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Ist Naturkosmetik wirklich so gut?

Sonntag, 7. Juni 2009

Immer wieder staune ich, mit welch seichten Informationen uns die Frauenzeitschriften schlau machen möchten. Zum Beispiel ein Artikel aus der FÜR SIE mit der Überschrift „Ist Naturkosmetik wirklich so gut?“ und der Frage „Bio-Pflege hat ein geschmeidiges Image. Aber mag die Haut sie wirklich genauso gern wie unser Gefühl?“

Zu Wort kommt Professor Dr. Christoph Schempp, der das Kompetenzzentrum Skinintegral an der Universitäts-Hautklinik Freiburg leitet. Ganz offensichtlich ist er ein großer Fan von Pflanzenstoffen. Und tatsächlich werden auch eine Reihe von Vorteilen genannt, wenn natürliche bzw. Bio-Rohstoffe bei der Kosmetikherstellung eingesetzt werden.

Weiter heißt es in dem Artikel: „Aber er kennt auch ihre Grenzen und weiß: Ganz ohne Hightech bleiben selbst die besten Wirkstoffe uneffektiv.“ Da werde ich immer hellhörig, die Begründung ist nämlich: „Eine gesunde Hautbarriere lässt normalerweise viele Substanzen nicht durch. Die Kosmetik muss sie einschleusen.“

Hallo? Geht es nur mir so, dass ich dann überlege: „Das ist ja auch gut so, denn die Haut hat doch eine natürliche Schutzfunktion und warum sollte sie übergangen werden?“ Vor allem, wenn sie noch gesund ist. Und ist es nicht das, was ich von Naturkosmetik sogar erwarte? Dass diese nämlich die natürlichen Funktionen der Haut respektiert und unterstützt?

Ganz ehrlich – da gehen die Meinungen der verschiedenen Naturkosmetik-Hersteller weit auseinander, welche Mittel nämlich akzeptiert sind und eingesetzt werden und welche nicht. So kommt es zu den verschiedenen Bezeichnungen wie Wirkstoffkosmetik und Regenerationskosmetik, man spricht von der Wirkung der Substitution (ergänzen, was fehlt) und der Hauteigenkorrektur.

Selbst die Richtlinien von BDIH und NaTru lassen Wirkstoffe zu, die sehr tief in die untersten Hautschichten eindringen, wie z.B. Liposome und Hyaloronsäure oder aber auch Konservierungsstoffe. Diese sind dann zwar pflanzlicher Herkunft oder mindestens naturidentisch, doch trotzdem sehr wirkungsvoll. Jedoch nicht alle Hersteller verwenden alle zugelassenen Stoffe.

Professor Schemp ist da ganz unbedarft: „Ich sehe ein großes Potenzial für die Mesotherapie, mit der Pflanzencocktails direkt unter die Haut gespritzt werden.“ Ist das wirklich nötig? Doch es gibt noch einen Hoffnungsschimmer, „einen Weg, der gut funktioniert. Neue Studien beweisen, dass eine gesunde Ernährung die Anzahl der Antioxidantien im Gewebe positiv beeinflusst. So gehen zum Beispiel die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe einer Bio-Mango sichtbar unter die Haut.“

Ach, da bin ich aber froh, dass es auch eine „gewaltfreie“ Lösung gibt, die mir ehrlich gesagt viel näher ist. Und dass es Wissenschaftler gibt, die beweisen, was einem der gesunde Menschenverstand bereits sagt.

Eine schlüssige Antwort auf die anfangs gestellte Frage ist der Artikel allerdings schuldig geblieben. Oder sollte dies etwa wieder mal nur ein Versuch gewesen sein, echte Naturkosmetik in Misskredit zu bringen gegenüber den hochpreisigen Hightech-Produkten, die wohl in der nächsten Zeit den Markt überschwemmen werden?

Shiatsu-Massage

Donnerstag, 14. Mai 2009

Am Samstag war ich im hessnatur-Laden in Butzbach einkaufen. Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich im Atrium des Ladens viele Sitzkissen und Massagedecken entdeckt habe – und mitten unter den Muttis und Vatis, die dort mit ihrem Nachwuchs sitzen und massieren, auch meine Kollegin Julia aus dem Bereich Marketing und Vertrieb mit ihrem Sohn Paul. Sie hat zusammen mit den Kollegen aus dem Laden die Shiatsu-Massage für Babies organisiert.

Zu Gast war an diesem Tag die Shiatsu-Lehrtherapeutin und Autorin Karin Kalbanter-Wernicke, unter deren Anleitung die Eltern erste Massagegriffe lernen konnten, um damit ihren Kindern was Gutes zu tun. Das hat mich an meine Erfahrungen mit Energie- und Körperarbeit erinnert, die ich vor Jahren dank einer sehr guten Physiotherapeutin machen durfte. Schon eine sehr schöne und bereichernde Angelegenheit!

Shiatsu ist eine sanfte Massage und, wie Julia mir erzählt hat, auch eine besondere Form der Beziehungspflege. Die besonders wichtig und förderlich für Eltern und ihren Nachwuchs ist. Shiatsu beruht auf der alten Tradition der chinesischen Massage, wurde im vergangenen Jahrhundert in Japan weiterentwickelt und heißt wörtlich übersetzt „Fingerdruck“ – wobei bei der Behandlung, was ich auch noch nicht wusste, der ganze Körper eingesetzt wird. Das nimmt Einfluss auf die verschiedenen Energie-Meridiane im Körper, was zu Entspannung führt und gleichzeitig auch Energien freisetzt, im Sinne des japanischen Ki.

Am kommenden Samstag, 16. Mai findet übrigens der nächste kostenlose Shiatsu-Workshop statt – nicht nur für Babies, sondern auch für Erwachsene. Dabei werden erste Massagegriffe gelernt, zwischen den Terminen stehen die Therapeutinnen für Infos zur Verfügung. Jeweils um 11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr finden Schnupperkurse statt.