Artikel mit den Tags "Sozialstandards"

Rund um die Sozialstandards bei hessnatur

Freitag, 29. Juli 2011

Neben den strengen ökologischen Anforderungen an unsere Kollektionen steht hessnatur auch für sozial gerechte Arbeitsbedingungen.

Stefanie Karl vom Bereich Innovation & Ökologie, bei hessnatur für die Sicherung und Implementierung von Sozialstandards verantwortlich, Tine Roth aus dem E-Commerce und meine Texter-Kollegin Dagmar Reichardt haben eine mehrteilige Serie rund um die hessnatur-Sozialstandards aufgesetzt: Was tut hessnatur, damit die Sozialstandards in seinen Zulieferbetrieben eingehalten werden? Was haben wir schon erreicht und woran arbeiten wir noch? Diese und weitere Fragen werden in den Newslettern aufgegriffen und beantwortet.

Bislang sind 7 Beiträge erschienen, die hier auch noch mal online gelesen werden können. Wer die zukünftigen Beiträge automatisch erhalten möchte, kann sich hier für unseren Newsletter anmelden.

 

Bio und Fair-Trade – unser erfolgreich getestetes Basic-T-Shirt

Mittwoch, 13. Juli 2011

„Echt starkes Engagement für Mitarbeiter und Umwelt zeigt allein Naturmodeanbieter hessnatur“, lobte die Stiftung Warentest im vergangenen Jahr in ihrer August-Ausgabe.  Dabei ging es um den Nachhaltigkeitstest verschiedener T-Shirts, bei dem Basic-T-Shirts und ihre jeweilige Produktion untersucht worden sind. Das hessnatur-Shirt für Damen hat in Sachen CSR am besten abgeschnitten. In unserer Frühjahr/Sommer-Kollektion gibt es unseren Basic-Klassiker, der aus Bio- und Fair Trade-Baumwolle aus Burkina Faso gefertigt ist, jetzt zum besonders günstigen Preis.

Neben dem physikalischen Test des T-Shirts, sprich Passform, Verarbeitung, Wasch- und Reibechtheit etc., ging es den Testern im vergangenen Jahr auch darum, die textile Kette vom Anbau der Bio-Baumwolle in Burkina Faso über die Färberei bis hin zur sozialgerechten Produktion bei unserem Lieferanten in Litauen unter die Lupe zu nehmen. Und auch bei hessnatur selbst wurden unsere Arbeitszeitmodelle hinterfragt und entsprechend bewertet.

Fazit der Stiftung Warentest war in Summe, dass wir mit der besten Unternehmensverantwortung und einem guten Basic-T-Shirt überzeugen – weitere Informationen zum T-Shirt, zum Test und zu unserer textilen Kette gibt es hier.

Neues Video der Peru-Botschafter: Mäntel für hessnatur

Dienstag, 26. April 2011
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Wir machen weiter mit den Filmen über unsere beiden hessnatur-Botschafter Kathi und Samira in Peru: In dieser Episode geht es um einen großen Betrieb in Arequipa, in dem die Alpaka-Faser versponnen und auch gleich weiterverarbeitet wird, beispielsweise zu Decken oder Mänteln. Kathi und Samira führen hier auch ein Interview mit einer Näherin und befragen sie zu den Arbeitsbedingungen in dem Betrieb.

Jeansherstellung ohne Sandstrahltechnik!

Freitag, 8. April 2011

Anlässlich des gestrigen Weltgesundheitstages der WHO rief die Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) zum weltweiten Verbot der tödlichen Sandstrahltechnik bei der Jeansverarbeitung auf. Seit Herbst 2010 kämpft die Organisation für Aufmerksamkeit und Aufklärung über dieses Tod bringende Verfahren; wir berichteten.

