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Schwitzen ist lebensnotwendig

Mittwoch, 5. August 2009

KristallViele kennen es: Ewig benutzt man/frau dasselbe Deo und auf einmal, oh Schreck, bilden sich rote, stark juckende Flecken in den Achselhöhlen und „nichts geht mehr“. Was ist da los?

Besonders problematisch bei konventionellen Deos sind – neben den Bakterien tötenden synthetischen Konservierungsstoffen und den stark riechenden synthetischen Duftstoffen – die eingesetzten, ebenso synthetischen Aluminiumsalze Aluminiumchlorid oder Aluminiumchlorhydrat. Diese verhindern durch eine Abdichtung der Poren, dass Schweiß austreten kann. Die Deos werden darum auch Anti-Transpiranz genannt. Da sie auf eine ziemlich aggressive Art und Weise wirken, können neben Rückständen im Körper entzündliche Reaktionen und schlimmstenfalls eine Beschädigung der Schweißdrüsen die Folge sein (aus „Schön um jeden Preis“ von Rita Stiens).

Etwa 2 bis 3 Mio. Schweißdrüsen hat der Mensch, ca. 100 pro cm², darüber sondern wir täglich ca. ½ bis 1 Liter Flüssigkeit ab. Schwitzen ist lebensnotwendig, denn steigt die Körpertemperatur, wird die Schweißproduktion angekurbelt, Flüssigkeit tritt an die Hautoberfläche und die entstehende Verdunstungskälte verhindert die Überhitzung des Körpers.

Bei der Wahl des Deos ist also darauf zu achten, die natürliche Funktion des Körpers nicht zu stören und sozusagen lediglich „Schadensbegrenzung“ zu betreiben.

Naturkosmetische Deos hatten wegen der schlechten Wirksamkeit lange Zeit keinen guten Ruf. Die meisten wirken ausschließlich desodorierend, was bedeutet, dass lediglich der unangenehme Geruch, der durch schweißzersetzende Bakterien entsteht, verhindert wird. Hauptwirkstoff ist Farnesol, Bestandteil natürlicher ätherischer Öle, mit starker antibakterieller Wirkung.

Seit einigen Jahren sind nun Alaun-Deos auf dem Markt, vor allem bekannt als Deo-Stein oder Deo-Kristall. Das kristallines Pulver, aus Alaunerde und Alaunschiefer gewonnen, ist ein natürliches Aluminiumsalz und hat neben der guten antibakteriellen auch geringe schweißhemmende Wirkung. Doch ist diese sehr mild und somit eine Schädigung der Drüsen nicht zu befürchten, denn die Tonerden spalten kein freies Aluminium ab.

Es gibt auch künstlich hergestellte Alaungesteine, die sich in der Art der Kristallisation unterscheiden. Nur die mehrfach kristallisierten eignen sich zu kosmetischen Zwecken, während die einfach kristallisierten unter anderem zur Wasseraufbereitung verwendet werden. Je klarer der Kristall, umso hochwertiger ist die Qualität. Bei der INCI-Deklaration ist leider kein Unterschied zu erkennen, wir sind auf die sorgfältige Auswahl der Rohstoffe des Herstellers angewiesen.

Auch wenn der Sommer uns dieses Jahr nicht so richtig zum Schwitzen bringt, lohnt es sich durchaus mal, in unseren Kosmetikregalen nach Deos zu stöbern. Die Auswahl ist wirklich beachtlich und auch die Wirksamkeit hat sich deutlich verbessert. Wenn Ihr natürliches Deo auf einmal „versagt“, sollten Sie mal wechseln. Natürliche Inhaltstoffe verändern ihre Wirkung im Zusammenspiel mit veränderten Bedingungen. Die Zusammensetzung des Schweißes wird beeinflusst durch Hormone, veränderte Ernährungsgewohnheiten, Medikamenteneinnahme etc.

Wer sehr empfindlich ist, dem empfehle ich Kristall-Deo-Sprays oder –Rollons. Das bereits in Wasser gelöste natürliche Alaun ist gut verträglich und auch ohne jegliche Zusätze und Duftstoffe sehr wirksam!

T-Shirts mit UV-Schutz für den Sommer

Mittwoch, 15. Juli 2009

Die Badesaison ist eröffnet, die Ferien stehen vor der Tür! Es gibt doch nichts Schöneres für die Kids als Ferien … Einige werden in den Urlaub fahren, andere wiederum bleiben zuhause. Ich hoffe, dass das Wetter so schön bleibt und die Kinder ihre Ferien bei diesem Wetter voll genießen können.

