Artikel mit den Tags "Biobaumwolle"

Der letzte Tag in Kathmandu

Montag, 19. April 2010

Habe noch mal richtig Gas gegeben. Wir waren am Morgen zuerst bei Ramesh, dem Färber. Hier wird alles für New SADLE gefärbt, also auch die Produkte für hessnatur. Das hatten wir mal vereinbart. Mit Ramesh habe ich nach und nach seine Farbstoffe von „local dye staff“ auf europäische Farbstoffe umgestellt. Von den europäischen Herstellen bekomme ich dezidierte Sicherheitsdatenblätter. Nach ausgiebigen Test auf Schwermetalle, Formaldehyd etc. haben wir dann die Farbstoffe freigeben können. Auch dieses Mal konnten wir wieder einen Farbstoff optimieren, da Ramesh jetzt über einen neuen Färbeapparat verfügt.

Dann hatten wir einen verrückten Termin: Ich habe mir eine Wollfilz-Produktion angesehen. Herrlich bunte, tolle Produkte! Von Filzhüten, irren Taschen bis Filzkugel-Halsketten hab ich hier so einiges gefunden. Mal sehen, was unsere Designer dazu sagen. Apropos Designer: Frau Hoffman, unsere Designerin für Damenmode, sucht bestickte Baumwollstoffe. Hari hat mir heute einige Entwürfe aus Bio-Baumwolle unter die Nase gehalten – und ich war beeindruckt. Etliche Kartons mit Bio-Baumwolle stehen noch bei New SADLE-Büro, also dann ran!

Heute Nachmittag habe ich dann noch ein Meeting mit Frau Dr. Massmann von der GLS-Zukunftsstiftung gehabt. Habe meinen ganzen Charme aufgebracht und mit ihr über die Notwendigkeit einer Brunnenbohrung in Kapan bei New SADLE gesprochen. Über den dringenden Bedarf des Ultraschallgerätes brauchte ich ihr nichts mehr erzählen, darüber hatten wir, liebe Leserinnen und Leser des Blogs, ja schon gesprochen.

Heute Abend hatten wir noch ein zusammenfassendes Meeting. Das ist immer ganz wichtig bei der Vielzahl der Informationen und Ideen. Dann noch ein gemeinsames Abendessen und eine herzhafte Verabschiedung. Dann geht es weiter nach Indien. Da treffe ich unter anderem einen Projektpartner aus unserem Burkina Faso-Projekt. Die Welt ist klein. „Namaste“ heißt dann „Namaska“.

Exklusive Ringel-Kollektion

Dienstag, 16. März 2010

Neu in der Kollektion von hessnatur sind drei verschiedene Ringel-Shirts und ein ebensolcher Ringelschal – diese vier Produkte gibt es exklusiv bei uns im Internet und in unseren Läden. Die Entstehungsgeschichte habe ich mir von meiner Kollegin Heide vom Produktmanagement E-Commerce erklären lassen.

Ursprünglich waren verschiedene Oberteile mit Ringeloptik für den neuen Hauptkatalog geplant. Bei der Produktion ist unserem Lieferanten in Griechenland – dort werden die Shirts und der Schal genäht – ein Fehler passiert. Ohne es zu wollen, ist der Jersey-Stoff in einer falschen Farbstellung  produziert worden. Diese hat nicht mehr zu den ursprünglichen Musterteilen gepasst. Und die waren natürlich schon entsprechend fotografiert und im Katalog abgedruckt …

Was nun? Den Stoff in der „falschen“ Farbe nicht mehr zu verwenden oder gar zu entsorgen wäre unökologisch. Das würde nicht zu uns passen. Wer die Geschichte der letztjährigen Sommertasche oder unserer Backschürze kennt, der weiß, dass wir jede textile Fläche von uns weiterverwenden wollen. Zudem haben wir den Jersey-Stoff letzten Endes günstiger bekommen – und diesen Preisvorteil geben wir jetzt gerne an alle hessnatur-Kunden weiter.

Die Idee in diesem Falle: eine eigene kleine Ringel-Kollektion fürs Internet. „Wir haben den Ringelstoff zu einem tollen Longshirt oder auch dem modisch geknoteten Top verarbeitet“, erklärt mir Heide dazu, „und passend dazu noch einen Schal kreiert.“ Verwendet wurde für die Ringel-Kollektion übrigens 100% Bio-Baumwolle.

Ein Statement für Burkina Faso

Freitag, 12. März 2010

Das Anbauprojekt für Bio-Baumwolle in Burkina Faso in Westafrika begleitet uns schon seit über vier Jahren. Im Jahr 2005 begann hessnatur gemeinsam mit der Schweizer Entwicklungshilfeorganisation Helvetas sein Engagement in dem westafrikanischen Staat, 2006 wurde die erste Bio-Baumwollernte eingefahren. Engagement in solchen Projekten zeichnen hessnatur seit Jahrzehnten aus – das gehört einfach zu unserer Marke dazu.

