Artikel mit den Tags "Gesundheit"

Naturkosmetik von Dr.Hauschka

Dienstag, 4. Dezember 2012

Beim Beratungstag am 29. November vergangene Woche in unserem Laden in Butzbach erklärte eine erfahre Dr. Hauschka Kosmetikerin die Anwendung der Gesichtswaschcreme. Ebenso hat sie andere Fragen zu dem besonderen Pflege-Konzept dieser traditionellen Naturkosmetik-Marke beantwortet. Unsere Kundinnen haben von dem Angebot rege Gebrauch gemacht und für den Beratungstag Termine vereinbart.

Seit 1967 die ersten Produkte der Dr. Hauschka Kosmetik auf den Markt gekommen sind, ist die Gesichtswaschcreme unverändert ein ganz zentrales Element. Denn wirksame Gesichtspflege beginnt mit der Reinigung. Richtig angewendet wirkt die Gesichtswaschcreme porenverfeinernd, ausscheidungsfördernd und klärend, sorgt also für einen klaren, rosigen Teint.

Die Inhaltsstoffe sind u.a. Wasser, Mandelmehl, Auszüge aus Ringelblume und Wundklee, Alkohol, Erdnussöl, Auszüge aus Kamille und Johanniskraut, Sonnenblumenöl, Auszug aus Zaubernuss, Weizenkeimöl, Mandelöl, atherische Öle und Auszüge aus Acerolafrüchten.

Die meisten in der Dr. Hauschka Kosmetik verwendeten Rohstoffe werden im Hause selbst hergestellt. Die verarbeiteten Pflanzen wachsen im hauseigenen Heilpflanzengarten.

Unsere Läden in Hamburg und Butzbach führen das komplette Sortiment. Ebenso die dekorative Kosmetik, mit der es möglich ist, dezent und wirkungsvoll Ihre individuelle Schönheit zu entfalten.

Wie bio ist Ihr Brot?

Dienstag, 20. November 2012

Die Stanford-Studie über Bio-Essen hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt: Angeblich seien biologisch erzeugte Lebensmittel kaum „besser“ als solche aus konventioneller Herstellung. Wir haben uns mit den letzten beiden Blogbeiträgen zum Thema angeschaut, was daran nicht stimmt. Und wie die industriellen Agrarriesen vorgehen, um sich ihre wirtschaftlichen Vorteile zu sichern, indem sie Misstrauen säen und Verunsicherung.

Heute soll es darum gehen, wie Verbraucher erkennen können, was Bio-Qualität bei Lebensmitteln ist. Denn wie in der Textilbranche gibt es auch im Lebensmittelsektor Siegel, die bestimmte Herstellungsstandards garantieren. Bei Textilien geht es um biologischen Anbau von Fasern, fair gehandelte Rohstoffe (Fair Trade Siegel), umwelt- und gesundheitsunbedenkliche Produktion (GOTS-Siegel) und faire Arbeitsbedingungen in der Konfektion (GOTS-Siegel, Mitgliedschaft in der Fair Wear Foundation). Doch wobei muss man achten, wenn man gute Milch, ungespritztes Obst und Gemüse und echtes Bio-Vollkornbrot kaufen will? Wie heißen die Siegel und wie verlässlich sind sie?

Zunächst einmal eine kleine Ernüchterung: Fair Trade ist nicht gleich Bio und Bio ist nicht gleich Fair Trade, das gilt vor allem bei Produkten aus Kakao, wie unsere heißgeliebte Schokolade. Auch Bio-Anbieter können nicht immer garantieren, dass der Rohstoff auch  fair gehandelt ist, was schmerzt, weil wir wissen, dass 97 Prozent des in Deutschland verbrauchten Kakaos aus Westafrika (Ghana, Burkina Faso, Elfenbeiküste etc.) kommt, wo auf den Kakaoplantagen schlechte Arbeitsbedingungen und auch Kinderarbeit keine Ausnahme sind.

