Artikel mit den Tags "Miguel Adrover"

Philodendron

Dienstag, 13. Juli 2010

Über unsere Ausstellung „Hidden in Natur“, mit der wir im September 2008 in New York auf der Fashion Show präsent waren, hatten wir ja schon ausführlich berichtet. Dazu gibt es auch auf unserer Homepage immer noch Informationen (es lohnt sich hier noch mal nachzulesen).

Anlass, das Thema für den Blog wieder anzupacken, ist, dass wir hier an unserem Standort in Butzbach einige Skulpturen ausgestellt haben. Da wir für die Mitarbeiter und Besucher Informationen zu den einzelnen Figuren zusammengestellt haben, möchten wir diese Infos unserer Community  natürlich nicht vorenthalten und die Skulpturen im Einzelnen in einer kleinen Reihe vorstellen.

Circulo Annual, die Figur der Jahresringe, die in unserem Laden in Butzbach steht, hatte ich bereits im Blog beschrieben. Für heute habe ich mir eines meiner persönlichen Lieblingsstücke, den Philodendron, vorgenommen und mir überlegt, was mich speziell an dieser Skulptur so fasziniert.

Die militärische Haltung des Mannequins und die dunkelgrüne Farbe des Kleides können es nicht sein – auch nicht die Pflanze an sich. Jedes für sich genommen ist nicht mein Fall. Ich denke, es ist einfach die geniale Idee von Miguel Adrover, diese Pflanze als Vorbild für das Kleid zu nehmen – den Philodendron mit seinen riesigen Blättern, den ausdrucksstarken Blatträndern und den kräftigen Rispen. Ein Kleid, das den Menschen vor den schädlichen Einflüssen der Natur beschützen soll. Hervorragend umgesetzt mit der Wahl des Materials und der Schnittführung. Zwei Lagen verschiedenfarbiger grün-brauner Merinowolle in der Form der Philodendronblätter umhüllen das Mannequin aus Pappelholz. Blattränder und Rispen sind mit der Hand bestickt und eingefasst. Gefüttert wurde das Kostüm mit organic silk, pflanzengefärbt und gebatikt. Und in New York bekam das Kunstwerk noch eine zusätzliche Komponente – es stand in einem Kasten gefüllt mit Erde.

Mich spricht diese Skulptur total an und jedes Mal beim Vorbeigehen muss ich das Kleid oder das Holz anfassen und über die handwerkliche Arbeit staunen …

Das geht, glaube ich, auch vielen anderen Mitarbeitern so, obwohl natürlich hier im Haus immer wieder über Gefallen- oder Nichtgefallen diskutiert wird und auch manche mit dieser Art der Kunst nichts anzufangen wissen. Wenn wir aber mit der Kunst – in welcher Form auch immer – provozieren oder zu Diskussionen anregen, ist doch schon ein Zweck der Kunst erfüllt. Nebenbei: das Provozieren müssen wir aber noch richtig lernen, da sind uns andere weit voraus. So hat zum Beispiel Matthias Schenk vom Schloss Freudenberg bei einem seiner letzten Besuche bei uns die Skulpturen einfach umgestellt – mitten in die Laufwege der Mitarbeiter –, so dass man nun wirklich nicht mehr dran vorbei kommt sich damit auseinander zu setzen.

hessnatur by Eviana Hartman und Miguel Adrover

Dienstag, 20. April 2010

Bilder sagen mehr als Worte – deswegen nur so viel:

Erste Impressionen der Herbst/Winter-Kollektion von Nachwuchs-Designerin Eviana Hartman und hessnatur-Kreativdirektor Miguel Adrover findet Ihr ab heute auf unserer Presseseite:  Hier einfach auf “Lookbook Herbst/Winter 2010″ klicken und losblättern.

