Artikel mit den Tags "Nachhaltigkeit"

Wie wir die Welt ein bisschen schöner machen

Montag, 5. August 2013

Wusstest Du, dass hessnatur …

… in Burkina Faso seit 2005 ein Bio-Baumwollprojekt unterstützt – mit einer Abnahmegarantie für die Kleinbauern und zu Preisen, die 40 Prozent über dem Weltmarktpreis liegen?

… im Jahr 2005 in Hessen das so genannte Hessen-Leinenprojekt mit ins Leben gerufen hat, bei dem acht Bauern Bio-Flachs anbauen, dessen Verarbeitung zu Leinen hessnatur steuert?

… in Sichuan, China, im Jahr 1998 den Impuls gegeben hat, Bio-Seide herzustellen in einem Projekt, bei dem die Seidenraupen Maulbeerblätter aus kontrolliert biologischem Anbau fressen?

… seit 1997 das Rhönschaf-Projekt im Biosphärenreservat Rhön mitträgt, das der Erhaltung einer der ältesten deutschen Nutztierrassen dient und Wolle für die hessnatur Rhönschaf-Kollektion liefert?

Das alles kannst Du im hessnatur-Bericht zur Nachhaltigkeit auf der Seite 68 (in unserem Online-PDF) nachlesen.

Nachhaltig zu denken und zu handeln, das heißt Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und soziale Verträglichkeit gleichermaßen in den Blick zu nehmen, ist bei hessnatur schon immer die Grundlage unternehmerischen Handelns. Dazu kam die Erkenntnis, dass gewisse Rohstoffe für die Produktion einer reinen, unbedenklichen Kleidung aus Naturfasern auf dem Markt nicht zu haben waren. Das hat dazu geführt, dass hessnatur den kontrolliert biologischen Anbau und die kontrolliert biologische Tierhaltung fördert.

Den Anfang machte das weltweit erste Anbauprojekt für Bio-Baumwolle im Jahr 1991 im ägyptischen Sekem, das hessnatur-Gründer Heinz Hess selbst ins Leben gerufen hat. Seitdem engagiert sich hessnatur stetig für Projekte, die dem Umweltschutz, der Erhaltung der Artenvielfalt und der Schaffung einer fairen Lebensgrundlage für die Erzeuger dienen. Bio-Baumwolle aus Burkina Faso, Bio-Leinen aus Mittelhessen, Bio-Seide aus Sichuan und Rhönschaf-Wolle aus dem Biosphärenreservat Rhön, sie machen unsere Kollektion viel bunter und schöner, ebenso wie die Welt da draußen :-).

Der Preis für Dein T-Shirt

Donnerstag, 18. Juli 2013

Wusstest Du, dass für ein T-Shirt, das bei hessnatur 19,95 Euro kostet …

…2,95 Euro Materialkosten (Bio-Baumwolljersey) anfallen?

…1,40 Euro Produktionskosten (Zuschnitt, Nähen) entstehen?

…3,66 Euro für Vertriebskosten (Herstellung hessnatur-Katalog etc.) abgehen?

…0,10 Euro an Corporate Responsibility (Prüfung der hessnatur-Standards, Monitoring etc.) aufgewendet werden müssen?

…0,28 Euro Gewinn für hessnatur anfallen?

Das alles kannst Du im hessnatur-Bericht auf Seite 25 im Detail nachlesen.

Quelle: http://www.nachhaltigkeitsmanagement.at

Es gibt ein Schaubild, das gerne herangezogen wird, wenn es gilt, den Begriff der Nachhaltigkeit in seine Komponenten aufzuschlüsseln. Das Bild zeigt ein Dreieck, an dessen Ecken jeweils der Begriff der sozialen Verantwortung, des ökologischen Bewusstseins und der korrekten Wirtschaftlichkeit stehen. Dass hessnatur für Ökoverträglichkeit und faire Arbeit steht, ist klar. Aber auch gut wirtschaften müssen wir, wenn wir im Sinne der Nachhaltigkeit auch morgen ein guter Partner für unsere Hersteller und Erzeuger sein wollen, allen Mitarbeitern bei hessnatur eine sichere Perspektive bieten und ein guter Anbieter für Euch, unsere Kunden, sein wollen.

Zwei hessnatur-Stipendien für „Sustainability in Fashion“ an der ESMOD

Montag, 3. Juni 2013

hessnatur vergibt erneut zwei Stipendien für den einzigartigen Studiengang „Sustainability in Fashion“ an der ESMOD, internationale Kunsthochschule für Mode in Berlin.

