Artikel mit den Tags "Gemeinschaft"

Wissen Sie eigentlich, was Sie tragen?

Freitag, 5. März 2010

Ich meine Ihr T-Shirt. Haben Sie da schon mal genauer aufs Etikett geschaut? Wo kommt es her? Und wo wurde die Baumwolle dafür angebaut? Ich vermute, dass das nicht erkennbar ist auf diesen langen, fast papierartigen Anhängseln, innen in der linken Seitennaht der meisten Markenshirts. Oder hinten in der obere Mitte.

Die meisten kaufen ihr T-Shirt doch nur, weil es toll aussieht. Der Aufdruck oder die Farbe. Oder die Marke, die dann irgendwo erkennbar ist. Kann der Impuls auch sein: Ich kaufe genau dieses T-Shirt, weil es aus einem Bio-Baumwollanbau-Projekt aus Burkina Faso stammt und in Bangladesch sozial fair gefertigt wurde?

Gemessen an der gesamten Menge verkaufter T-Shirts weltweit ist der Bio-Baumwollanteil verschwindend gering. Es gibt ein paar Versuche, z.B. von Greenpeace oder von Pietra Rivoli, die Entstehung dieses allgemeingültigen Kleidungsstückes zu beleuchten und zu dokumentieren. Um sichtbar zu machen, wieviel Drama und menschenunwürdige Arbeitsbedinungen überhaupt möglich sein können. Unvorstellbar und leider unbeachtet von der Mehrzahl der T-Shirt-Bewohner und –besitzer.
Unser Burkina Faso-Projekt hat im November 2009 wieder geerntet. Darüber haben wir schon berichtet. Im kbA-Anbau wird von Hand gepflückt (Michi hat sich davon überzeugt)! Und GMO ist auch nicht drin, wie wir wissen. Was ist eigentlich notwendig, um allen Menschen näher zu bringen, dass es nur so gehen kann?

Wenn wir unseren Kindern eine Zukunft hinterlassen wollen, wird es Zeit, solche Projekte wie Pilze aus dem Boden schießen zu lassen. Um Hoffnung zu schenken und Zukunft zu gestalten. Professor Yunus ist einer, der mit seiner Vision und Mikrokredit-Idee vielen Menschen eine neue Perspektive ermöglicht. Zuerst waren es nur er und seine Studenten. Und heute studieren die Kinder der ersten Generation von Kreditnehmerinnen.

Wir stehen für T-Shirts mit Geschichten. Und für Transparenz in der textilen Kette. Es ist ganz einfach, ein Teil davon zu werden. Ein Statement-Shirt teilt anderen mit, wofür wir selbst stehen. In der kommenden Woche zeigen wir mehr davon.

Statement-Shirts: “Du bist, was du trägst”

Mittwoch, 3. März 2010

Statement-Shirts sind ja im Grunde genommen wie Aufkleber: Sie erzählen Gott und der Welt, woran wir glauben, was wir hoffen, was wir gut und schlecht finden und überzeugen im besten Falle auch andere, sich für sinnvolle Sachen zu engagieren.

Von Montag bis Freitag in der nächsten Woche wollen wir Euch hier im Blog fünf von unseren Statement-Shirts vorstellen. Jeden Tag eins. Jedes für sich hat eine eigene Botschaft auf kreative Art und Weise, die sich dafür stark macht, die Welt ein bisschen zu verbessern. Wir laden Euch ein, mit Eurem Kommentar Euren Favoriten zu wählen – und sind gespannt auf Eure Meinungen!

Und vergesst nicht: Wenn jede Person auf der Welt Abstand nimmt von T-Shirts aus konventioneller Baumwolle und Produktion und stattdessen T-Shirts aus Bio-Baumwolle trägt, die fair hergestellt sind, kann jeder einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt als auch die Lebensumstände von vielen vielen Menschen zu verbessern. Denn: Kleidung ist mehr als nur etwas “zum Anziehen”. Es ist die klare Entscheidung für einen nachhaltigen Lebensstil.

P.S. Einige Kolleginnen und Kollegen haben heute schon mal für die Statement-Shirt-Woche geprobt und – passend zum schönen Wetter in der Wetterau – ihre Statement-T-Shirts angezogen :-)

Die Erinnerung an Mitmenschlichkeit

Dienstag, 2. Februar 2010

ARK Website

Ich bin auf eine total verrückte Idee und deshalb so inspirierende Seite gestoßen, die kann ich Euch nicht vorenthalten: http://www.arkhq.com. Ark steht für “Act of random kindness”. Ein junger Ire mit einer genialen Idee: Tu jeden Tag ein gutes Werk. Gib Deinen Platz im Bus her, kaufe einem Fremden einen Kaffee, verschenke High-Fives, lade einen Obdachlosen zum Essen ein. Mit einem T-Shirt-Aufdruck erinnert das junge Ark-Team beim Anziehen schon daran: Es ist ganz einfach! Jedes Mal, wenn Du das T-Shirt trägst, lass Dir was einfallen und tu was Gutes!

Ja, wir könnten mehr davon brauchen! Das Leben in den Städten bedarf mehr Menschlichkeit und Anteilnahme. Hinschauen statt wegschauen sollte Motto sein.

