Artikel mit den Tags "Gesundheit"

Wolle, die heilen kann

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Dass Wolle ihre positive Eigenschaften auch in den Dienst der Gesundheit stellt, wurde mir erstmals bewusst, als mir meine betreuende Hebamme in der Stillzeit Stilleinlagen aus Schurwolle mitbrachte. Doch nicht nur entzündete Brustwarzen, sondern auch  Bronchitis, Gelenkschmerzen, ein wunder Baby-Po und Rheuma sind Leiden, für die Wolle ein natürlicher Weg zur Linderung sein kann.

Heilwolle ist ein altes Hausmittel, das sich bewährt hat. Schurwolle von gesunden, biologisch gehaltenen Schafen wird nach der Schur nur mit Wasser gewaschen und durch Kämmen (das so genannte Kadieren) von Verschmutzungen befreit. Durch diese schonende Reinigung bleibt das natürliche Wollfett (Lanolin) in der Faser erhalten. Das hat rückfettende Wirkung.

Die Heilwolle wird in der benötigten Menge auf die schmerzende Körperpartie aufgelegt und mit einer luftdurchlässigen Bandage fixiert. Es kommt so zu einer Anhebung der Körpertemperatur um einige Grade, ohne dass man zu schwitzen beginnt. Dies führt zu all jenen Effekten, die man aus sonstigen Wärmebehandlungen kennt. Zum Beispiel die positive Wirkung auf tiefer im Körper liegende entzündliche Herde. Durch die Wolle, die am Körper aufliegt, kommt es zu einer gesteigerten Oberflächendurchblutung. Anders aber als im Dampfbad oder im Wasserbad dringt durch die Luftzirkulation frischer, trockener Sauerstoff permanent an den Körper heran.

Bei einem wunden Baby-Po wird die Heilwolle als dünnes Vlies in die Windel gelegt und bei jedem Windelwechsel erneuert. Durch die aufplusternde Wirkung des Vlieses wird Feuchtigkeit von der gereizten Haut ferngehalten und die Heilung unterstützt.

Es gilt jedoch, was für alle Hausmittel gilt: Sollte nach der Anwendung keine Besserung eintreten, sollten Sie einen Arzt, Apotheker oder eine Hebamme um Rat fragen.

Dieser Artikel wurde von unserer Praktikantin in der Markenkommunikation, Kathrin Kenntemich, recherchiert und geschrieben.

Kleidung, die krank macht

Dienstag, 27. Juli 2010

Spannender Film von Inge Altmeier – von ihr stammt bereits der Film „Das Gift kommt zurück“ – und Reinhard Hornung heute Abend von 20.15 bis 21.00 Uhr auf Arte: Unter dem Titel „Schick, aber schädlich“ geht es um Spuren gesundheitsschädlicher Stoffe in Kleidung und Schuhen. Mit dabei ist u.a. auch Rolf Heimann, Leiter Innovation & Ökologie bei hesssnatur, der in einem Interview erklärt, wie und warum hessnatur es anders macht.

Die neuesten Jeans, verführerische Dessous, trendige Schuhe – viele Textilanbieter locken mit schicker Kleidung zu günstigen Preisen. Doch der schöne Schein trügt. Oft finden sich bedenkliche Chemikalien in den Textilien. Wie zum Beispiel in den Schuhen einer Frau, die in der Dokumentation vorgestellt wird. Sie ahnte nicht, dass die teuren Schuhe mit dem Antischimmelmittel DMF belastet waren. Die Folge waren Lähmungen und beschädigte Hautpartien. Zwar ist DMF seit 2009 in der EU verboten, aber es fehlen Kontrollen. Immer wieder finden sich Spuren gesundheitsschädlicher Stoffe in Kleidung und Schuhen. Die Ursachen liegen im globalen Handel, im enormen Preisdruck und einer Modewelt, die sich jeder staatlichen Kontrolle entzieht.

Die beiden Filmemacher gehen ebenfalls der Frage nach, welche Wirkungen die schädlichen Stoffe auf den Verbraucher haben, die über die Haut in den menschlichen Organismus gelangen. Wenn sich die Giftstoffe aus der Kleidung über Jahre im Körper anreichern, können sie Allergien und Nervenkrankheiten verursachen – dieser Ansatz war es ja, der seinerzeit den Gründungsimpuls von hessnatur gegeben hat: Kleidung aus reinen und giftfreien Naturmaterialien anzubieten, die die Haut schützen anstatt ihr zu schaden.

Ich werde mir den Film auf jeden Fall anschauen und bin gespannt auf eine Diskussion darüber hier im Blog!

Wie kommt “demeter” in die Creme?

Montag, 5. Juli 2010

Im Bereich der Lebensmittel ist das demeter-Zeichen ja schon lange bekannt, als Garant für höchstmögliche Qualität. Es bürgt jedoch nicht nur für einen „gesunden Geschmack”, es werden auch Arbeits- und Lebensbedingungen bei Anbau und Herstellung der Produkte berücksichtigt.