Das englischsprachige Studium, das im Oktober 2013 startet, ist Teil des Internationalen Master-Programms und hat eine Dauer von 12 Monaten. Auf dem Kursplan stehen Themen wie Innovation, Forschung, kreative Praxis, Professionalität und Unternehmergeist, welche unter ökologischen, ethischen, sozialen und ökonomischen Aspekten behandelt werden. Ziel des Studiengangs ist es, ein neues Bewusstsein in der internationalen Modebranche zu etablieren und Lösungen sowie positive Veränderungen zu entwickeln. Der Kurs “Sustainable Textiles and Production” wird von Rolf Heimann, Leiter des Bereichs Corporate Responsability bei hessnatur, geleitet.

Gerade hat sich die Studentengruppe einem Upcycling-Projekt gewidmet, bei dem hessnatur-Kleidung aus vergangenen Saisons neu erfunden worden ist. Anna Johannsen war 2011/12 die glückliche Stipendantin. Nach erfolgreichen Abschluss arbeitet sie heute im Bereich Corporate Responsibility bei hessnatur.

Bewerben könnt Ihr Euch für den innovativen Masterstudiengang noch bis zum 30. Juni 2013. Für mehr Informationen rund um den Bewerbungsablauf und die hessnatur-Stipendien wendet Euch an Lizzie Delfs, Communications and Student Liaison, master@esmod.de, Tel.: +49 (0)30 322 961 685.

Geld, das Sinn stiftet

Montag, 22. April 2013

Heute, am 22. April ist Earth Day. Das Motto des Deutschen Komitees für dieses Jahr ist Grünes Geld. Da fällt mir ein, dass die Mutter eines alten Freundes mir neulich eine Seite aus Frankfurter Allgemeinen Zeitung in die Hand gedrückt hat. Das macht sie gerne, wenn sie einen Artikel gut findet und will, dass ich ihn auch lese. Doch dieses Mal habe ich aus Versehen statt des Textes über die Geschichte des Suhrkamp-Verlages den auf der anderen Seite über Geld, Gier und die Ungleichverteilung in heutigen Gesellschaften gelesen. „Maßhalten! Maßhalten?“ ist der Titel.

Es geht um den Umgang mit Geld, vornehmlich derjenigen, die in Form von Boni und Top-Gehältern ziemlich viel davon bekommen. Ein Plädoyer für die bürgerliche Gesellschaft, Privateigentum, Gewinnstreben als Leistungsanreiz, aber auch für ein starkes Gemeinwesen. Unternehmer und Konzernchefs sollten selbst auf die Idee kommen, unverhältnismäßige und unethische hohe Löhne zu deckeln. Es könne nicht Aufgabe des Staates sein, die Löhne der Top-Manager zu regeln, sondern es sei Zeit für die Empfänger dieser Löhne abzukehren von der Gier.

Was können wir tun?

Das mag ja schön und gut sein, an die Werte und das Gewissen von Bankern zu appellieren, aber was nützt das eigentlich Dir und mir, die wir weder die Macht haben, Gesetze zu erlassen, noch in die Verlegenheit kommen, unethisch hohe Gehälter zu beziehen? Das größte Problem, dass durch die Finanzkrise offenbar wurde, ist doch das völlig unnachhaltige Wirtschaften der Finanzindustrie. Die fortgesetzte Euro-Krise schafft im Augenblick auch nicht das Vertrauen, dass demnächst sich alles zum Guten wenden könnte. Was also tun?

Der Earth Day ruft dazu auf, privates Geld nicht länger in den Kreislauf der konventionellen Finanzindustrie einzuspeisen, sondern grünen, weil umweltbewussten, nachhaltig wirtschaftenden Banken anzuvertrauen. hessnatur beispielsweise ist Kunde der GLS Bank. Einen Überblick über Grüne Banken gibt es auf utopia.de.

Kriterien, die relevant sind für den nachhaltigen Umgang mit Geld:

Sinn-Strategie: Wie sinnvoll sind das Produkt und die Dienstleistung?

Maßstäbe: Wie ökologisch wird produziert, verkauft, konsumiert und entsorgt?

Transparenz: Wo wird investiert, wie werden die Erträge verteilt?

Fairness: Wird beim Verteilen des Geldes auf gerechte Arbeitsbedingungen geschaut?.

Mit-, nicht Gegen-einander: Wie kooperativ ist das Unternehmen auf dem Markt? Wie nutzt es seine
wirtschaftliche Kraft, um nachhaltig sinnvolle Partnerschaften einzugehen?

Der Earth Day findet jedes Jahr am 22. April in über 190 Ländern der Erde statt. Unter dem Motto  ”Global denken, lokal handeln” will die Initiative den Menschen ins Bewusstsein rufen, was die Forderungen der Agenda 21 vom UN-Erdgipfel aus dem Jahr 1992 sind: Ein nachhaltiger Lebenswandel zum Wohle aller Menschen und der Umwelt, damit die Erde auch in Zukunft ein lebenswerter Ort bleibt.

