Artikel mit den Tags "Klima"

Neue Animation: “The Story Of Cap & Trade”

Montag, 11. Januar 2010
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Hier der neue Film der Freerange Studios mit dem Tiel “The Story Of Cap & Trade“.

Im Sinne von “Cap and Trade” legen Staaten fest, welche Menge an Treibhausgas-Emissionen sie für vertretbar halten. Ich muss sagen, dass ich kein Experte auf diesem Thema bin, finde aber, dass die Freerange Studios in ihrem “The Story Of Cap & Trade” anschaulich interessante Zusammenhänge des Handels mit Emissionen vorstellen. Leider jedoch ohne wirkliche Alternativen aufzuzeigen.

Es sind langfristige Ziele notwendig, um den Klimawandel zu stoppen oder zu verlangsamen. In Kopenhagen treffen sich die Entscheider der Welt, um einen Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls zu verhandeln und verbindliche Ziele zur Reduzierung der CO2 Emissionen festzulegen. Viele Experten halten die Konferenz für die letzte Chance, den Klimawandel aufzuhalten.

Das sagen die Freerange Studios über ihren Fim:

Story of Cap & trade is a fast-paced, fact-filled look at the leading climate solution being discussed at Copenhagen and on Capitol Hill. Host Annie Leonard introduces the energy traders and Wall Street financiers at the heart of this scheme and reveals the “devils in the details” in current cap and trade proposals: free permits to big polluters, fake offsets and distraction from what’s really required to tackle the climate crisis. If you’ve heard about cap and trade, but aren’t sure how it works (or who benefits), this is the film is for you.

Vor einiger Zeit haben die Freerange Studios die sehenswerte “Story of Stuff” mit großem Erfolg produziert.

Ein Ruf nach Kopenhagen: Rettet die Welt!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Erde

Mit aufrüttelnden Aktionen, Sternläufen und Unterschriftensammlungen hat sie schon im Vorfeld von sich reden gemacht: die Klimakonferenz in Kopenhagen. Oder HOPEnhagen, wie Oberbürgermeisterin Ritt Bjerregaard ihre Stadt jetzt umbenannte. Viel Hoffnung legen wir alle in dieses Zusammentreffen der höchsten Entscheidungsgremien, die den Klimawandel aufhalten können.

Die Zeit für bloße Worte sei vorbei, sagte UN-Klimachef Yvo de Boer. Und auch der dänische Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen, Gastgeber der Konferenz, mahnte die Staats- und Regierungschefs gestern an, „nicht nur zum Reden, sondern zum Handeln“ nach Kopenhagen gekommen zu sein. Ein guter Startschuss für eine Zusammenkunft dieser Art. Zu viele Termine vorher, die verstrichen sind, ohne das entsprechende Ziele definiert und Umsetzungen festgelegt wurden. Ist inzwischen doch jedem einzelnen klar geworden, wie brisant das Thema weltweit geworden ist? Dass die Natur nicht zu ersetzen ist? Dass wir mit einer globalen Klimaerwärmung nicht leben können?

Selbst unser neuer Bundesumweltminister Norbert Röttgen zeigte sich gestern abend im ZDF optimistisch. Es werde in Kopenhagen keine Absichtserklärung geben, betonte er, sondern konkrete Entscheidungen. Sein Wort in Gottes Ohr – oder wie soll ich dieses Unwohlsein ausdrücken, das sich bei solch großen Worten in meiner Magengrube ausbreitet?

Wir können jetzt wohl nur Daumen drücken und hoffen. Die Unterstützung der vielen im Vorfeld gestarteten Aktivitäten muss jetzt einfach Früchte tragen. Und in der Zwischenzeit machen wir einfach weiter mit allem, was geht: Eben Schritt für Schritt bei uns selbst anfangen. Und im Kleinen verändern, wozu die Großen dieser Welt nicht fähig zu sein scheinen. Aber ab morgen ändert sich das, nicht wahr?!

Midnight Oil Video für Klimagerechtigkeit

Donnerstag, 22. Oktober 2009
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“how can we sleep while the beds are burning”

Hier eine sehr schöne Neuauflage des Songs der australischen Band Midnight Oil, deren Sänger Peter Garrett seit 2007 Minister für Umwelt, Kulturerbe und Kunst ist und durch den ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan ermöglicht wurde. Im Video zu „Beds are burning“ sind Stars wie Duran Duran, Mark Ronson, Jamie Cullum, Melanie Laurent, Marion Cotillard, Milla Jovovich, Fergie, Lily Allen, Manu Katche, Bob Geldof, Youssou N’Dour oder Yannick Noah vertreten.

Der Song ist eine globale musikalische Petition für Klimagerechtigkeit, die sich auch an die Teilnehmer des im Dezember in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimagipfels richtet. In Kopen- oder auch „Hopehagen“ treffen sich im Dezember die Weltentscheider, um einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokollauf den Weg zu bringen.