Aber Achtung: So schön die Sonne auch ist, ist sie nicht ganz ohne Gefahren. Wichtig ist es, dass die Haut den richtigen Sonnenschutz bekommt. Besonders bei Kindern und Kleinkindern ist es wichtig, sich nicht zu lange in der Sonne aufzuhalten. Außerdem sollte die Haut gut abgedeckt werden, denn insbesondere die Haut der Kleinen ist um ein vielfaches sensibler als die der Erwachsenen. Denn der Eigenschutz der Kleinen baut sich erst in einem Alter von zwei Jahren langsam auf. Aus diesem Grund sollte Kinderhaut besonders gut geschützt sein. Der beste natürliche Sonnenschutz ist meiner Meinung nach Schatten und Kleidung.

Um die junge Haut vor der hohen Sonneneinstrahlung noch besser zu schützen, haben wir T-Shirts mit UV-Schutz von der Internationalen Gemeinschaft für angewandten UV-Schutz prüfen lassen und können Ihnen nun geprüfte UV-Schutz T-Shirts anbieten. Eins für Kinder, aber auch für Erwachsene, die natürlich auch einen Schutz brauchen. Die T-Shirts haben einen geprüften Lichtschutz von LF 20. DIe Babykollektion meines 8 Wochen alten Enkels Paul haben wir mit ein Sonnenhütchen von hessnatur aufgestockt, das auch den Nacken vor der Sonne schützt.

Ich denke, so gut ausgestattet kann der Sommer ohne Gefahren genossen werden. Aber bitte auch das Eincremen nicht vergessen.

Gedanken zum Sonnenschutz: synthetisch oder mineralisch?

Dienstag, 7. Juli 2009

Jetzt ist er endlich da, der Sommer, und es vergeht kein Tag, an dem ich im Laden Butzbach nicht nach den Sonnenschutz-Produkten von Dr. Hauschka oder Weleda gefragt werde, die leider der neuen Verordnung für Sonnenschutzmittel – bezüglich der Auslobung der Höhe des Lichtschutzes – zum Opfer gefallen sind.

Der UV-A-Schutz soll mindestens ein Drittel des UV-B-Schutzes betragen, weil festgestellt wurde, dass es zu immer mehr Hautschäden aufgrund der intensiven Sonnenbestrahlung kommt. Auch gibt es statt der bisher üblichen Lichschutz-Faktoren in Zukunft zur Klassifizierung die Bezeichnungen niedrig, mittel, hoch und sehr hoch.

Die meisten der naturkosmetischen Sonnencremes sind demnach nur bei “niedrig” einzustufen – und wer mag die dann noch kaufen? Nur Lavera schafft es in die Klasse mittel. Die Cremes mit den ehemals hohen Lichtschutz-Faktoren 25 bis 40 wurden entsprechend dem nachgewiesenen UV-A-Schutz auf 15 bis 20 – also „mittel“ – herabgesetzt.

Besonders empfohlen (ich bin schon ganz gespannt auf den nächsten Öko-Test zu diesem Thema) werden also zurzeit tatsächlich die Cremes mit den synthetischen Lichtschutzfiltern, weil sie einen besonders hohen Schutz aufzuweisen haben und man/frau damit etwas länger in der Sonne „braten“ kann.

„Chemische Lichtschutzfilter liegen nicht wie eine abschirmende Decksubstanz zwischen Haut und Strahlung, sondern wirken durch Reaktionen auf und mit der Haut. Diese Prozesse sind der Grund für ihre oft nicht unerheblichen Nebenwirkungen, denn die Filterwirkung beruht darauf, dass Moleküle einen bestimmten Wellenbereich aufnehmen. Das geht nicht spurlos an Ihnen vorbei: Sie werden dadurch verändert. Es können neue Molekülverbindungen entstehen, die ein stark allergisierendes Potenzial haben oder zu phototoxischen Reaktionen führen. Alle fünf der von Schweizer Wissenschaftlern getesteten synthetischen UV-B-Filter reagierten im Labortest wie Östrogene, und die können das Wachstum von Krebszellen beschleunigen.“ (aus „Schön um jeden Preis“ von Rita Stiens, Südwest-Verlag)

Ebenso wird die Wirkung der mineralischen Mittel zurzeit heiß diskutiert. Ihre Lichtschutzwirkung geschieht durch die Abdeckung mit Mikropigmenten, auch Nanopartikel genannt. Die stehen unter Verdacht, bei offenen oder wunden Stellen die Hautbarriere zu durchdringen.