Mit der Sandstrahltechnik werden die fertig genähten Jeans mit modischem „Used-Look“ versehen. Abgewetzte Stellen sollen erzeugt werden, die der Jeans eine Optik geben, als hätte sie schon ein Leben gehabt vor ihrem Verkauf. Wer diese Arbeit macht, setzt sich extrem feinem Staub aus und erkrankt in kürzester Zeit an der tödlichen Krankheit Silikose. Tausende leiden in Hersteller-Ländern wie der Türkei, Pakistan, China, Bangladesch oder Ägypten an dieser gefährlichen Lungenerkrankung.

Wahnsinn, oder?! Während uns hier die neue heißgeliebte und abgewetzte Jeans cool und sexy aussehen lässt,  tötet sie auf der anderen Seite der Welt diejenigen, die sie herstellen. Seit dem Aufruf der CCC gegen die Sandstrahltechnik haben eine Vielzahl an Herstellern ihre Produktionen umgestellt und verzichten auf das gefährliche Ausrüstungsverfahren.

Dass es auch anders geht, zeigt hessnatur. Unser Bio-Denim wird mit Enzymen gewaschen, bzw. ver-waschen. Das funktioniert und kostet weder Umwelt noch Menschenleben. Es geht also. Und damit stellt sich für mich die Frage, warum es mit einem Verbot so lange dauert.

Letztendlich entscheiden wir Verbraucher. Mit jedem Kauf können wir unsere Stimme abgeben und zu- oder dagegen stimmen. Ich jedenfalls stimme für faire Arbeitsbedingungen und gesunderhaltende Arbeitsweisen. Ihr auch?!

Multistakeholder-Meeting 2011

Dienstag, 8. Februar 2011

Seit dem Jahr 2005 ist hessnatur Mitglied der holländischen Fair Wear Foundation (FWF) – als erstes deutsches Unternehmen überhaupt trat hessnatur dieser Initiative bei und war auch lange Jahre einziges deutsches Mitglied. Die FWF unterstützt und kontrolliert Unternehmen bei der Sicherung von Sozialstandards in den Konfektionsbetrieben weltweit.

Seit rund einem Jahr sind wir von hessnatur zwar immer noch erstes deutsches Mitglied, aber nicht mehr einziges: ein Spezialist für sozial gerechte und ökologische Hanftextilien, ein Berufsbekleidungshersteller und zwei Anbieter von Outdoor-Textilien sind nun auch deutsche Mitglieder der Fair Wear Foundation. Schön, dass weitere Unternehmen das wichtige Thema Sozialstandards angehen und diese verbessern.

Alle deutschen FWF-Mitglieder trafen sich vergangene Woche beim diesjährigen so genannten Multistakeholder-Meeting. Stakeholder sind natürliche und juristische Personen, die Interesse an dem Verlauf eines gemeinsamen Themas haben – in unserem Fall: gerechte Arbeitsbedingungen. Neben der Fair Wear Foundation und den Mitgliedsunternehmen ist weiteres Fachpersonal mit vor Ort: Aktivisten der Kampagne für saubere Kleidung (englisch für “Clean Clothes Campaign”, CCC), eine Nicht-Regierungsorganisation, die Kampagnen gegen Ausbeutung von Arbeitern in der Textilindustrie initiiert. Und Vertreter einer Arbeitergewerkschaft (IG Metall oder Verdi), die sich für die Interessen der Arbeiter in den Nähereien einsetzen.

Alle Teilnehmer sind Spezialisten im Bereich Sozialstandards und setzen sich seit Jahren für sozial gerechte Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie ein. Mich persönlich hat es erfreut, dass das Multistakeholder-Meeting vergangene Woche in Frankfurt eine so offene und konstruktive Runde war. Alle Teilnehmer haben ihre Arbeit des vergangenen Jahres und geplante Maßnahmen für das kommende Jahr vorgestellt. Jeder von uns hat neue Herausforderungen und Ideen. Warum immer wieder das Rad von Neuem erfinden? Alle waren sich einig, dass ein Multistakeholder-Meeting die richtige Plattform zum Austausch und für neue Anregungen ist. Eine Möglichkeit sich zu vernetzten und gemeinsam weitere Wege und neue Schritte zu gehen. Gemeinsam für sozial gerechte Arbeitsbedingungen weltweit.