Um das Burkina Faso-Projekt und dessen nachhaltige Bedeutung zu würdigen – der Anbau von Bio-Baumwolle ist schließlich besser für die Umwelt als auch den Menschen -, hat sich unsere Designerin Simone ein tolles Statement für ein T-Shirt einfallen lassen, das beispielhaft für unser Engagement in Burkina Faso steht und natürlich auch aus der Burkina Faso-Baumwolle hergestellt wurde.

Ihre Botschaft „The seeds of today are the flowers of tomorrow”, in Verbindung mit dem afrikanischen Kontinent, ist nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes auf den Baumwollanbau bezogen. Denn wir haben es auch in der Hand, heute Nachhaltigkeit zu säen, um damit Zukunft für die nachfolgenden Generationen zu schaffen. Unser Burkina Faso-T-Shirt gibt es ab sofort im hessnatur-Onlineshop!

Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen zu unseren Statement-Shirts, die wir Euch in dieser Woche im Blog vorgestellt haben. Welche Themen bewegen Euch, welche Botschaft wünscht Ihr Euch auf ein T-Shirt? Wir sind gespannt auf Ideen und Vorschläge.

Das T-Shirt “Out of Order”

Donnerstag, 11. März 2010

In der bengalischen Hauptstadt Dhaka, so erzählt man sich vor Ort, könne man anhand der Farbe des Flußes Buriganga die nächste Mode-Trendfarbe ablesen – sind doch zig hunderte Textilfabriken in und um Dhaka angesiedelt, die nicht nur unter fragwürdigen sozialen, sondern auch schlechten ökologischen Standards produzieren und ihre Abwässer aus der Textilproduktion in den Fluß leiten.

Die Zustände in einem der ärmsten Ländern der Welt schreien zum Himmel. Ein ebensolcher Aufschrei ist das aktuelle Statement-Shirt der Frühjahr/Sommer-Kollektion von hessnatur Kreativdirektor Miguel Adrover. Sein Thema: „Out of Order“ – die Welt außer Betrieb, der Planet im Ausnahmezustand. Dringendes Handeln ist notwendig. Auf dem Motiv der Erdkugel weist uns „It´s getting hot“ auf die Klimakatastrophe hin, „Out of Business“ oder „Under Protest“ fühlen politisch und wirtschaftlich auf den Zahn. Während es in der Arktis wärmer und wärmer wird, gibt es im Süden keinen Fisch mehr – „Fish sold out“.

Produziert wurde das T-Shirt, das es für Damen und Herren gibt, bei Grameen Knitwear in Dhaka. Hier wird unter guten sozialen Bedingungen als auch ökologischen Bedingungen gearbeitet. Mit reiner Bio-Baumwolle, ohne schädliche Chemikalien – und ohne dabei den Fluß Buriganga zu belasten.

Respect your Mother Earth

Mittwoch, 10. März 2010

T-Shirt Nr. 3 in unserer Statement-Shirt-Woche ist das T-Shirt “Respect your Mother Earth” aus der Herbst/Winter-Kollektion 2009, dessen Design aus der Feder von Miguel Adrover stammt und das ebenso wie das „One Life“-T-Shirt von Lindsay Seligman in Bangladesch produziert wurde. “Respect your Mother Earth” gibt es für Damen als auch Herren noch in unserem Onlineshop (das Kinder-T-Shirt dazu ist leider schon ausverkauft).

Angefangen mit unseren Statement-Shirts haben wir bei Grameen Knitwear im Herbst/Winter 2008. Und seit dieser Zeit unterstützt der Verkauf jedes T-Shirts die Ausbildung von bengalischen Studentinnen und Studenten. Konkret heißt das, dass wir einen Fonds aufgelegt haben, der Schule und Studium finanziert.

Das Motto „Respect your Mother Earth“ ist während eines Gesprächs mit Miguel entstanden, das sich um “Gaia” drehte – “Gaia” steht in der griechischen Mythologie ja für die personifizierte „Mutter Erde“, der wie allem Leben auf der Erde unser Respekt gelten sollte.

Diesem Gedanken wird auch die Produktion bei Grameen Knitwear in Dhaka/Bangladesch gerecht. Professor Muhammad Yunus – zum Netzwerk der von ihm gegründeten Grameen Bank gehört Grameen Knitwear – hat bereits bei Planung der Textilfabrik vor einigen Jahren großen Wert darauf gelegt, dass hier ökologisch gearbeitet wird. So gibt es u.a. mehrstufige Kläranlagen zur Wasseraufbereitung. Und durch das Know How und die Schulung von hessnatur werden bei Grameen Knitwear nun – Tendenz steigend – mehr und mehr Textilien aus Bio-Baumwolle hergestellt.