Artikel mit den Tags "Bio-Baumwolle"

“Rein ins neue Leben”: Ein Frühlingsgruß für hessnatur

Mittwoch, 25. Mai 2011

In diesem Jahr begrüßt hessnatur anlässlich des 35-jährigen Jubiläums jedes neugeborene Baby mit einem Body aus Bio-Baumwolle. „Rein ins neue Leben“ nennen wir die Aktion, die auf den Gründungsimpuls von Unternehmensgründer Heinz Hess zurückgeht. Er war damals auf der Suchen nach gesunder und natürlicher Kleidung für seinen neugeborenen Sohn.

Über 2.300 Babybodys haben wir in den vergangenen Wochen schon verschenken können – u.a. auch an den im Januar 2011 geborenen Lasse Elia, dessen Eltern uns jetzt einen lieben Frühlingsgruß in Form einer süßen selbstgebastelten Karte geschickt haben. „Lasse fühlt sich super darin“, schreiben sie zum Body aus Bio-Baumwolle, die übrigens aus unserem Anbauprojekt in Burkina Faso stammt.

Der Babybody ist nicht nur gut für die junge Babyhaut, da die Baumwolle naturrein und unbehandelt ist; zudem hält jeder Body auch zwei Quadratmeter Erde in Burkina Faso frei von Giftstoffen. Denn die Bio-Baumwolle wächst komplett giftfrei, ohne den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Wenn auch Ihr und Sie den Nachwuchs „rein ins neue Leben“ schicken wollt, besucht unsere Aktionsseite, auf der es alle Informationen zum Babybody gibt.

Tolles Satire-Fundstück bei Youtube

Mittwoch, 18. Mai 2011
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Rachel Sarnoff begeistert mich mit ihrem eingängigen und vor allem lustigen 60-Sekünder zum Thema “Was Öko-Mode ausmacht?”. In dem Video gibt sie Tipps für den “sauberen” Kleiderschrank – worauf man achten und was vermieden werden sollte.

Viel Spaß beim Anschauen.

Mich interessiert: Wie hoch ist dein Anteil “giftfreier Kleidung” im Schrank?

Ökotextilien, undurchdringlich?

Dienstag, 17. Mai 2011

Bei Focus Online ist jüngst ein spannender Artikel zum „Chaos der Textilbranche“ erschienen, der sich mit dem Boom von Ökotextilien und der Problematik „dahinter“ befasst – lesenswert!

Gut finde ich, dass das Problem des Bio-Baumwoll-Anbaus angesprochen wird, die wir auch aus Burkina Faso in Westafrika kennen – dass es nämlich nicht einfach damit getan ist, von konventioneller Baumwolle auf Bio umzusteigen. Denn erst nach drei Jahren Pause kann eine ehemals konventionell bepflanzte Parzelle zum Feld für Bio-Baumwolle werden.

Zudem ist auch beim Anbau von Bio-Baumwolle nicht gesichert, dass alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette auch gerecht entlohnt werden – wenn zum Beispiel die nachhaltig angebaute Baumwolle unter schlechten Arbeitsbedingungen in Fernost zum T-Shirt wird. In Sachen Gütesiegel ist vom „undurchdringlichen Wald“ die Rede, der vor allem Unsicherheit bei potenziellen Kunden hinterlässt – beim Blick über den Tellerrand hin zu anderen Bekleidungsanbieter kann ich das nachvollziehen; manchmal sagt mir eine Information am Hang-Tag oder am Produkt einfach nicht, wie viel „bio“ in dem T-Shirt denn nun wirklich drin steckt. Nachvollziehbar sind für mich da die Deklarationen unserer Produkte, die über Material, Verarbeitung und das „Made in“-Land informieren, dazu die ökologischen und sozialen Richtlinien von hessnatur für die Produktionsschritte entlang der textilen Kette.

Wie orientiert Ihr Euch beim Kauf von Bekleidung? Welche Siegel, welche Informationen sind für Euch wichtig und entscheidend?

hessnatur baby-Blog: Still-Oberteile im Test

Freitag, 6. Mai 2011

Ich habe schon vor Jonas’ Geburt angefangen, zum Stillen geeignete Klamotten zusammen zu sammeln. Dazu gehören Shirts mit Knopfleiste, Cache-Coeur-Ausschnitt (Wickeloptik), seitlichem Zugang und Zugang über die Empire-Naht usw. Bei hessnatur habe ich das Kurzarm-Stillhemd mit langer Knopfleiste, das Still-Top mit Lagen-Look und das Still-Shirt mit Passe bestellt.

Das Kurzarm-Stillhemd ist sehr schön anliegend geschnitten und betont dadurch sehr schön die weiblichen Rundungen, die frau nach der Geburt und durch das Stillen hat. Ich fühle mich als frischgebackene Mama darin super wohl. Durch die lange Knopfleiste ist es auch gut zum Stillen geeignet, wobei es am Anfang – wenn die Knopflöcher noch eng sind und sich die Knöpfe nicht so leicht öffnen lassen – ein nervlich anstrengender Akt war, zum einen das hungrige schreiende Baby zu beobachten, während ich  verzweifelt versucht habe die fünf Knöpfe zu öffnen. Das Schöne daran war dann das wohlige Seufzen, wenn Jonas dann ENDLICH seinen Hunger stillen kann.

Das Still-Top im modischen Lagen-Look oder auch mit Cache-Coeur-Ausschnitt gefällt mir leider nicht so. Jonas’ Papa meint dazu, dass es von hinten sehr schön ist, mir aber vorne nicht ganz passt.

