Artikel mit den Tags "Klima"

Ein Ruf nach Kopenhagen: Rettet die Welt!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Erde

Mit aufrüttelnden Aktionen, Sternläufen und Unterschriftensammlungen hat sie schon im Vorfeld von sich reden gemacht: die Klimakonferenz in Kopenhagen. Oder HOPEnhagen, wie Oberbürgermeisterin Ritt Bjerregaard ihre Stadt jetzt umbenannte. Viel Hoffnung legen wir alle in dieses Zusammentreffen der höchsten Entscheidungsgremien, die den Klimawandel aufhalten können.

Die Zeit für bloße Worte sei vorbei, sagte UN-Klimachef Yvo de Boer. Und auch der dänische Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen, Gastgeber der Konferenz, mahnte die Staats- und Regierungschefs gestern an, „nicht nur zum Reden, sondern zum Handeln“ nach Kopenhagen gekommen zu sein. Ein guter Startschuss für eine Zusammenkunft dieser Art. Zu viele Termine vorher, die verstrichen sind, ohne das entsprechende Ziele definiert und Umsetzungen festgelegt wurden. Ist inzwischen doch jedem einzelnen klar geworden, wie brisant das Thema weltweit geworden ist? Dass die Natur nicht zu ersetzen ist? Dass wir mit einer globalen Klimaerwärmung nicht leben können?

Selbst unser neuer Bundesumweltminister Norbert Röttgen zeigte sich gestern abend im ZDF optimistisch. Es werde in Kopenhagen keine Absichtserklärung geben, betonte er, sondern konkrete Entscheidungen. Sein Wort in Gottes Ohr – oder wie soll ich dieses Unwohlsein ausdrücken, das sich bei solch großen Worten in meiner Magengrube ausbreitet?

Wir können jetzt wohl nur Daumen drücken und hoffen. Die Unterstützung der vielen im Vorfeld gestarteten Aktivitäten muss jetzt einfach Früchte tragen. Und in der Zwischenzeit machen wir einfach weiter mit allem, was geht: Eben Schritt für Schritt bei uns selbst anfangen. Und im Kleinen verändern, wozu die Großen dieser Welt nicht fähig zu sein scheinen. Aber ab morgen ändert sich das, nicht wahr?!

Midnight Oil Video für Klimagerechtigkeit

Donnerstag, 22. Oktober 2009
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“how can we sleep while the beds are burning”

Hier eine sehr schöne Neuauflage des Songs der australischen Band Midnight Oil, deren Sänger Peter Garrett seit 2007 Minister für Umwelt, Kulturerbe und Kunst ist und durch den ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan ermöglicht wurde. Im Video zu „Beds are burning“ sind Stars wie Duran Duran, Mark Ronson, Jamie Cullum, Melanie Laurent, Marion Cotillard, Milla Jovovich, Fergie, Lily Allen, Manu Katche, Bob Geldof, Youssou N’Dour oder Yannick Noah vertreten.

Der Song ist eine globale musikalische Petition für Klimagerechtigkeit, die sich auch an die Teilnehmer des im Dezember in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimagipfels richtet. In Kopen- oder auch „Hopehagen“ treffen sich im Dezember die Weltentscheider, um einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokollauf den Weg zu bringen.

Das Tolle an dieser Kampagne mit dem Motto „Tck Tck Tck; Time for Climate Justice“ ist, dass der Titel kostenlos auf allen wichtigen Plattformen für Musikdownloads zur Verfügung gestellt wird. Auch auf der Website der Kampagne kann das Lied heruntergeladen werden.

Dabei zählt jeder Download als einzelne digitale Petition. Sie, ja genau Sie, können Ihren Namen hinzufügen und damit die führenden Politiker der Welt auffordern, sich auf dem UN-Klimagipfel für starke Klimaziele einzusetzen.

Die Popkultur in das Campaigning mit einzubeziehen, halte ich für einen sehr starken emotionalen Faktor, der bislang noch sehr wenig beachtet wird.

„Seal the Deal“ – Ein Banner für Kopenhagen

Montag, 19. Oktober 2009

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Neulich bekam ich eine ungewöhnliche Anfrage vom Weltpostverein. Im Rahmen der UNO-Kampagne „Seal the Deal“ wurde ein 8 Meter langes Banner aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle gebraucht. Und die sollte von hessnatur kommen. Gefragt – getan: Wir haben von einem unserer Lieferanten aus Belgien die Bio-Baumwolle liefern lassen, vom Weltpostverein wurde sie im Design einer Postkarte und mit dem Text „Please save our planet!“ versehen. Adressat: „Leaders of the World“, Kopenhagen, Klimaschutzgipfel.

Banner 2Vor kurzem war es dann soweit. Zur PostExpo 2009 in Hannover wurde das Banner ausgestellt und von Top Managern aus der Postwelt – wie beispielsweise Dr. Franz Appel, CEO der Deutschen Post – bestempelt und unterschrieben. Auch jeder Messebesucher war aufgefordert, sich für Klimaschutz zu engagieren, indem das Banner mit vielen Stempeln und Unterschriften versehen wurde.