Das Tolle an dieser Kampagne mit dem Motto „Tck Tck Tck; Time for Climate Justice“ ist, dass der Titel kostenlos auf allen wichtigen Plattformen für Musikdownloads zur Verfügung gestellt wird. Auch auf der Website der Kampagne kann das Lied heruntergeladen werden.

Dabei zählt jeder Download als einzelne digitale Petition. Sie, ja genau Sie, können Ihren Namen hinzufügen und damit die führenden Politiker der Welt auffordern, sich auf dem UN-Klimagipfel für starke Klimaziele einzusetzen.

Die Popkultur in das Campaigning mit einzubeziehen, halte ich für einen sehr starken emotionalen Faktor, der bislang noch sehr wenig beachtet wird.

„Seal the Deal“ – Ein Banner für Kopenhagen

Montag, 19. Oktober 2009

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Neulich bekam ich eine ungewöhnliche Anfrage vom Weltpostverein. Im Rahmen der UNO-Kampagne „Seal the Deal“ wurde ein 8 Meter langes Banner aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle gebraucht. Und die sollte von hessnatur kommen. Gefragt – getan: Wir haben von einem unserer Lieferanten aus Belgien die Bio-Baumwolle liefern lassen, vom Weltpostverein wurde sie im Design einer Postkarte und mit dem Text „Please save our planet!“ versehen. Adressat: „Leaders of the World“, Kopenhagen, Klimaschutzgipfel.

Banner 2Vor kurzem war es dann soweit. Zur PostExpo 2009 in Hannover wurde das Banner ausgestellt und von Top Managern aus der Postwelt – wie beispielsweise Dr. Franz Appel, CEO der Deutschen Post – bestempelt und unterschrieben. Auch jeder Messebesucher war aufgefordert, sich für Klimaschutz zu engagieren, indem das Banner mit vielen Stempeln und Unterschriften versehen wurde.

Jetzt ist das Banner auf dem Weg nach Kopenhagen, wo es im Dezember zum Klimaschutzgipfel aufgehängt werden soll. Eine gelungene Idee, wie ich finde.

Heute ist Blog Action Day: Weltweites Bloggen für Klimaschutz

Donnerstag, 15. Oktober 2009

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Heute, am 15. Oktober, werden sich Blogger aus aller Welt im Rahmen einer der größten Online-Veranstaltungen, dem Blog Action Day, zusammenschließen und über den Klimawandel bloggen. Das jährlich stattfindende Event hat sich in der Bloggerwelt fest etabliert. Das Ziel dieser globalen Demonstration ist es, wichtige Themen, mit denen sich die Welt konfrontiert sieht, ins Blickfeld aller zu rücken.

Unsere Arbeit bei hessnatur hat ja immer auch etwas mit Klimaschutz zu tun. Wir sehen es als unseren Auftrag an, nicht nur schöne Mode zu machen, sondern vor allem natürlich und giftfrei zu verarbeiten. Es kommt oft einem Kampf gegen Windmühlen gleich, schaut man beispielsweise den Baumwollanbau weltweit an: Der Anbau von Bio-Baumwolle macht gerade mal 0,1% des weltweiten Baumwollmarktes aus. Die genmanipulierten Sorten sind auf dem Vormarsch, ob wir unsere zertifizierten Biobaumwoll-Sorten rein halten können, gleicht fast schon daran, an Wunder zu glauben.

Und dennoch: Wir geben nicht auf. Und jeden Tag aufs Neue treten wir mit Gesprächen, Verhandlungen und Aufklärungen an Lieferanten und Partner heran, um…, ja, um was?! Um die Welt ein bisschen besser zu machen und um unseren Kunden, Kundinnen und unseren Kindern weiterhin in die Augen schauen zu können.

Um eines unserer Kriterien für die Zusammenarbeit mit Lieferanten herauszustellen an einem Tag wie diesem: Jede Färberei, die Kleidung und Naturfaserstoffe für uns färbt, muss auf schwermetallfreie Farben wechseln und muss vor allem eine zweistufige Kläranlage nachweisen können. Kein Farbbad, das ungeklärt und ungefiltert ins Abwasser geleitet wird. Nirgendwo auf der Welt. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht, wenn Sie sich eine Jeans gekauft haben? Sie glauben nicht, wie viele Giftstoffe für jede konventionelle Jeans im Grundwasser landen! Die Natur muss es ausbaden – im wahrsten Sinne des Wortes! Deshalb: Fangen Sie bei sich selbst an und warten Sie nicht darauf, dass irgendwelche Gesetze aus der jetzigen oder einer der nächsten Klimakonferenzen zustande kommen und regeln, was naturgegeben und selbstverständlich sein sollte! Wir können täglich selbst entscheiden, ob wir die Zerstörung der Umwelt weiter zulassen wollen.

Wer möchte, kann uns gleich hier unterstützen und erzählen, was er/sie jetzt, heute, für eine gewisse Zeit oder ab jetzt ändern möchte. Damit Klimakonferenzen irgendwann ihre Daseinsberechtigung verlieren. Das wäre das Ziel.