Durch das Stillen habe ich trotz Konfektionsgröße 36/38 relativ große Brüste bekommen. Dadurch sitzt die Naht vom Top unter der Brust bei mir zu hoch und ich finde, dass meine Brüste in dem Top riesig wirken. Durch den Shirt-Einsatz mit Brustaussparung finde ich den Ausschnitt nicht mehr schön, auch weil sich nach ein paar mal Stillen die Naht davon sehr dehnt, dadurch Wellen wirft und sich nach oben durch den Stoff drückt und dadurch sichtbar wird. Würde man den Cache-Coeur-Ausschnitt weiter überlappen lassen, könnte man den Shirt-Einsatz auch weglassen und dafür ein schönes Dekolleté zeigen. Durch einen weichen Gummi in der Ausschnittkante könnte man eventuell ein zu starkes Ausdehnen durch das Stillen verhindern. Durch einen Gummizug in der Naht unter der Brust könnte man auch eine wunderbare Betonung der Brust erreichen.

Von dem Still-Shirt bin ich sehr begeistert! Es fühlt sich super an, sitz gut und ist super praktisch beim Stillen. Nur leider dehnt sich die Passe nach ein paar Mal Stillen sehr aus, wodurch die Kante unter der Brust Wellen wirft und absteht. Das könnte man vielleicht durch einen weichen Gummi in der Kante etwas vermeiden. Zu stramm kann der Gummi ja nicht sein, da es einem beim Stillen sonst ständig wieder über die Brust rutscht.

Ich benutze sehr oft die Woll-Seiden-Stilleinlagen von hessnatur, da sie einfach super sind, wenn die Brustwarzen gereizt sind. Auch nehmen sie viel Milch auf, wodurch man einigermaßen lange die Milch von den oberen Stofflagen fern halten kann. Wobei das, wenn die Milch fließt, fast unmöglich ist (zumindest bei mir). Für nachts eignen sich die 3-lagigen Woll-Seiden-Stilleinlagen mit dem großen Durchmesser am besten. Nicht nur, weil sie so schön weich sind und warm halten, sondern auch am meisten aufsaugen können.

Im nächsten Beitrag berichte ich über die Still-BHs und Bustiers, die ich gerade teste.

Schulessen in Burkina Faso: Die zweite Schule ist gestartet!

Dienstag, 3. Mai 2011

Seit mehr als eineinhalb Jahren läuft die Unterstützung der Schulküche in Komadougou sehr erfolgreich: Im Rahmen der Neukundenwerbung engagieren sich hessnatur und die Kunden gemeinsam mit dem Elternbeirat der Schule und sorgen dafür, dass die rund 400 Kinder einmal am Tag ein warmes Mittagessen bekommen. Jetzt konnten wir zusammen mit unseren Projektpartnern von Helvetas in Burkina Faso auch das Schulessen in einer zweiten Schule, im Baumwolldorf Fuanliedi, starten. Rund 3300 Euro haben wir vor kurzem wieder an Helvetas überwiesen, die das Geld direkt an die beiden Schulen weitergeleitet hat.

Ich erinnere mich immer wieder gerne an meine Besuche in den beiden Dörfern, die rund 230 Kilometer östlich von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt liegen. Beide Dörfer sind klassische Bauern-Kommunen, auf deren Feldern Baumwolle, Hirse, Sesam, Erdnüsse etc. angebaut wird. Alles in Bio-Qualität.

Das Mittagessen in Komadougou wird seit Herbst 2009 vom Elternbeirat organisiert. Die Eltern kaufen die Zutaten wie Fisch, Reis, Mais, Bohnen, etwas Gemüse und Öl für die Schulküche ein, geben auch einen Teil ihrer Ernte-Einkünfte dazu und sprechen die Dienste in der Schulküche untereinander ab, so dass die Zubereitung des Mitagessens an jedem Schultag gewährleistet ist. Bei meinem jüngsten Besuch im Oktober des vergangenen Jahres erklärte mir Schuldirektor Ouba Domènique, dass das Schulessen ein voller Erfolg geworden sei: „Es führt dazu, dass die Kinder über Mittag in der Schule bleiben, lernen, Hausaufgaben machen und bessere Noten schreiben.“

Mittlerweile installiert werden konnte auch ein Brunnen in der Schule von Komadougou, den hessnatur bezuschusst hat. Der spendet nicht nur Trinkwasser für die Kinder, sondern sorgt auch für die Bewässerung einer kleinen Mango-Plantage und eines Gemüsegartens. Hier lernen die Schüler ganz praktisch die Feldarbeit und können sich natürlich die Mangos schmecken lassen.

Das Schulessen in Komadougou läuft besser als wir und Helvetas das erwartet haben. Da die Finanzierung der Schulküche langfristig gesichert ist,  haben wir unsere Unterstützung auf die Schule in Fuanliedi ausgedehnt. Hier war ich im November 2009 das letzte Mal zu Besuch; zu diesem Zeitpunktgab es einen Gemeinschaftsraum, in dem auch unterrichtet wurde, die “richtige” Schule war noch in der Planung, eröffnet wurde sie Ende 2010. Seit einigen Wochen ist auch hier die Schulkantine in Betrieb und versorgt rund 120 Schüler täglich mit einem warmen Mittagessen. Das Prinzip hier ist das gleiche wie in Komadougou: Mit der Prämienspende von Ihnen und hessnatur bekommt ein Kind rund 100 Mittagessen – eine Versorgung für fünf Monate!

Wir freuen uns, wenn sie weiter mithelfen und im Rahmen der Freundschaftswerbung das Projekt in Burkina Faso unterstützen – eine wirklich gute Sache, die den Kindern Ernährungssicherheit gibt und ihre schulische Bildung weiter fördert.