Artikel mit den Tags "Karmakonsum"

Gutes Karma nächste Woche in Frankfurt

Montag, 30. Mai 2011

Zum fünften Mal lädt Karmakonsum in der nächsten Woche zur Karmakonsum Konferenz und zum Greencamp nach Frankfurt ein. An zwei Tagen geht es um zukunftsweisende Nachhaltigkeitsthemen, zudem öffnet sich das Event mit etablierten und innovativen Veranstaltungsteilen für Bürger aus Frankfurt und Umgebung, die an Nachhaltigkeit und Gesundheit interessiert sind. Anmeldungen zu den beiden Veranstaltungstagen mit Konferenz und Green Camp sind hier noch möglich.

Die Bandbreite der Themen der Konferenz ist groß, sie reicht von Carrot Mobs, nachhaltigem Einzelhandel bis zu den Möglichkeiten von Regionalwährung. Am Freitag können die Teilnehmer des Green Camps 30 Themen in Kleingruppen bearbeiten und deren Ergebnisse im Plenum vorstellen. Das Green Camp ist ein innovatives basisdemokratisches Konferenzformat, bei dem die Teilnehmer Inhalte im Vorfeld selbst festlegen und sich mit anderen Kreativen, Start-Ups, Trendsettern und Menschen vernetzen, die einen nachhaltigen Lebensstil leben. „Der Wandel fängt bei jedem selbst an. Das Green Camp ist eine ideale Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen und neue nachhaltige Ideen zu diskutieren und sich für die Umsetzung zusammenzuschließen“, sagt Karmkonsum-Gründer Christoph Harrach.

Vor der Verleihung des Karmakonsum-Gründerawards am Donnerstag Abend findet auf dem Börsenplatz (die Veranstaltung findet im Ludwig-Erhard-Saal der Börse Frankfurt statt) ein Yoga Mob statt, „Frankfurts größte öffentliche Yogastunde“. Zum Abschluss der Karmakonsum-Konferenz wird für die Konferenzteilnehmer und interessierte Frankfurter Radfahrer am Freitag Abend eine Stadtführung per Fahrrad angeboten – kurzum ein „Karma Ride“ laut Veranstaltungsinfo :-) .

Der Katalysator Web 2.0

Freitag, 25. Juni 2010

Österreich ist stark vertreten hier auf der Karmakonsum Konferenz! Liegt’s dran, dass Österreich nicht bei der WM beteiligt ist? Hannes Offenbacher kommt mit diesem Thema gut rein in seinen Vortrag und erzählt uns von seinen ca. 8000 Kontakten, die er via Twitter, Facebook und Co. heute hat. Als 1983-er Jahrgang ist er stark mit diesen Medien aufgewachsen. Der “Ideenarchitekt” hat einen eigenen Blog, hat morgen eine eigene Messe der Nachhaltigkeit in Wien. Er kennt Christoph Harrach schon seit mehr als drei Jahren, heute haben sie sich endlich real kennengelernt.

Gerade vergleicht er seinen Geburtsort mit 8000 Seelen mit dem, was im Netz passiert. Nicht viel anders. Wahrnehmung, Anerkennungsbedürfnis, Dazuzugehören usw., wie im richtigen Leben, das findet analog im Net statt. Auch gesellschaftliche Verpflichtungen, eben Traditionen, finden in den Blog-Karnevals ihre Spiegelung. Wer dazugehören will, macht mit. Alpha-Blogger, ein Wort,das mir wirklich einige Bilder in den Kopf schießen lässt, sind diejenigen, die am stärksten ziehen, die größte Verbreitung haben, virales Potenzial haben.

Genau: wenn wir eine neue Stadt besuchen, lesen wir keine Bücher mehr vorher, wohin man gehen kann, man setzt eine Frage in die Community: Wer war da schon? Wer hat einen Geheimtipp.

“Mach einen Wirbel”: Geh ins Netz und suche Mitmacher, Mitstreiter. Finde Dynamik. Flashmob, Carrotmob. Er erzählt über eine Uni-Audimax-Besetzung, die durch Facebook, Twitter und Co. viele Leute – 750.000 – erreicht hat – aus der open-source-Technik ohne Plan eine Demo machen. Unglaublich, oder?!

Ganz neu: Flattr. Du lädtst Dir ein kleines Guthaben auf einen Account und kannst das einsetzen, wenn Du Seiten siehst, die Dir gefallen. Fan werden für ein Projekt. Und dann kann ich einen Cent dafür geben. Wenn viele das machen, bekommt das Projekt plötzlich eine Art Mikrokredit. Gute Idee!

Interdisziplinäre Teams, sich ergänzende Stärken:  Ideenfunken aus Österreich. Genossenschaftliche Gedanken hegen. Und pflegen. Da könnte noch viel gehen. Vielleicht eine “grüne” Tankstelle? Die Bürger einer Stadt machen das zusammen. Gute Ideen vom Ideenarchitekten aus Österreich!

Von Sehnsüchten und Ökosex

Freitag, 25. Juni 2010

Nach der Mittagspause: Vor dem nächsten Vortrag gibt’s Unterhaltung – Ökotainment – mit Peter und Martin Unfried. Die beiden Brüder – der eine taz-Redakteur, der andere Ökosex-Kolumnenschreiber – witzeln gerade über Problembären der Ökobewegung. Problematisch: Schauspieler Christoph Maria Herbst macht Werbung für RWE (“Ich dachte, dass sei einer von uns, von der Ökosex-Bewegung”), Vorzeigebeispiel: Fußballer Lukas Podolski macht Werbung für Solardächer. Aber macht ihn das “ökosexy”?