Die demeter-Bewegung als unternehmerisches Netzwerk fördert die Entwicklung der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise, um die Lebensgrundlagen auf dieser Erde zu sichern und den Menschen in seinem positiven Wirken zu stärken … behält den Menschen und seine Bedürfnisse im Blick und wird der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Verantwortung gleicher maßen gerecht. Faire Preise und soziale Verbindlichkeit sind gemeinsame Arbeitsfelder …

Seit Anfang des Jahres sind nun auch alle Naturkosmetik-Produkte der Firma Martina Gebhardt demeter-zertifiziert, was ebenso eine außergewöhnliche Qualität dokumentiert, nämlich 100 % natürliche Rohstoffe. Während andere Zertifizierungen für Naturkosmetik teilweise zum Beispiel naturidentische Konservierungsstoffe oder auch synthetische Duftstoffe zulassen, ist dieses Zeichen in wirklich allen Punkten besonders konsequent.

Das gilt zum einen für die Auswahl der Rohstoffe; von den pflanzlichen müssen mindestens 90% aus demeter-Vertragsanbau stammen. Und auch die Herstellungsverfahren der Rohstoffe sind stark reglementiert bzw. eingeschränkt. Denn bei Kosmetik kommt es gerade in dieser Phase oft zu ganz unerwünschten Verunreinigungen, was bei der Aufzählung der Inhaltsstoffe, der INCI, überhaupt nicht unterschieden wird. So wird konventionelles Rosenblütenwasser beispielsweise unter Umständen mit synthetischen Extraktionsmitteln hergestellt, von denen Spuren natürlich auch noch im Endprodukt zu finden sind.

Kundinnen und Kunden mit besonders empfindlicher Haut empfehle ich gern die Martina Gebhardt-Naturkosmetikprodukte, denn die haben zudem schlanke Rezepturen, d. h. nur wenig Inhaltsstoffe. Die Sheabutter Cream enthält nur Quellwasser, kaltgepresstes Olivenöl*, Wollwachs, Sheabutter*, Rosenblütenwasser*, Carnaubawachs, Kakaobutter*, Vitamin E und Spagyrische Essenz von Sheabutter, Gold Silber und Sulfat (*aus kbA); das war’s!

Die Spagyrik dient dazu, wieder das zusammenzufügen, was bei der Herstellung getrennt wurde. Alle bisher nicht verwendeten Stoffe werden verascht, deren Energie in einem rhythmischen Verfahren gelöst und in einer Essenz eingebunden. Diese kann dann wieder dem Produkt und somit dem Ganzen zugefügt werden.

Vor allem bei der Baby- und Kinderpflege wünscht man sich ja eine besonders reine Qualität, die wir bei Martina Gebhardt Naturkosmetik auch finden. Zusätzlich gibt es eine Serie für die werdende Mutter – „happy mum” -, verschiedene Gesichtspflegeserien und Zusatzpflegeprodukte, Körperpflege- und Badeprodukte und eine wunderbare Fußpflegeserie “happy feet”. Auch an die Männer wurde gedacht: mit der Serie „Wild Utah“, diese enthält als Wirkstoff Salbei aus dem Wilden Westen „Indian Sage”.

Alle diese Produkte finden Sie in unserem hessnatur-Laden in Butzbach.

Ist Gen-Mais ein Thema? Wir finden: Ja, das ist es.

Dienstag, 8. Juni 2010

Gestern war es in den Schlagzeilen: Gentechnisch verändertes Saatgut ist auf deutschen Feldern in sieben Bundesländern ausgesät worden. Greenpeace hatte dies schon Anfang März aufgedeckt, doch bis Ende April zog sich die Recherche hin, wohin die verkaufte, verunreinigte Maissaat gelangt war. Nur per Gerichtsbeschluss ließ der vertreibende Betrieb die Informationen raus. Und das, obwohl wir ein Aussaatverbot für genetisch veränderten Mais in Deutschland haben.

Heute schon liest man verhöhnende Worte: die Verunreinigung von 0,1 % wäre doch nahezu lächerlich. Das wären laut Greenpeace 100 genveränderte Pflanzen pro Hektar. Das klingt im ersten Schritt wenig. Nur wer im Biologieunterricht der Mittelstufe ein bisschen aufgepasst hat und sich mit der Darwinschen Vererbungslehre beschäftigt hat, der weiß, wie schnell unser natürlicher Mais mit MON 810 eins geworden ist.

Wie unterlaufe ich Gesetze, die ich missbillige, das ist hier wohl eher die Frage. Denn was nützt ein Gesetz, wenn das verbotene Saatgut erst mal auf den Feldern ist? Rolf Heimann, unser Mann für Ökologie und Innovation hier im Haus, hat uns ja erst vor kurzem einen wertvollen Beitrag zu diesem Thema gebracht. Monsanto und die Bio-Baumwolle. Monsanto und der Maisanbau. Und überall wird mit unlauteren Mitteln gearbeitet. Ein Narr, der glaubt, das Ganze hätte kein System.