Ja, aber…warum sind Naturfasern noch mal nachhaltig?

Donnerstag, 11. April 2013

Heute ist Tag 4 der Woche der Nachhaltigkeit. Ich habe mich nochmals gefragt, warum Naturfasern, die wir ja bei hessnatur ausschließlich verarbeiten, nachhaltig sind. Dafür ist ja diese Woche da, um einen ein wenig aus dem Alltagstrott zu schubsen und neue Denkanstöße zu geben. Jedenfalls bin ich auf einen Artikel der Initiative People for Future gestoßen. Er heißt: „Warum sollte Kleidung nachhaltig sein?“ und ist sehr lesenswert. Am Seitenrand gibt es einen kleinen Infokasten, in dem vier kleine Fragen stehen, die es in sich haben:

Wusstest Du, dass…

  • …synthetische Kleidung aus Erdöl besteht?
  • …jährlich 30.000 Menschen bei der Baumwollproduktion sterben?
  • …ein Viskosehersteller so viel Abwasser produziert wie eine Stadt mit 50.000 Einwohnern?
  • …eine Näherin an einer Jeans für 100 Euro gerade mal 1 Euro verdient?

Bei hessnatur können wir auf die Fragen antworten mit:

Ja, aber…

  • …wir fertigen und vertreiben nur Kleidung aus naturbelassenen Naturfasern.
  • …wir unterstützen den nachhaltigen Anbau von Biobaumwolle.
  • …für uns kommen Kunstfasern nicht in die Tüte bzw. in die Kollektion.
  • …wir garantieren, dass unsere Näherinnen zu sozialen Bedingungen arbeiten und fair bezahlt werden.

Doch was heißt “naturbelassene Naturfasern”? In unserer aktuellen Sommerkollektion finden sich vier textile Fasern, deren umwerfende Eigenschaften vorzustellen sich immer wieder lohnt:

Da ist einmal die Baumwolle. Sie gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird vermutlich seit mehr als 6000 Jahren angebaut. Sie ist besonders saugfähig und sehr zart auf der Haut. Ihre Zugfestigkeit macht sie besonders pflegeleicht: Man kann Biobaumwolle problemlos häufig in der Maschine waschen. Baumwolle ist im konventionellen Anbau sehr spritzgift- und bewässerungsintensiv. Der ökologische Anbau von Baumwolle trägt erheblich dazu bei, diese Umweltbelastungen zu vermindern, wenn nicht sogar zu vermeiden.

Leinen ist ebenfalls eine uralte Kulturpflanze. Seine langen Fasern sind kühlend und atmungsaktiv, schmutz-unempfindlich und langlebig. Lieder wird bisher nur circa ein Prozent des weltweit produzierten Leinens kontrolliert biologisch angebaut. hessnatur ist im Jahr 2006 Mitinitiator des Hessen-Leinen-Projektes gewesen, für das seither Bauern in Mittelhessen die vergessene Tradition des ökologischen Leinenanbaus wieder aufleben lassen.

Hanf ist eine der am schnellsten nachwachsenden Rohstoffe. Er kann bis zu vier Metern in nur 100 Tagen wachsen. Dabei ist er aber robust und verlangt per se kaum nach Pestiziden und Herbiziden. Kleidung aus Hanf ist kühl, robust, mit einem Glanz, der an Leinen erinnert und sehr strapazierfähig.

Seide gehört wie die Wolle zu den tierischen Faserstoffen. Im Unterschied ist die Seide zur Wolle jedoch kein Haar, sondern ein Faden, den die Seidenraupen spinnen. Die Bezeichnung Bio-Seide weist darauf hin, dass die Maulbeerbäume für die Seidenzucht kontrolliert biologisch angebaut werden. Naturbelassene Seide ist von allen Textilfasern der menschlichen Haut am ähnlichsten ist. Seide sagt man eine hautberuhigende, temperaturausgleichende Wirkung nach, die Feuchtigkeit schnell weiterleitet. Gerade für Menschen mit empfindlicher Haut ist sie besonders zu empfehlen.

Naturbelassene Naturfasern sind nachhaltig, weil sie umweltfreundlich in der Erzeugung sind, weil sie Menschen im Anbau und der Produktion keinen Schaden zufügen und gesund sind, um sie auf der Haut zu tragen. Und zu guter Letzt sind sie zu 100% biologisch abbaubar, womit sich der Kreislauf der Nachhaltigkeit schließt.