Artikel mit den Tags "Umwelt"

Statement-Shirts: “Du bist, was du trägst”

Mittwoch, 3. März 2010

Statement-Shirts sind ja im Grunde genommen wie Aufkleber: Sie erzählen Gott und der Welt, woran wir glauben, was wir hoffen, was wir gut und schlecht finden und überzeugen im besten Falle auch andere, sich für sinnvolle Sachen zu engagieren.

Von Montag bis Freitag in der nächsten Woche wollen wir Euch hier im Blog fünf von unseren Statement-Shirts vorstellen. Jeden Tag eins. Jedes für sich hat eine eigene Botschaft auf kreative Art und Weise, die sich dafür stark macht, die Welt ein bisschen zu verbessern. Wir laden Euch ein, mit Eurem Kommentar Euren Favoriten zu wählen – und sind gespannt auf Eure Meinungen!

Und vergesst nicht: Wenn jede Person auf der Welt Abstand nimmt von T-Shirts aus konventioneller Baumwolle und Produktion und stattdessen T-Shirts aus Bio-Baumwolle trägt, die fair hergestellt sind, kann jeder einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt als auch die Lebensumstände von vielen vielen Menschen zu verbessern. Denn: Kleidung ist mehr als nur etwas “zum Anziehen”. Es ist die klare Entscheidung für einen nachhaltigen Lebensstil.

P.S. Einige Kolleginnen und Kollegen haben heute schon mal für die Statement-Shirt-Woche geprobt und – passend zum schönen Wetter in der Wetterau – ihre Statement-T-Shirts angezogen :-)

Neue Animation: “The Story Of Cap & Trade”

Montag, 11. Januar 2010
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Hier der neue Film der Freerange Studios mit dem Tiel “The Story Of Cap & Trade“.

Im Sinne von “Cap and Trade” legen Staaten fest, welche Menge an Treibhausgas-Emissionen sie für vertretbar halten. Ich muss sagen, dass ich kein Experte auf diesem Thema bin, finde aber, dass die Freerange Studios in ihrem “The Story Of Cap & Trade” anschaulich interessante Zusammenhänge des Handels mit Emissionen vorstellen. Leider jedoch ohne wirkliche Alternativen aufzuzeigen.

Es sind langfristige Ziele notwendig, um den Klimawandel zu stoppen oder zu verlangsamen. In Kopenhagen treffen sich die Entscheider der Welt, um einen Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls zu verhandeln und verbindliche Ziele zur Reduzierung der CO2 Emissionen festzulegen. Viele Experten halten die Konferenz für die letzte Chance, den Klimawandel aufzuhalten.

Das sagen die Freerange Studios über ihren Fim:

Story of Cap & trade is a fast-paced, fact-filled look at the leading climate solution being discussed at Copenhagen and on Capitol Hill. Host Annie Leonard introduces the energy traders and Wall Street financiers at the heart of this scheme and reveals the “devils in the details” in current cap and trade proposals: free permits to big polluters, fake offsets and distraction from what’s really required to tackle the climate crisis. If you’ve heard about cap and trade, but aren’t sure how it works (or who benefits), this is the film is for you.

Vor einiger Zeit haben die Freerange Studios die sehenswerte “Story of Stuff” mit großem Erfolg produziert.

Die Rechnung – Der Klima-Film über Klima(un)gerechtigkeiten

Montag, 5. Oktober 2009
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Sehenswerter Kurzfilm mit interessanter Wende: Drei Freunde berichten aus ihrem Leben: Auto, Urlaub, Energie und Ernährung ergeben dabei ein buntes Klimasünden-Allerlei…

In dem vierminütigen Beitrag von Peter Wedel wird der CO2-intensive Lebensstil eines Großstädters (gespielt von Benno Fürmann) in Kontrast zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Menschen in den Entwicklungsländern gestellt.

Als innovativste unter den Einsendungen wurde „Die Rechnung“ mit dem Drehbuch-Preis von Germanwatch e.V. zum Thema Klimagerechtigkeit ausgezeichnet. Der Film ist mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entstanden.