Von Sehnsüchten und so genannten Werteräumen hat vor der Mittagspause Nicole Lüdi vom Gottlieb-Duttweiler-Institut aus der Schweiz gesprochen. Spannender Forschungsansatz, der zusammen mit dem Next Practice-Institut von Prof. Peter Kruse entwickelt wurde.

Dabei werden nicht vorgegeben Kategorien zu Wertesystemen erfragt, sondern praktisch durch die Interviewten selbst erschaffen. Erkenntnis aus der Studie zum Thema Ernährungswandel: Die Menschen sehnen sich nach einer Verbindung zurück zum Ursprünglichen, Natürlichen, was aber nicht nostalgisch verklärt sein darf. Ursprünglich, geborgen, vertrauensstiftend, entschleunigt – das sind Werte, Sehnsüchte – oder um es mit den Worten von Lüdi zu sagen, “ein Gespür für einen besseren Zustand”, die uns auch in Sachen Bekleidung beschäftigten. “Das ist ja auch das Thema unserer Handstrickwolle”, flüstert mir Dagmar gerade zu (Fußnote: Im neuen Herbst/Winter-Katalog, der in diesen Tagen erscheint, werden wir Handstrickwolle in Bio-Merino-Qualität anbieten – den hessnatur-Schal zum Selberstricken).

Zurück zu den Unfried-Brüdern, jetzt wird wieder gesungen und Gitarre spielt … “Und dann kam jemand von VW … Nachhaltigkeit tut nicht weh” – mehr von uns von der Karmakonsum Konferenz heute Nachmittag hier im Blog.

Glücklich, hier zu sein

Freitag, 25. Juni 2010

In Buthan wird Glücklich sein über Produktivität gestellt, ein geniales Ende des Vortrages von Bernd Kolb, einem Social Entrepreneur aus Aalen.

Vom Ursprung aller Dinge, der Wertschätzung und der Aufmerksamkeit für die Geschichten erzählt uns jetzt Johannes Gutmann von Sonnentor. Geschichte symbolisiert seine 80 Jahre alte Lederhose. Geniales Symbol für Langlebigkeit und Tradition und Nachhaltigkeit.

Direkt neben der Twitterwand sitzt es sich gut! Es wird noch wild getwittert über den Vortrag von Bernd Kolb. Der fordert Ökologie als Schulfach. Ja, er hat recht. Die Kids überzeugen und sie zu Multiplikatoren machen.

Bernd Kolb nannte das Negativbeispiel Nespresso. Für 18 Tassen Espresso  werden 80 Gramm Kaffee in Drei Kilo Verpackung gesteckt. Man denke an den Müllberg, die co²-Bilanz usw. …

Sonnentor macht die Österreicher Bauern zu Multiplikatoren. Die 80jährige Oma, die auf ihrem Hof die Kräuter verpackt – genial! So hat Gutmann eine Arbeitslosen-Hochburg, das Waldviertel, zu einem lebenswerten Ort wiederbelebt. “Wir packen Geschichten ein” – genialer Satz, mitten in einer authentischen Rede. Er wünscht uns, dass auch hier die Frteude wächst. Genial! Peter Unfried lädt uns ein zur Kaffeepause.

Dazu ein paar Worte in eigner Sache: schön, mit solchen Menschen zusammenzuarbeiten! Wir sind schon in Kontakt mit Yvonne, einer aktiven Bloggerin auf hessnatur. Schön, sich mal direkt kennenzulernen. Es gibt sie also wirklich, die virtuellen Blogger! Juhuu, es menschelt!

Und jetzt Kaffetrinken (natürlich bio & fair) und netzwerken!! Bis später.

LOHAS, verbindet Euch!

Montag, 22. Juni 2009

Das war ein echtes Highlight während der Karmakonsum Konferenz am Freitag in Frankfurt: Eine Videokonferenz zwischen Christoph von Karmakonsum und Ted Ning, dem Organisator des LOHAS Forum in Boulder im amerikanischen Bundesstaat Colorado. Das Forum ist übrigens eine der größten LOHAS-Konferenzen weltweit, die es schon seit 13 Jahren gibt und bei der sich alles um Gesundheit, Genuss, nachhaltiges und soziales Unternehmertum dreht.

Mit einigen Stunden Zeitverschiebung (Colorado ist acht Stunden “zurück“) gab es eindrucksvolle Grüße aller Teilnehmer der Karmakonsum Konferenz zu den im Geiste verbündeten Besuchern des LOHAS Forums und zurück. Einfach ein emotionaler Moment, wenn über 200 Leute in Frankfurt klatschen und aus mehreren tausend Kilometern Entfernung herzlich zurückgejubelt wird – LOHAS, verbindet Euch!

Ich hatte gehofft, Wolf Lüdge und Gernot Mickel in der LOHAS-Veranstaltung mit Videoschaltung zu sehen, aber die beiden waren zu der Zeit auf einem anderen Panel der Veranstaltung zu Gast und haben hessnatur vorgestellt.

Gernot erzählte mir heute begeistert von LOHAS, das Motto „Re-Inventing The Way We Do Business“ sei absolut angebracht gewesen und gelebt worden – mehr wird er Euch in den nächsten Tagen in einem extra Beitrag darüber berichten.