Dass ökologische Katastrophen nicht immer laut daher kommen, lässt sich angesichts der Ölkatastrophe vor der mexikanischen Küste schwer darstellen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle warnen, die Genmais-Verunreinigung auf die leichte, gar lächerliche Schulter zu nehmen. Durch die Ernährung mit genverändertem Mais wurden in Tierversuchen Blutbildveränderungen festgestellt. Ich möchte die Auswirkungen  nicht erleben müssen. Nicht bei meinen Kindern. Nicht bei meinen Enkeln. Und auf keinen Fall in der Natur.

Sauer macht lustig

Mittwoch, 5. Mai 2010

Set

Die meisten Sprichwörter machen ja für gewöhnlich Sinn. Immer wieder ist jedoch zu hören, dass eine Übersäuerung des Körpers bzw. der Zellen eine geeignete Voraussetzung für viele Krankheiten sei. Das ist in Wahrheit weniger lustig.

Unser Stoffwechsel ist ein hochkompliziertes System und funktioniert bei gesunden Menschen einwandfrei, so dass geringfügige Schwankungen ausgeglichen werden können. Das Wort Stoffwechsel hört sich so banal an, doch es umfasst die vielen komplexen chemischen Vorgänge und Prozesse, die sich überall in unserem Körper abspielen. Es ist eine Bezeichnung dafür wie das, was – auf welchem Weg auch immer – in unseren Körper gelangt, an verschiedensten Stellen weiter verwertet wird.

Beeinflusst wird das von allen möglichen Umständen und Faktoren wie z. B. dauerhaft einseitiger Ernährung, Hormonschwankungen, Medikamenteneinahme oder zu viel Stress. Immer ist die Folge ein dadurch ausgelöster Mangel an Nährstoffen oder aber ein Zuviel an „Restmüll“, was letztendlich die Ursache für einen unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ist.

Ein überzeugendes Konzept, um darauf positiv einwirken zu können, bietet die Firma Droste Laux an, deren Produkte wir im Laden Butzbach führen. Neben Sport und ausreichendem Ausgleich an Entspannung sind die wichtigsten Säulen einer Entschlackungskur:

  1. Der Entschlackungstee
  2. Das pflanzliche Granulat
  3. Das Basische Entschlackungsbad

Der wohlschmeckende Entschlackungstee aus verschiedenen Blüten unterstützt die Säurelösung. Besonders bei Cellulite- und Fastenkuren und zur Gewichtsreduzierung hilft der traditionelle Medizinaltee den Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Das pflanzliche Granulat, ein Lebensmittel aus über 60 Zutaten, ist bestens geeignet, um während einer Fasten- oder Entschlackungskur eine Übersäuerung durch Mineralstoffmangel zu vermeiden. Nahrungsergänzungsmittel mit ausschließlich natürlichen Zutaten wie dieses sind selten zu finden. Es bietet sich auch für den täglichen Gebrauch an, falls es mal nicht gelingen sollte, sich ausgewogen zu ernähren.

Mit einem ph-Wert von 8,5 fördert das Basische Entschlackungsbad zusätzlich die Ausleitung von Säuren und Stoffwechselschlacken über die Haut. Neben Meersalz und natürlichen Mineralien enthält es feinst vermahlenen Edelsteine Aquamarin, Bergkristall und Rosenquarz. Es steht für Reinigung, Frische, Selbstfettung, Geschmeidigkeit und Ausstrahlung und verleiht ein schönes, samtig weiches, angenehm riechendes Hautbild. Therapiebegleitend wird es auch empfohlen bei Neurodermitis, Psoriasis, Haut- und Nagelpilzen sowie bei Muskelkater, Verspannungen oder Fußschweiß.

KomplettsortimentErgänzend zu dem Basis-Programm gibt es ein tiefenreinigendes Körperpeeling, eine zart-weiche Duschcreme und eine zur Selbstregulation anregende Körperlotion. Die in allen drei Produkten enthaltene Original Rügener Dreikronenkreide sorgt neben einer Vielzahl an Mineralien für eine besonders feincremige, hautatmungsaktive Rezepturformel.

Auch an das Gesicht wurde gedacht, mit der milden Gesichtswaschcreme zur Tiefenreinigung, einer erlesenen aufbauenden Gesichtsmaske zum Verwöhnen und einer luxuriösen Gesichtscreme, die wegen ihrer Ausleitungs- und gleichzeitigen Abbindungsfunktion auch bestens als Nachtcreme geeignet ist. Eine reichhaltige, schmeichelnde aber nicht nachfettende Basische Handcreme rundet das Sortiment ab.

Alle Produkte versorgen die Haut mit wertvollen Mineralstoffen oder bewirken eine gute Ausleitung von Stoffwechselresten. Und um noch einmal zu dem Sprichwort zurück zu kommen: Es gibt viele saure Lebensmittel wie Zitronen, Orangen oder Sauerkraut, die den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralien versorgen und dementsprechend basisch wirken, also macht sauer doch lustig!