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“Not without you!” – Das neue Statement-Shirt von Miguel

Sonntag, 3. Oktober 2010

Mit unserer Herbst Basics-Kollektion ist auch das neue Statement-Shirt von hessnatur-Designer Miguel Adrover erschienen, das den Titel „Not without you“ trägt. Das Shirt gibt’s für Damen und Herren.

Für das Design hat sich Miguel von Afrika und seiner Geschichte inspirieren lassen: “Dieser Kontinent mit seinen vielen Ländern und Kulturen ist so unglaublich wertvoll, genauso wie seine Landschaften, Regenwälder und der Artenreichtum“, betont der Designer. „Hier schlägt für mich das Herz der Erde, das es zu bewahren und zu beschützen gilt. Wir haben die Zukunft in der Hand.“ „Not without you“ fordert er – Nicht ohne Dich, Afrika!

Produziert wurde das T-Shirt aus 100 % Bio-Baumwolle bei Grameen Knitwear in Bangladesch. Die Zusammenarbeit mit der Textilkonfektion in Dhaka, die zur so genannten Grameen-Familie von Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus gehört, besteht übrigens schon seit zwei Jahren – im Herbst 2008 kam zur Fashion Show von hessnatur in New York das erste Statement-Shirt heraus.

Unser Engagement trägt Früchte: Denn jedes verkaufte T-Shirt aus unserem Projekt unterstützt das „hessnatur Scholarship Program“ von Grameen Shikkha. Diese Initiative fördert die Ausbildung von bengalischen Studentinnen und Studenten. Aktuell können wir 39 junge Menschen damit fördern. Das hessnatur Scholarship Program zahlt bis zum Abschluss ihre komplette Ausbildung und das Universitätsstudium. Mit Bildung langfristig Nachhaltigkeit schaffen,  und das in einem der ärmsten Länder der Erde.

Fatema

Montag, 29. März 2010

Von jedem Statement-Shirt, das wir in den Produktionsstätten von Grameen Knitwear in der bengalischen Hauptstadt Dhaka produzieren lassen, fließt ein Teil des Verkaufserlöses in ein soziales Projekt vor Ort: das hessnatur Scholarship Program bei Grameen Shikkha. Grameen Shikkha ist sozusagen die „Bildungsinitiative“ des Grameen Netzwerks, das von Nobelpreisträger Professor Muhammad Yunus ins Leben gerufen wurde.

10.000 Euro haben wir bereits an Grameen Shikkha überwiesen – das Geld wird bei der Grameen Bank angelegt und für Kleinkredite verwendet, von den Erträgen können neun Schüler und Studenten in Bangladesch zur Schule und Universität gehen – eine Chance für ihre Zukunft, die es ohne Partnerschaft wahrscheinlich nicht gegeben hätte. Vor einigen Tagen habe ich eine E-Mail aus Bangladesch bekommen – eine E-Mail von Fatema, eine „unserer“ Schülerinnen, die die siebte Klasse besucht:

„Hallo! Ich heiße Fatema. Ich komme aus dem Dorf Bakal in Bangladesch. Gemeinsam mit meinen fünf Geschwistern und meinen Eltern Matlab und Monowara lebe ich dort in einer Hütte aus Blechdosen. Mein Vater ist erkrankt und kann daher keinen Beruf mehr ausüben. Auch eine Anbaufläche, um Lebensmittel anzupflanzen, besitzen wir nicht. Glücklicherweise ist meine Mutter ein Kreditkunde der Grameen Bank.

Aktuell gehe ich in die 7. Klasse der Agailjhara M.M. Girls’ High School in Agailjhara, Barisal. In meinem letzten Zeugnis hatte ich nur Einsen. Mein Traum ist es Ärztin zu werden. Dann kann ich meinem Vater helfen. Auch meine drei jüngeren Geschwister dürfen zur Schule. Meinen älteren Geschwister (18 und 19 Jahre alt) war dies leider nicht möglich. Aber sie haben einen Job: einer als Hoteljunge, der andere in einer der vielen Textilunternehmen in der Hauptstadt Dhaka.

Durch mein Stipendium, Grameen und meine Brüder haben wir heute ein Monatseinkommen von 50 bis 60 USD. Ich bin stolz darauf in die Schule zu gehen. Mein Vater hat nur die Grundschule abgeschlossen. Meine Mutter schaffte es in die Oberschule, musste diese aber aus Mangel an finanziellen Mitteln nach der 6. Klasse abbrechen. Und jetzt komme ich. Vielen Dank!
Eure Fatema!“

Wir bei hessnatur haben uns sehr über die E-Mail gefreut – und freuen uns ebenso darüber, dass wir uns mit Unterstützung unserer Kundinenn und Kunden vor Ort engagieren können.

Wissen Sie eigentlich, was Sie tragen?

Freitag, 5. März 2010

Ich meine Ihr T-Shirt. Haben Sie da schon mal genauer aufs Etikett geschaut? Wo kommt es her? Und wo wurde die Baumwolle dafür angebaut? Ich vermute, dass das nicht erkennbar ist auf diesen langen, fast papierartigen Anhängseln, innen in der linken Seitennaht der meisten Markenshirts. Oder hinten in der obere Mitte.

