlagen zur Wasseraufbereitung. Und durch das Know How und die Schulung von hessnatur werden bei Grameen Knitwear nun – Tendenz steigend – mehr und mehr Textilien aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Live-Blogging: Lieferantenbesuch in Istanbul

Montag, 8. März 2010

Ich bin gerade in Istanbul in der Türkei. Draußen ist es sonnig, der Wind bläst kalt vom Meer rüber. Davon werde ich heute nicht allzu viel mitbekommen. Denn ich bin am heutigen Montag bei einem unserer Lieferanten hier zu Besuch. Normalerweise bin ich mit unserer Agentin alleine unterwegs. Heute nicht. Wir sind ein großes Team und überprüfen unsere Arbeit gegenseitig.

Die hessnatur-Agentin und ich, wir sind schon bekannt hier. Wir waren bereits zwei mal vor Ort bei einem hessnatur-Lieferanten in Istanbul, um die Fabrik auf Sozialstandards zu überprüfen. Die Produktionsstätte ist sehr groß, gerade nähen die Arbeiter Shirts aus Bio-Baumwolle für uns. Außerdem gibt es eine hausinterne Färberei, ein großes Lager und einen Raum, in dem die einzelnen Teile eines Textils geschnitten werden. Bei rund 500 Mitarbeitern ist natürlich auch die Kantine entsprechend riesig. Heute gab es Nudeln mit Rosenkohl und Linsensuppe – dazu natürlich Ayran.

Henrik und Margreet sind von der holländischen Fair Wear Foundation (FWF), die die Arbeitsbedingungen zusätzlich zu unseren Kontrollen überprüft. Auch sie sind heute den ganzen Tag in der Fabrik. Beide trainieren im Auftrag von FWF lokale Auditteams vor Ort. So kann sichergestellt werden, dass die hohe Qualität und die vielen Ansprüche – sowohl von der Fair Wear Foundation als auch von hessnatur – umgesetzt werden. Außerdem überprüfen sie meine Arbeit zusammen mit dem Lieferanten in den letzten anderthalb Jahren: Wie gut kenne ich den Lieferanten und die Arbeitsbedingungen vor Ort? Arbeitet der Lieferant nach dem Verhaltenskodex von hessnatur?

Das von der Fair Wear Foundation ausgebildete Auditteam besteht aus drei Personen: Zeynep, Alpay and Ufuk. Die drei haben unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer Arbeit bei der Überprüfung von Sozialstandards. Und sie haben heute am meisten zu tun. Alpay ist der Chef im Team und inspiziert alles, was wir Fachfrauen und -männer unter „Health and Safety“, zu deutsch Gesundheit und Sicherheit, zusammenfassen. Zum Beispiel: Gibt es Feuerlöscher, Fluchtwege? Wie ist die Temperatur, das Licht in der Näherei? Zeynep ist zuständig für die Mitarbeiter-Interviews. Bereits letzte Woche war sie da und hat Mitarbeiter auf ihrem Weg zur Fabrik interviewt. Heute spricht sie mit einzelnen Mitarbeitern am Arbeitsplatz. Alpay darf sich den ganzen Tag mit Dokumenten beschäftigen. Gibt es Arbeitsverträge? Beinhalten sie alle relevanten Informationen?

Heute Abend wird dann alles auf einen Tisch gepackt: Was macht der Lieferant gut? Gibt es Mängel? Wurden diese durch hessnatur bereits vorher schon aufgedeckt? Was kann der Lieferant noch weiter verbessern?

Ich werde wahrscheinlich nach dem Tag heute Abend müde ins Bett fallen. Aber mit dem guten Gefühl, dass sich unsere Arbeit lohnen wird. Morgen haben wir dann ein Abschlussgespräch mit dem Management der Fabrik. Deren Reaktion ist immer wieder spannend. Jeder Mensch geht unterschiedlich mit Lob und Kritik um. Und schließlich müssen wir danach alle noch mal die Ärmel hochkrempeln, so dass auch die letzten kleinen Verbesserungsmöglichkeiten bald angepackt sind.

Start der Statement-Shirt-Woche: Das „Love Life“-T-Shirt

Montag, 8. März 2010

Wie am vergangenen Mittwoch von meinem Kollegen Darius angekündigt, starten wir heute in die Statement-Shirt-Woche und stellen als erstes das T-Shirt „Love Life“ vor.

Die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen – das macht die Natur und das Leben auf der Erde aus. Auf dem T-Shirt bilden sie zusammen die Erde und die Botschaft „Love Life“ – ein klares Statement, das uns daran erinnert, dass sich unser Handeln auf das Leben auf der Erde auswirkt. “Love Life” steht symbolisch für die Vielfalt allen Lebens auf unserem Planeten, die es zu erhalten gilt.