Dann gibt es auch wieder ganzheitlich orientierte Bio-Hersteller, für die Fair Trade mit dazu gehört, weil – ähnlich wie bei hessnatur – ihr Anspruch ein ganzheitlicher ist. Das gilt für ganz “alte” Bio-Lebensmittel-Produzenten wie Lebensbaum, Naturata oder Rapunzel, die teilweise – auch hier eine Parallele zu hessnatur – ihre eigenen Richtlinien und Zertifikate haben.

Nun zu den Siegeln:

Trans Fair: Dieses Siegel weist fairen Handel aus, beim BanaFair-Logo bezieht sich das ausschließlich auf Bananen.

Neuform: Dieses Logo findet sich auf Produkten aus Reformhäusern. Es garantiert ökologische Produkte, die frei von Gentechnik, radioaktiver Bestrahlung, synthetischen Zusatzstoffen und gehärteten Fetten sind.

Bioland: Das Logo des größten Anbauverbands in Deutschland gibt es seit 1971. 5220 Biobauern, Metzger, Milchverarbeiter, Bäcker und Mühlen haben sich hier zusammengeschlossen. Sie garantieren 100%ige Bio-Qualität durch Saatgut aus ökologischem Anbau. Tiere werden vom eigenen Hof gefüttert und ausschließlich naturheilkundlich behandelt. Der gesamte Betrieb muss den Richtlinien entsprechen. Der regionale Ansatz besagt unter anderem, dass Schlachthöfe in der Nähe genutzt werden. Verboten sind chemische Hilfsmittel und Nitritpökelsalz. Kontrolliert wird staatlich unabhängig.

Naturland: arbeitet seit 1982 international nach den Bioland-Richtlinien. Zu den über 46.000 Mitgliedern weltweit zählen auch Fischfarmen, Forstbetriebe, Imker, Brauer und sogar Textilhersteller. Seit 2005 werden auch soziale Kriterien und faire Handelspartnerschaften (Fairtrade) gepflegt. Das Institut für Marktökologie (IMO) mit Hauptsitz in der Schweiz kontrolliert die Qualität global.

Demeter: Den Demeter-Bund e. V. gibt es schon seit 1924. Das Siegel garantiert die Produktion von Nahrungsmitteln und die Haltung von Tieren nach den strengen Richtlinien nach Rudolf Steiner. Ihm gehören weltweit an die  3.500 Betriebe an. Alles, was beim Anbau verwendet wird, auch die Saat, muss dem eigenen Hof entspringen, der ausnahmslos anthroposophisch bearbeitet werden darf. Als Hilfsmittel sind ausschließlich Naturpräparate biologisch-dynamischer Herkunft erlaubt. Alle  künstlichen Hilfmittel, auch in der Weiterverarbeitung, sind verboten.

EU-Bio: Seit 2010 gibt es das Siegel der Europäischen Union. Das Siegel ist eine staatliche Garantie dafür, dass mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe der ausgezeichneten Produkte aus biologischem Anbau kommen. Sie dürfen zu höchstens 0,9 Prozent aus gentechnisch veränderten Stoffen bestehen.

Die Verbraucher-Lobby Foodwatch begrüßt zwar die Einführung eines staatlich garantierten Siegels für Bio-Qualität, kritisiert aber seine Intransparenz: “Worüber sich viele Verbraucher vielleicht nicht im Klaren sind, ist dass das EU-Bio-Siegel einige Aspekte außer Acht lässt. Bei einer Bio-Tomate aus Südspanien etwa: Weder spielt der Wasserbrauch noch der CO2-Ausstoß durch den Transportweg bei der Siegelvergabe eine Rolle”, sagt Andreas Winkler von Foodwatch.

Doch die Organisation mit Sitz in Berlin will sich sowieso nicht so sehr darauf festnageln lassen, die Qualität von Bio-Lebensmitteln zu bewachen, da sie da nicht ihren Hauptauftrag sieht: „Bio-Essen ist eine Nische mit nicht einmal fünf Prozent Marktanteil. Wir fragen uns, was mit den restlichen 95 Prozent ist. Wie können wir im Sinne der Verbraucher ehrliche und qualitativ hochwertige Lebensmittel erreichen – nicht nur bei den Bio-Produzenten sondern gerade bei den konventionellen Herstellern, die den viel größeren Marktanteil ausmachen. Das ist das entscheidende Problem“, so Winkler.