Die meisten kaufen ihr T-Shirt doch nur, weil es toll aussieht. Der Aufdruck oder die Farbe. Oder die Marke, die dann irgendwo erkennbar ist. Kann der Impuls auch sein: Ich kaufe genau dieses T-Shirt, weil es aus einem Bio-Baumwollanbau-Projekt aus Burkina Faso stammt und in Bangladesch sozial fair gefertigt wurde?

Gemessen an der gesamten Menge verkaufter T-Shirts weltweit ist der Bio-Baumwollanteil verschwindend gering. Es gibt ein paar Versuche, z.B. von Greenpeace oder von Pietra Rivoli, die Entstehung dieses allgemeingültigen Kleidungsstückes zu beleuchten und zu dokumentieren. Um sichtbar zu machen, wieviel Drama und menschenunwürdige Arbeitsbedinungen überhaupt möglich sein können. Unvorstellbar und leider unbeachtet von der Mehrzahl der T-Shirt-Bewohner und –besitzer.
Unser Burkina Faso-Projekt hat im November 2009 wieder geerntet. Darüber haben wir schon berichtet. Im kbA-Anbau wird von Hand gepflückt (Michi hat sich davon überzeugt)! Und GMO ist auch nicht drin, wie wir wissen. Was ist eigentlich notwendig, um allen Menschen näher zu bringen, dass es nur so gehen kann?

Wenn wir unseren Kindern eine Zukunft hinterlassen wollen, wird es Zeit, solche Projekte wie Pilze aus dem Boden schießen zu lassen. Um Hoffnung zu schenken und Zukunft zu gestalten. Professor Yunus ist einer, der mit seiner Vision und Mikrokredit-Idee vielen Menschen eine neue Perspektive ermöglicht. Zuerst waren es nur er und seine Studenten. Und heute studieren die Kinder der ersten Generation von Kreditnehmerinnen.

Wir stehen für T-Shirts mit Geschichten. Und für Transparenz in der textilen Kette. Es ist ganz einfach, ein Teil davon zu werden. Ein Statement-Shirt teilt anderen mit, wofür wir selbst stehen. In der kommenden Woche zeigen wir mehr davon.

Social Business: Der Traum einer besseren Welt

Dienstag, 19. Januar 2010

GCL Website

Am Wochenende kamen sie wieder zusammen: Zum Grameen Creative Lab, diesmal in der Alten Schmelze in Wiesbaden, wo alle TeilnehmerInnen sofort spüren konnten, was social business bedeutet und welche Energie hier freigesetzt werden würde. Ziel ist es, an der Seite von Muhammad Yunus die Armut dieser Welt ins Museum zu verbannen. Die Ideen dazu sind so vielfältig, wie wertvoll. Menschen aller Altersgruppen und mit den unterschiedlichsten Hintergründen erfuhren an diesem Wochenende mit Hans Reitz und Saskia Bruysten, was sich seit dem letzten Lab getan hat. Die beiden hauchen dem Ganzen Leben ein, nehmen uns alle mit auf ihrem Weg zur Realisierung ihrer Vision und bringen Kreative auf einer genialen Plattform zusammen.

GCL WorkshopEs ging an dem Wochenende nicht nur um die Armutsbekämpfung in Afrika – nein, zum Einstieg in die 24 Stunden-Schulkasse zeigte das Team des Lab ein Video über Hartz IV-Schicksale. Also auch Armut in Deutschland im Fokus. Kreativ und schon etabliert stellte uns Carsten sein Projekt der Bücherbrücke für die Mongolei vor. Genial und einfach – und es funktioniert. Die Beispiele, große wie kleine, machen Mut selbst anzufangen. Ideen fallen hier auf einen fruchtbaren Nährboden.

In einzelnen Workshops haben wir aktiv und frei an verschiedenen Themen gearbeitet. Wer mehr dazu wissen möchte, kann hier tiefer einsteigen.

Das Wochenende war unglaublich inspirierend. Durch die Menschen, die Michi und ich kennenlernten. Und durch Hans, Saskia und das ganze Team, die uns entzündet haben für die große Idee. Es wird eine große Welle werden.

Im Kampf gegen die Armut – Muhammad Yunus in Wiesbaden

Donnerstag, 5. November 2009

YunusHeute abend werden wir unserem Projekt in Bangladesch, der Zusammenarbeit mit Grameen Knitwear, sehr nahe kommen. Denn: Professor Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger 2006, kommt nach Wiesbaden und spricht um 20.00 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im “Schlachthof” (Anmeldung unter november at grameencl.com).

Neben seiner Arbeit als Wirtschafts-wissenschaftler schrieb er das Konzept für die Grameen Bank. Diese vergibt Mikrokredite und diese helfen den Ärmsten der Armen aus der Armut heraus. Yunus gilt als Begründer der Social Business Bewegung und ist Berater der Regierung von Bangladesch.

Er wird am Wochenende in Berlin, anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls, beim Vision Summit dabei sein und damit seine Mission sehr bildhaft werden lassen: „Another wall to fall“. Er will die Armut bekämpfen, will sie nur noch im Museum sehen. Mit vielen Vertretern des noch jungen Social Business wird es dort einen wertvollen Austausch geben.

„I am always happy to meet with people interested in my work, especially if they can help in the battle to alleviate and ultimately eliminate global poverty.“
(Prof. Muhammad Yunus)

Der Vortrag heute abend wird uns einstimmen. Wir werden wieder berichten.