In meinem Mail-Austausch mit Niall fand ich einen Satz, der eben auch ganz klar zeigt, wohin es die junge Gruppe mit Ihrer eigentlich simplen Idee gebracht hat, nämlich zu echten Lebensansichten:

“…we’re more about the recognition that we all have our ups and downs, our on days and our off days but we just want to try and redress the balance a little more towards those moments in life when we see glimpses of what it’s all about.”

Was wohl am Anfang ein Spaß sein sollte, wächst jetzt zu einer echten Marke heran, nachhaltig im wahrsten, menschlichsten Sinne. Wie seine E-Mail endete, kann ich nur zurückgeben:

Keep the faith.

Unser Sommerfest

Freitag, 25. September 2009

Collage_Mitarbeiterfest09

Endlich ist es wieder soweit. Unser jährliches Sommerfest, das unser Betriebsrat für die Mitarbeiter und ihre Familien organisiert, kann endlich wieder auf unserem eigenen Grundstück stattfinden. Da der Garten mit dem Laden-Neubau vor drei Jahren neu angelegt wurde, mussten wir für zwei Jahre zum Feiern in das Butzbacher Forsthaus ausweichen. Das war zwar auch sehr schön, aber hier bei uns im Garten entsteht doch immer eine andere, besondere Atmosphäre.

Und diese wurde in diesem Jahr – am letzten Samstag – noch durch die schöne Gartenanlage und durch einen tollen Spätsommertag mit lauen Temperaturen getoppt. Unsere „Zukunftswiese“, so hieß der Acker, auf dem wir früher unsere Zelte aufgestellt hatten, ist ersetzt worden durch eine schöne Gartenanlage mit Elementen wie Spielplatz, Feuerstelle und Bauerngarten. So hat jeder Mitarbeiter und auch so mancher Kunde, der noch aus dem Laden dazu kam, ein Plätzchen gefunden und auch unser Betriebsratsvorsitzender Walter hat sich, glaube ich, inzwischen mit den abgestorbenen Bäumen, die mit den Wurzeln nach oben als Kunst aufgestellt wurden, angefreundet. Zumal er jetzt Seile zwischen den Bäumen gezogen hat und alles mit Wein und Hopfen begrünt.

Apropos Hopfen – Bier, Getränke und viele vom Küchenteam und den MitarbeiterInnen mitgebrachte Köstlichkeiten waren wieder überwältigend und Groß und Klein haben ausgelassen gefeiert. Die Bilder sagen doch mehr als Worte.

Und als PS: Unser “Visionär” Heinz Hess hat die Wiese ” Zukunftswiese” genannt, weil er dort Platz reservieren wollte für zukünftige Projekte. Laden und Garten sind hier entstanden und es ist schön, wie sich der Kreis schließt, auch wenn er es selbst nicht mehr erlebt hat.

Stöckchenwurf: “Weshalb trägst Du grüne Mode?”

Freitag, 11. September 2009

hessnatur Blog_fertig

Wir starten heute einen „Stöckchenwurf“. Das ist eine Blog-Veranstaltung, bei der wir ein Thema auf den Weg schicken, dieses als Blog-Beitrag veröffentlichen und ausgewählte Blogger dazu einladen, innerhalb einer Woche einen Artikel zum Thema im eigenen Blog zu schreiben und das Stöckchen zwei weiteren Bloggern ihrer Wahl zuzuwerfen. Am Ende des Beitrags sollte eine Liste aller Blogs zu finden sein, die am Stöckchenwurf teilgenommen haben. Alle beteiligten Blogger sollten durchgängig das Bild zum Stöckchenwurf verwenden.

Ich bin davon überzeugt, dass es viele Anknüpfungspunkte gibt, um das Thema Nachhaltigkeit mit Sinn zu füllen. Mich treibt die Frage um, weshalb man/frau grüne Mode trägt? Wann und wie hat sich der Wandel vollzogen? Weg von konventionellen Modelabels hin zu Nachhaltigkeit und einer neuen Lebensweise?

Für mich persönlich hat es was Politisches. Neben dem direkten Erleben, was Naturfasern mit mir machen. Wenn ich, weil mir ein Teil besonders gefällt, doch noch mal Viskose oder 50% Poli-irgendwas trage, dann merke ich das tatsächlich an meinem Energielevel. Und mit dem Wissen, was dadurch an Umweltbelastung passiert und was da für Schufterei zum Nulltarif drin steckt … Nee, das geht einfach nicht mehr. Ich verzichte inzwischen lieber auf das eine oder andere Teil und „investiere“ in Bio oder Öko.

Das ist für mich wie Aktienkäufe für einen Banker. Ich glaube daran, dass sich durch meinen Einkauf die Welt regenerieren kann. Wenigstens ein bisschen. Ich bin in einer Zeit in die Schule gegangen, wo das Waldsterben gerade erst an die Öffentlichkeit kam. Meine Eltern meinten, ich spinne. Ich sah nur noch kranke Bäume.

Deshalb ist meine Klamotte auch mein Protest. Gegen alles, was mir in Sachen Umwelt zu langsam geht. Und weil ich damit auch in mein Umfeld wirken will. Nicht belehrend, aber vielleicht anregend.

Wie steht Ihr zur neuen grünen Mode? Was treibt Euch an? Wie kam es dazu?

Ich werfe mein Stöckchen zu

Kirsten Brodde und
Frans Prins

Und bin natürlich auch gespannt auf die Kommentare der Blog-Leserinnen und -Leser: Wie geht es Euch damit? Was ist Eure Geschichte?