Das T-Shirt “Out of Order”

Donnerstag, 11. März 2010

In der bengalischen Hauptstadt Dhaka, so erzählt man sich vor Ort, könne man anhand der Farbe des Flußes Buriganga die nächste Mode-Trendfarbe ablesen – sind doch zig hunderte Textilfabriken in und um Dhaka angesiedelt, die nicht nur unter fragwürdigen sozialen, sondern auch schlechten ökologischen Standards produzieren und ihre Abwässer aus der Textilproduktion in den Fluß leiten.

Die Zustände in einem der ärmsten Ländern der Welt schreien zum Himmel. Ein ebensolcher Aufschrei ist das aktuelle Statement-Shirt der Frühjahr/Sommer-Kollektion von hessnatur Kreativdirektor Miguel Adrover. Sein Thema: „Out of Order“ – die Welt außer Betrieb, der Planet im Ausnahmezustand. Dringendes Handeln ist notwendig. Auf dem Motiv der Erdkugel weist uns „It´s getting hot“ auf die Klimakatastrophe hin, „Out of Business“ oder „Under Protest“ fühlen politisch und wirtschaftlich auf den Zahn. Während es in der Arktis wärmer und wärmer wird, gibt es im Süden keinen Fisch mehr – „Fish sold out“.

Produziert wurde das T-Shirt, das es für Damen und Herren gibt, bei Grameen Knitwear in Dhaka. Hier wird unter guten sozialen Bedingungen als auch ökologischen Bedingungen gearbeitet. Mit reiner Bio-Baumwolle, ohne schädliche Chemikalien – und ohne dabei den Fluß Buriganga zu belasten.

Respect your Mother Earth

Mittwoch, 10. März 2010

T-Shirt Nr. 3 in unserer Statement-Shirt-Woche ist das T-Shirt “Respect your Mother Earth” aus der Herbst/Winter-Kollektion 2009, dessen Design aus der Feder von Miguel Adrover stammt und das ebenso wie das „One Life“-T-Shirt von Lindsay Seligman in Bangladesch produziert wurde. “Respect your Mother Earth” gibt es für Damen als auch Herren noch in unserem Onlineshop (das Kinder-T-Shirt dazu ist leider schon ausverkauft).

Angefangen mit unseren Statement-Shirts haben wir bei Grameen Knitwear im Herbst/Winter 2008. Und seit dieser Zeit unterstützt der Verkauf jedes T-Shirts die Ausbildung von bengalischen Studentinnen und Studenten. Konkret heißt das, dass wir einen Fonds aufgelegt haben, der Schule und Studium finanziert.

Das Motto „Respect your Mother Earth“ ist während eines Gesprächs mit Miguel entstanden, das sich um “Gaia” drehte – “Gaia” steht in der griechischen Mythologie ja für die personifizierte „Mutter Erde“, der wie allem Leben auf der Erde unser Respekt gelten sollte.

Diesem Gedanken wird auch die Produktion bei Grameen Knitwear in Dhaka/Bangladesch gerecht. Professor Muhammad Yunus – zum Netzwerk der von ihm gegründeten Grameen Bank gehört Grameen Knitwear – hat bereits bei Planung der Textilfabrik vor einigen Jahren großen Wert darauf gelegt, dass hier ökologisch gearbeitet wird. So gibt es u.a. mehrstufige Kläranlagen zur Wasseraufbereitung. Und durch das Know How und die Schulung von hessnatur werden bei Grameen Knitwear nun – Tendenz steigend – mehr und mehr Textilien aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Patricia Kelly im Poncho von Miguel Adrover

Donnerstag, 7. Januar 2010
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Wer erinnert sich nicht an die Kelly Familiy, die blonde Hippie-Großfamilie, die in den 90er Jahren die Charts stürmte? An Paddy und Joey Kelly, denen die Mädchen scharenweise zu Füßen lagen oder an Patricia Kelly und ihre Gitarre. Letztere steht heute musikalisch auf eigenen Füßen und ist darüber hinaus bekennender hessnatur-Fan. Steht ihr aber auch wirklich gut, unser Poncho aus Alpaka :-)