Jetzt ist das Banner auf dem Weg nach Kopenhagen, wo es im Dezember zum Klimaschutzgipfel aufgehängt werden soll. Eine gelungene Idee, wie ich finde.

Heute ist Blog Action Day: Weltweites Bloggen für Klimaschutz

Donnerstag, 15. Oktober 2009

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Heute, am 15. Oktober, werden sich Blogger aus aller Welt im Rahmen einer der größten Online-Veranstaltungen, dem Blog Action Day, zusammenschließen und über den Klimawandel bloggen. Das jährlich stattfindende Event hat sich in der Bloggerwelt fest etabliert. Das Ziel dieser globalen Demonstration ist es, wichtige Themen, mit denen sich die Welt konfrontiert sieht, ins Blickfeld aller zu rücken.

Unsere Arbeit bei hessnatur hat ja immer auch etwas mit Klimaschutz zu tun. Wir sehen es als unseren Auftrag an, nicht nur schöne Mode zu machen, sondern vor allem natürlich und giftfrei zu verarbeiten. Es kommt oft einem Kampf gegen Windmühlen gleich, schaut man beispielsweise den Baumwollanbau weltweit an: Der Anbau von Bio-Baumwolle macht gerade mal 0,1% des weltweiten Baumwollmarktes aus. Die genmanipulierten Sorten sind auf dem Vormarsch, ob wir unsere zertifizierten Biobaumwoll-Sorten rein halten können, gleicht fast schon daran, an Wunder zu glauben.

Und dennoch: Wir geben nicht auf. Und jeden Tag aufs Neue treten wir mit Gesprächen, Verhandlungen und Aufklärungen an Lieferanten und Partner heran, um…, ja, um was?! Um die Welt ein bisschen besser zu machen und um unseren Kunden, Kundinnen und unseren Kindern weiterhin in die Augen schauen zu können.

Um eines unserer Kriterien für die Zusammenarbeit mit Lieferanten herauszustellen an einem Tag wie diesem: Jede Färberei, die Kleidung und Naturfaserstoffe für uns färbt, muss auf schwermetallfreie Farben wechseln und muss vor allem eine zweistufige Kläranlage nachweisen können. Kein Farbbad, das ungeklärt und ungefiltert ins Abwasser geleitet wird. Nirgendwo auf der Welt. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht, wenn Sie sich eine Jeans gekauft haben? Sie glauben nicht, wie viele Giftstoffe für jede konventionelle Jeans im Grundwasser landen! Die Natur muss es ausbaden – im wahrsten Sinne des Wortes! Deshalb: Fangen Sie bei sich selbst an und warten Sie nicht darauf, dass irgendwelche Gesetze aus der jetzigen oder einer der nächsten Klimakonferenzen zustande kommen und regeln, was naturgegeben und selbstverständlich sein sollte! Wir können täglich selbst entscheiden, ob wir die Zerstörung der Umwelt weiter zulassen wollen.

Wer möchte, kann uns gleich hier unterstützen und erzählen, was er/sie jetzt, heute, für eine gewisse Zeit oder ab jetzt ändern möchte. Damit Klimakonferenzen irgendwann ihre Daseinsberechtigung verlieren. Das wäre das Ziel.

Laufen für CO2penhagen

Montag, 12. Oktober 2009

Greenpeace in Butzbach

Als ich im Zug in Richtung Frankfurt sitze, lese ich in der regionalen Zeitung von der anspruchsvollen Aktion, die Greenpeace ins Leben gerufen hat: Das „Urwaldpostamt“, das im Vorfeld des UN-Klimagipfels die Bevölkerung auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen will und im Zuge dessen auch einen internationalen Fonds für Waldschutzmaßnahmen fordert. Der Protestmarsch von Konstanz nach Kopenhagen – hier startet am 7. Dezember der Klimagipfel – steht unter dem Motto „Laufen für CO2penhagen – In CO2penhagen muss was laufen!“.

Ein paar Zeilen weiter lese ich, dass die Greenpeace-Aktiven heute mit dem „Urwaldpostamt“ durch Butzbach wandern – schade, denke ich mir, Greenpeace in Butzbach und ausgerechnet jetzt sitze ich im Zug nach Frankfurt!

Aber: Glück gehabt! Als ich wieder aus Frankfurt zurückgekomme, treffe ich auf meinem Heimweg das Team am Marktplatz, kann ihnen zu der tollen Aktion gratulieren und mich mit ihnen austauschen! Achim Gresser vom „Urwaldpostamt“ erzählt mir, dass der Protestmarsch bislang sehr gut verlaufen ist. Die Stimmung sei bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen ebenso gut – trotz regnerischer Wandertage.

An jeder Station des Protestmarsches gibt es für die Politiker der Stadt das Logo der Aktion – eine Meerjungfrau – sowie ein Buchenpflänzchen als Symbol dafür, sich verstärkt für Klima- und Urwaldschutz einzusetzen. Auch dem Butzbacher Rathaus stattet Greenpeace bei ihrem Stop in Butzbach einen Besuch ab.

Ich wünsche dem „Urwaldpostamt“ auf dem weiteren Weg nach Kopenhagen noch viel Erfolg!