Schaupieler: Benno Fürmann, Bjarne Mädel, Christoph Tomanek und Ina Paule Klink. Regie: Peter Wedel.

Filmtipp: “Home” online anschauen

Freitag, 12. Juni 2009
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Fürs Wochenende gibt es von uns heute noch einen Filmtipp: Bis einschließlich Sonntag könnt Ihr auf Youtube den beeindruckenden Dokumentarfilm „Home“ des französischen Fotografen Yann Arthus-Bertrand anschauen. Produziert hat ihn Luc Besson, u.a. bekannt durch den Kinofilm „Das fünfte Element“.

Yann Arthus-Bertrand hat vor einigen Jahren das Projekt „Die Erde von oben“ gestartet und dazu verschiedene Bücher mit Luftaufnahmen und auch einen Kinofilm herausgebracht. Ich kann mich noch gut an die Ausstellung dazu erinnern, die ich in London gesehen habe und die mich seinerzeit schon sehr beeindruckt hat.

„Home“ bietet – sozusagen als Fortsetzung von „Die Erde von oben“ – eineinhalb Stunden lang einzigartige Aufnahmen unseres Planeten, die aus der Luft aufgenommen worden sind. Mit „Home“ wollen Arthus-Bertrand und Besson auf die Zerstörung der Umwelt durch den Klimawandel aufmerksam machen.

P.S. Offenbar kann es Probleme mit dem Abspielen des eingebetteten Videos geben, deswegen hier der direkte Link zum Film “Home” auf Youtube.

Die Zukunft ist das Meer

Freitag, 12. Juni 2009

Eine Vision ist ein Bild, das wir uns von unserer Zukunft machen, für die wir uns begeistern und andere begeistern können. Es bringt Klarheit und Richtung in das Handeln und Denken. Von einer Vision begeistert zu sein ist wohl eines der ältesten, natürlichsten und grundsätzlichsten Prinzipien, mit denen Menschen sich selbst und andere begeistern und Veränderungen herbeiführen.“ So gelesen unter blueprint.de.

Kürzlich las ich im Journal für Frankfurt die Vision von Matthias Horx vom Zukunftsinstitut, die er sich über die Entwicklung Frankfurts macht. Genial, dachte ich: Schrankenfrei, konventions-, gesetzes- und reglementierungsfrei hat er eine Großregion mit ihrem kreativen, pulsierenden Potential zu einer neuen Einheit formiert. Ebenso abstrakt und schrankenfrei müsste man dieses Bild von einer über die regionale Begrenztheit jetztiger Denk- und Handlungsmuster hinausgehenden Zukunftsidee auch für die Textilbranche anlegen können.

Die Vision, die einst Heinz Hess antrieb, hessnatur zu gründen, ließ ja damals noch gar nicht ahnen, wohin ihn sein eigenes Sehnen und Drängen einmal führen würde. Was, wenn hessnatur-Richtlinien, so streng sie sind, so fundiert, dass sie Grundlage für IVN und Co. werden und geworden sind – ja, was, wenn hessnatur Maßstab für die Fertigung von Textilien generell werden würde? Weltweit, branchenweit? Die Vordenkerrolle wird zur Massenbewegung, weil sie das Zeug dazu hat und der Druck der Konsumenten, Kunden und KäuferInnen immer stärker und prägnanter wird. Genial. Diese Denke würde die ganze Produktionskette verändern, würde unsere Projektarbeit in Burkina Faso, Nepal oder Bangladesch zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Dann behielte Saint-Exupèry recht mit seinem Zitat: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, die Holz beschaffen, Werkzeuge vorbereiten, Holz bearbeiten und zusammenfügen – sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, unendlichen Meer.“

Es ist die Sehnsucht nach Giftfreiheit, nach dem Erhalt unserer Umwelt, nach einer intakten Natur, in der Kinder gesund aufwachsen können, in der Artenvielfalt und nicht Artensterben auf der Tageordnung stehen. In der Genmanipulation nicht mal ein Fremdwort ist. Das ist das Meer, nach dem wir streben.

Bis dahin halte ich mich an den Satz von Viktor Hugo, der mir tatsächlich greifbar nahe scheint: „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“