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Der Cellulite-Krieg

Freitag, 13. März 2009

Kaum geht der Winter zur Neige und der Frühling schickt seine ersten Vorboten in Form von wärmenden Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher, ereilt uns von allen Seiten die Botschaft “Kampf der Cellulite!!!“

Begleitet von Bikini-Models deren Form, wenn überhaupt, nur 10% aller Frauen jemals erreichen werden, beginnt ein Kriegsgeheul, das uns annehmen lässt, unser eigener weniger „wohlgeformter“ Körper sei unser ärgster Feind und unsere Haut eine leblose Hülle, wie die Karosserie eines Autos: „Weg mit den Dellen!“

Und jedes Jahr aufs Neue ärgere ich mich darüber, dass alle genannten Weisheiten zu diesem Thema so an der Oberfläche bleiben, wie zum Beispiel: „Denn die Cellulite hat ja verschiedene Ursachen: zu viel Fett, das durch die Hautoberfläche drückt, zu schwaches und falsch angeordnetes Bindegewebe und gelegentlich  geschädigte Gefäße, die ausgeweitet sind und zusätzlich Flüssigkeit ins Gewebe pressen.“(Brigitte 7/09)
Was allerdings dafür wiederum die Ursachen sind, wird in diesem Artikel nicht näher erläutert.

Neben glättenden meist schadstoffhaltigen Cremes und Gelen sind der Trend in diesem Jahr Behandlungen mit Hightech-Geräten. Und da bei deren Anwendung viel falsch gemacht werden kann, wird empfohlen, man sollte ausschließlich zu Ärzten gehen. Doch auch das könnte riskant sein, denn die Studien zu Wirkungen und Nebenwirkungen fehlen größtenteils noch. (Wie bitte???)
Nun denn, die Ärzte können dann ja, weil der Fettabtransport meist nicht so funktioniert wie gewünscht, wenigstens Erste Hilfe leisten, bei eventuell auftretenden Leber- oder Nierenkollapsen. Praktisch, oder?

Als „Wunderwaffen“ werden uns also Mittelchen und Geräte angepriesen, die beim genaueren Hinterfragen unter Umständen sogar einen ordentlichen Beitrag zur Entstehung des eigentlichen Problems leisten. Wunderbar, so entsteht ein dauerhaft profitabler Handel!

Ich möchte das Thema Cellulite nun mal aus einer ganzheitlichen Perspektive heraus betrachten: Wenn wir uns unseren Körper als einen Mikrokosmos vorstellen, wäre unsere Haut mit der alles umhüllenden Ozonschicht zu vergleichen. Und das Bindegewebe wäre dann die Atmosphäre, bzw. der alle Organe und Bereiche verbindende Raum dazwischen.
Im Bindegewebe lagern sich also alle Stoffe ab, die bei den im Körper stattfindenden Stoffwechselvorgängen nicht verwertet werden können und übrig bleiben, wie Fette und Schadstoffe z. B. aus Essen, Kosmetikprodukten, Textilien etc. Es wird sozusagen zu unserer Müllhalde und verändert sich je nach Schweregrad der Verunreinigung.

So ist ganz schnell nachvollziehbar, dass es nicht ausreicht den Müll einfach zuzudecken (glättende Cremes) oder gar in großen Mengen in die sowieso schon überlasteten oder schlecht funktionierenden Müllverwertungen (Leber und Niere) zu karren.
Nein, am besten ist es doch, zunächst mal dafür zu sorgen, dass so wenig wie möglich Müll entsteht. Wenn das jedoch nicht zu verhindern ist, sollten wir uns bemühen, die Verwertungssysteme gut anzukurbeln, die diesen entsorgen. Das mit ausreichend Bewegung (verdrängt wegen Muskelbildung das Fett etc. aus dem Gewebe und regt allgemein den Stoffwechsel an) und/oder unterstützenden Kräutern und Elixieren (wirken entgiftend), die dafür sorgen, dass die Schlacken auf natürlichem Weg ausgeschieden werden können, auch nicht zu vergessen: viel Trinken!

Erst dann macht es Sinn die Haut zu bearbeiten, denn nun sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die von außen ausgelösten Prozesse auch im inneren die gewünschte Wirkung erzielen oder unterstützen können.

Es sollte also nicht darum gehen einen Mangelzustand, manchmal sogar mit brachialer Gewalt, von außen zu „bekämpfen“. Vielmehr sollten wir doch die Zeichen unserer Haut, als Spiegel des Inneren unseres Körpers, aufmerksam wahrnehmen und versuchen mit natürlichen Mitteln wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Nur so kann nachhaltig ein wirklich gesundes Hautbild entstehen.

Naturkosmetikprodukte führen wir übrigens in unseren Läden.

Regenwald Unterschriftenaktion

Dienstag, 20. Januar 2009

Gestern klingelt das Telefon auf meinem Schreibtisch… eine Mitarbeiterin aus dem Versandretouren-Bereich, die mich gerne sprechen möchte.
Wir treffen uns nach der Mittagspause auf einen Kaffee und während ich mit einer Rückfrage zur aktuellen Pressearbeit rechne, überrascht mich meine Kollegin mit einer Aktion zur Rettung des Regenwalds.
Ganz andere Baustelle also und irgendwie auch wieder nicht, zumal hessnatur sie erst auf die Idee gebracht hat. Der „Regenwald Report“, der derzeit mit jedem Paket an unsere Kunden verschickt wird, wäre ihr in die Hände gefallen. Der Bericht über die illegale Abholzung der Regenwälder hätte sie schwer erzürnt und sie möchte was dagegen tun.

Dass unsere Kunden die im Heft enthaltene Unterschriftenliste zur Unterstützung des EU-Importverbots für illegale Hölzer erhielten wäre ja gut und schön, aber da könnte man bzw. frau doch noch mehr tun.

Sprachs, schnappte sich das Heft und ist seitdem auf der Jagd nach Stimmen. Nicht nur in allen Abteilungen bzw. Bereichen von hessnatur sondern auch bei Freunden, Bekannten, bei Freunden von Freunden und Vereinen. Meine Rolle bei der Geschichte ist eher die einer unbedeutenden Nebendarstellerin. Ich versende die gesammelten Unterschriften Ende Februar im Namen von hessnatur an den Regenwald e.V. Und die Moral von der Geschicht: die gibt es eigentlich nicht.

Ich fand den Enthusiasmus und das Engagement meiner Kollegin (die namentlich leider nicht genannt werden möchte) einfach klasse und dachte, das ist ein nettes Intro für meine eigentliche Botschaft:

Lest den Artikel und setzt Euren Namen auf die Liste!