Das „Love Life“-T-Shirt wurde aus der Bio- und Fairtrade-Baumwolle gefertigt, die aus unserem gemeinsamen Anbauprojekt mit Helvetas aus Burkina Faso in Westafrika kommt. Die Bauern vor Ort profitieren vom giftfreien Anbau der Bio-Baumwolle und von der Bio- und Fairtrade-Prämie, die zusätzlich zum Marktpreis für die Baumwolle gezahlt wird. Damit unterstützt jedes T-Shirt die Bauerngemeinschaften vor Ort, die von der Fairtrade-Prämie u.a. Gemeinschafts- und Unterrichtsräume in ihren Dörfern bauen können.

Ich habe mir mein „Love Life“-T-Shirt jüngst in unserem Laden in Butzbach gekauft und schon oft getragen – in der kalten Jahreszeit klappt das auch sehr gut mit einem Langarmshirt untendrunter. Zu dem T-Shirt gab’s neulich übrigens einen schönen Kommentar hier im Blog, den ich Euch nicht vorenthalten will. Er zeigt, wie vielseitig das T-Shirt ist, das sich nicht nur wunderbar zum Tragen, sondern auch zum Spielen eignet :-)

Statement-Shirts: “Du bist, was du trägst”

Mittwoch, 3. März 2010

Statement-Shirts sind ja im Grunde genommen wie Aufkleber: Sie erzählen Gott und der Welt, woran wir glauben, was wir hoffen, was wir gut und schlecht finden und überzeugen im besten Falle auch andere, sich für sinnvolle Sachen zu engagieren.

Von Montag bis Freitag in der nächsten Woche wollen wir Euch hier im Blog fünf von unseren Statement-Shirts vorstellen. Jeden Tag eins. Jedes für sich hat eine eigene Botschaft auf kreative Art und Weise, die sich dafür stark macht, die Welt ein bisschen zu verbessern. Wir laden Euch ein, mit Eurem Kommentar Euren Favoriten zu wählen – und sind gespannt auf Eure Meinungen!

Und vergesst nicht: Wenn jede Person auf der Welt Abstand nimmt von T-Shirts aus konventioneller Baumwolle und Produktion und stattdessen T-Shirts aus Bio-Baumwolle trägt, die fair hergestellt sind, kann jeder einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt als auch die Lebensumstände von vielen vielen Menschen zu verbessern. Denn: Kleidung ist mehr als nur etwas “zum Anziehen”. Es ist die klare Entscheidung für einen nachhaltigen Lebensstil.

P.S. Einige Kolleginnen und Kollegen haben heute schon mal für die Statement-Shirt-Woche geprobt und – passend zum schönen Wetter in der Wetterau – ihre Statement-T-Shirts angezogen :-)

Statements für Bio-Baumwolle

Montag, 1. März 2010

Baumwoll-BluesSchöne Aktion von Augsburger Schülern von fünf Schulen: Im Rahmen eines Wettbewerbs der Uni Augsburg – hier federführend der Lehrstuhl für Ressourcenstrategie sowie das Wissenschaftszentrum Umwelt – und des neuen Textilmuseums Augsburg waren sie aufgefordert, unter dem Motto „Baumwoll-Blues“ Statements und Logos zum Thema Bio-Baumwolle zu kreieren.

Zu den Entwürfen gehören Statements wie „Industrie-Baumwolle – nein danke“, „Mit Bio-Baumwolle gegen den Klimawandel“ oder „Natürlich(e) Baumwolle“. Die jungen Nachwuchs-Designer haben neben den Statements auch Logos und Motive selbst entworfen und umgesetzt. In der Endrunde des Wettbewerbs im Textilmuseum durften sich 20 Schülerinnen und Schüler mit ihren Designideen auf dem Laufsteg vor 250 Zuschauern präsentieren. Für den Sieger spendierte hessnatur einen Einkaufsgutschein.

Fazit des Wettbewerbs: Neben Spaß am Design haben alle bei verschiedenen Vorträgen auch viel gelernt. Zum Beispiel, wie wasserintensiv der Anbau von Baumwolle sein kann. Oder, dass viele Menschen im Baumwollanbau ausgebeutet werden und man deshalb auf Fairen Handel setzen sollte. Und dass in der textilen Kette auch unbedingt die sozialen Bedingungen der Näherinnen und Näher berücksichtigt werden müssen.

Übrigens: Für Augsburg spielte Baumwolle lange Zeit eine große Rolle, hierauf basierte in der Vergangenheit die heimische Textilindustrie. Weitere Informationen gibt es unter www.wzu.uni-augsburg.de/baumwollblues.