Was es mit der Gefahr von gentechnisch veränderten Pflanzen und Tieren in der Agrarindustrie auf sich hat, und wo die Parallelen zur Textilindustrie sind, erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag.

TV-Tipp: “All you can eat”

Freitag, 19. Oktober 2012

Zum Wochenende noch einen TV-Tipp: ZDFneo widmet sich am morgigen Samstag und am Sonntag dem Thema „Ernährung“: Was ist gesundes Essen? Ist Bio wirklich besser? Diesen und weiteren Fragen gehen unter dem Motto „All you can eat?“ verschiedene Sendungen nachen.

Am Samstag gibt es u.a. vier sehenswerte BBC-Dokumentationen: „Essen auf der Überholspur“ um 15.45 Uhr beispielsweise zeigt, welcher Aufwand dahinter steckt, Supermärkte täglich neu und pünktlich mit Lebensmitteln zu füllen. Welche kulturgeschichtliche Bedeutung das Kochen hat, zeigt die Doku „Nahrung fürs Gehirn“ um 19.30 Uhr. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich von gekochten Speisen ernährt. Was heute so untrennbar zur menschlichen Kultur gehört, war am Anfang ein Faktor, der maßgeblich zur Entwicklung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Menschen beigetragen hat.

Dem Gift in Schuhen auf der Spur

Freitag, 11. Mai 2012

Noch nie waren Schuhe so günstig wie heute. Möglich macht das die globale Schuhproduktion. Aber die steckt voller Risiken für die Verbraucher. Immer wieder werden Rückstände von gefährlichen Giften und krebserregenden Stoffen in Schuhen gefunden, die sich nicht nur negativ auf die Umwelt auswirken, sondern auch der Gesundheit derjenigen schaden, die die Schuhe fertigen und die sie letzten Endes tragen – die Verbraucher.

Am kommenden Montag, 14. Mai zeigt das NDR-Fernsehen um 22.00 Uhr den Film „Giftige Schuhe“ von Inge Altemeier und Steffen Weber, die den Spuren der Gifte folgen und recherchieren, wie die globale Schuhproduktion die Umwelt und Gesundheit zerstört.

Wer nachlesen möchte, wie wir uns bei hessnatur für ein gesundes Schuhklima und eine nachhaltige Produktion einsetzen, dem empfehle ich den Blogbeitrag meiner Kollegin Dagmar, der hier im hessnatur-Blog erschienen ist.

Fernsehreportage: Die schmutzige Welt der Kosmetik

Freitag, 9. Dezember 2011

Die Filmemacherin Inge Altemeier blickt in ihren Filmen direkt und schonungslos hinter die Kulissen von Wirtschaftssystemen – von begasten Containern bis hin zur Textilindustrie. Am kommenden Montag, 12. Dezember zeigt der WDR um 22.00 Uhr (Wiederholung am Donnerstag, 15. Dezember um 22.45 Uhr) ihre neue Reportage „Ungeschminkt – Die schmutzige Welt der Kosmetik“.

Die Kosmetikindustrie verspreche dank Anit-Aging-Cremes, Peelings und Düften ewige Schönheit, heißt es in einer Ankündigung des WDR.  Dass Kosmetik aber auch krank und berufsunfähig machen könne, zeigt Inge Altemeier in ihrem Film. Sie recherchierte dafür viele unzureichend erforschte Wirkstoffe in kosmetischen Artikeln, die zu Unfruchtbarkeit führen oder sogar Krebs auslösen können. Besonders fatal: In Kinderkosmetik, die aus China kommt, würden häufig giftige Chemikalien gefunden werden, heißt es.

Wer die beiden Sendetermine im WDR verpasst, kann sich die Reportage nach der Ausstrahlung im Fernsehen auch online beim WDR anschauen.