Noch gibt es keine Studien, wie sich generell die Verwendung von konventioneller Kosmetik in Verbindung mit intensiver Sonnenbestrahlung auf die Haut auswirkt – verglichen mit Naturkosmetik. Oder aber langfristig synthetischer Sonnenschutz kontra mineralischem. Das fände ich ja mal interessant! Ich vermute, dass es noch ganz andere, wissenschaftlich bisher nicht berücksichtige Faktoren in der Zusammenwirkung von Sonne, Kosmetik, Sonnenschutz, Umweltbelastung etc. auf der Haut gibt.

Tja, was kann ich Ihnen nun raten? Ich habe für mich und meinen 9-jährigen Sohn entschieden, dass ich den mineralischen Lichtschutz in jedem Fall bevorzuge und wir uns, damit geschützt, möglichst wenig in der prallen Sonne aufhalten. Soweit das bei einem leidenschaftlichen Fußballer überhaupt möglich ist :-)
Bei Überlegungen dazu ist es wichtig, alle gegebenen individuellen Faktoren zuberücksichtigen.

Gern beantworte ich Ihre Fragen zu diesem sehr komplexen Thema hier im hessnatur-Blog.

Ein Wolle-Seide-Body für Paul

Mittwoch, 20. Mai 2009

Jetzt ist es soweit: Ich bin Oma geworden, vor 14 Tagen kam mein süßer Enkel Paul auf die Welt.

Es ist so schön Oma zu sein. Ich hätte es mir so gar nicht vorstellen können – einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl! So ein kleines Wesen ist doch immer wieder ein kleines Wunder. Und was macht man, wenn man Oma ist? Man darf den Enkel verwöhnen. :-)

Ein schöner Gang dabei ist unser Laden, der gleich 100 Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt ist. Und der mich immer verführt etwas mitzunehmen.

Für Neugeborene ist es so wichtig, dass sie die richtige Kleidung tragen. Ganz toll für Paul finde ich unsere Wolle-Seide-Bodies, die ihn schön wärmen und sehr angenehm auf der Haut ist. Vor kurzem habe ich auch wieder gelesen, wie wichtig es ist, dass Babies eine Mütze tragen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Dafür ist unsere Baumwoll-Mütze hervorragend geeignet. Bio-Wolle, Wollfrottee, Wolle-Seide-Mischungen – temperaturausgleichend und optimal für die Kleinen, auch im Sommer. Ich freue mich auf eine schöne Zeit mit Paul!

Shiatsu-Massage

Donnerstag, 14. Mai 2009

Am Samstag war ich im hessnatur-Laden in Butzbach einkaufen. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich im Atrium des Ladens viele Sitzkissen und Massagedecken entdeckt habe – und mitten unter den Muttis und Vatis, die dort mit ihrem Nachwuchs sitzen und massieren, auch meine Kollegin Julia aus dem Bereich Marketing und Vertrieb mit ihrem Sohn Paul. Sie hat zusammen mit den Kollegen aus dem Laden die Shiatsu-Massage für Babies organisiert.

Zu Gast war an diesem Tag die Shiatsu-Lehrtherapeutin und Autorin Karin Kalbanter-Wernicke, unter deren Anleitung die Eltern erste Massagegriffe lernen konnten, um damit ihren Kindern was Gutes zu tun. Das hat mich an meine Erfahrungen mit Energie- und Körperarbeit erinnert, die ich vor Jahren dank einer sehr guten Physiotherapeutin machen durfte. Schon eine sehr schöne und bereichernde Angelegenheit!

Shiatsu ist eine sanfte Massage und, wie Julia mir erzählt hat, auch eine besondere Form der Beziehungspflege. Die besonders wichtig und förderlich für Eltern und ihren Nachwuchs ist. Shiatsu beruht auf der alten Tradition der chinesischen Massage, wurde im vergangenen Jahrhundert in Japan weiterentwickelt und heißt wörtlich übersetzt „Fingerdruck“ – wobei bei der Behandlung, was ich auch noch nicht wusste, der ganze Körper eingesetzt wird. Das nimmt Einfluss auf die verschiedenen Energie-Meridiane im Körper, was zu Entspannung führt und gleichzeitig auch Energien freisetzt, im Sinne des japanischen Ki.

Am kommenden Samstag, 16. Mai findet übrigens der nächste kostenlose Shiatsu-Workshop statt – nicht nur für Babies, sondern auch für Erwachsene. Dabei werden erste Massagegriffe gelernt, zwischen den Terminen stehen die Therapeutinnen für Infos zur Verfügung. Jeweils um 11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr finden Schnupperkurse statt.