Artikel mit den Tags "Umwelt"

Heute: Aktionstag Nachhaltiges Waschen

Dienstag, 10. Mai 2011

…. ja, der ist heute. Haben Sie heute morgen schon Geschirr gespült oder die Waschmaschine angestellt, bevor Sie aus dem Haus gingen? Machen Sie sich beim Kauf Ihres Waschmittels Gedanken, was dieses Mittel kann? Vor allem, ob es neben den wichtigen Wasch- und Reinigungsqualitäten auch gut zur Umwelt ist?!

Sich nur auf den blauen Engel oder auf ein anderes Siegel zu verlassen, hat für mich zwar lange gereicht, aber ein genaues Hinschauen und Ausprobieren der Alternativen war und ist heute in jedem Fall hilfreich. Auf der entsprechenden Wikipediaseite fehlt diese Hilfestellung noch, da würde ich die einschlägigen Geister herzlich bitten, doch da eindeutig mehr Nachhaltigkeit walten zu lassen!

Seit 2004 findet dieser Waschtag schon statt. Er will Verbraucher informieren, aufmerksam und sensibel machen. Das Hohenstein Institut hat zu diesem Thema eine Presse-Information zusammengestellt, die uns Deutschen die besten Waschmittel attestiert. Am besten wofür? Am besten in Sachen Waschleistung? Weißer, weicher, bügelfreier? Oder am besten in Sachen Nachhaltigkeit? Lese ich dieses achtseitige Papier, komme ich hier zum Thema Nachhaltigkeit  nicht zum Ziel. Ich lese, wofür Tenside, Enzyme und Bleichmittel gut sind, aber nicht, was sie in der Umwelt anrichten. Es gibt Tipps für umweltverträgliches Waschen. Leider fällt da bei mir persönlich alles durch beim letzten Punkt: „Die saubere Wäsche sollte möglichst schnell in den Trockner und die Wäscheleine wandern …“

Hmmm…? Bei mir bleibt der Trockner im Sommer komplett aus. Da kommt alles auf die Leine. Wenn er mal nicht mehr ist, der Trockner, werde ich ihn wahrscheinlich nicht mehr ersetzen. Das spart Strom und zwar eine Menge. Was Waschmittel angeht, können wir bei hessnatur ja wirklich glänzen. Von unserem Seifenkraut-Waschmittel bin ich restlos begeistert. Der Panamarinden-Fleckentferner ist genial und nur aus natürlichen Rohstoffen, die die Umwelt nicht aus dem Lot bringen. Auch ein Stück Gallseife kommt bei mir immer mal wieder zum Einsatz (Meine Tochter spielt Fußball, da muss ich doch nicht mehr sagen, oder?!). Also mangelt es auch nicht an Testobjekten. Waschleistung ist das eine, die Umweltverträglichkeit eine andere. Und die steht für mich eindeutig vorne an. Und dafür möchte ich heute eine Lanze brechen – oder besser: eine Leine hängen!

Also, noch mal: Wenn heute der Tag des nachhaltigen Waschens ist, liebe hessnatur-Blogger, -Leser und Kommentare-Schreiber (und alle –innen natürlich): Dann wünsche ich mir hier an dieser Stelle SEHR viele Kommentare und vor allem Ideen zum Thema Waschen – und/oder Spülen und Abwaschen!  Wie spart Ihr Waschmittel? Kennt Ihr tolle Hausmittelchen, um die Chemiekeulen zu umgehen? Da geht mehr als uns die offizielle Seite anbietet. Zeigt mal, was wir können!

Gemeinsam sind wir stark!

Mittwoch, 27. April 2011

Vielfalt erleben – unter diesem Motto haben wir in den letzten Wochen gemeinsam mit Alnatura und vielen gleichdenkenden Unterstützern aufgerufen, eine Petition zu unterschreiben.

Und ja, es ist geschafft: Unsere Petition hat deutlich mehr als die benötigten 50.000 Unterschriften zusammen bekommen! Das bedeutet, dass wir unser erstes Etappenziel erreicht haben: Die Petition erfüllt die Anforderungen für eine öffentliche Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Der Petent Felix Prinz zu Löwenstein vom BÖLW kann die Forderungen der Petition dort persönlich vortragen und diskutieren; stellvertretend für uns alle, die wir das Anliegen der Petition unterstützen und für alle Bürgerinnen und Bürger, die Genfood ablehnen.

Der Deutsche Bundestag möge die Bundesregierung damit beauftragen, dafür einzutreten, dass die Europäische Union die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen zum Anbau aussetzt (Anbau-Moratorium), und er möge in Deutschland die gesetzliche Grundlage für den regionalen Ausschluss gentechnisch veränderter Pflanzen aus der Agrarkultur schaffen.“ (Einleitung des Antrags)

Aktuell können wir von etwa 68.000 Stimmen ausgehen. Über 40.000 Unterstützer haben bisher online gezeichnet und rund 27.000 haben die Petition handschriftlich unterschrieben. Wir freuen uns mit den Initiatoren über dieses tolle Ergebnis! Das konnten wir nur gemeinsam schaffen. Tausend Dank an alle, die die Initiative unterstützt haben.

Übrigens: Die Petition kann auch jetzt noch gezeichnet werden. Die insgesamt sechswöchige Frist endet erst am 10. Mai. Je mehr Stimmen wir bis dahin zusätzlich erreichen, umso deutlicher ist das Signal an die Politiker. Also, bitte zeichnet jetzt!

Agrar-Gentechnik stoppen – es werden noch 30.000 Unterschriften gebraucht!

Donnerstag, 7. April 2011

Im Rahmen der Kampagne Vielfalt erleben – angestoßen von Alnatura und von vielen gleichgesinnten und ähnlich denkenden Unternehmen wie hessnatur mitgetragen – ist ein wichtiges Etappenziel erreicht worden: 20.000 Menschen, die sich gegen Agrar-Gentechnik und für den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschaft einsetzen, haben die Online-Petition bereits unterschrieben.

Um damit in den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages zu kommen, werden insgesamt 50.000 Stimmen bis zum 19. April benötigt, sprich: noch weitere 30.000 Unterzeichner. Deswegen der Aufruf an alle, sich daran zu beteiligen und die Online-Petition weiter zu empfehlen. Jede Stimme zählt!

Hintergrund: Der Einsatz von genmanipuliertem Saatgut verändert die Lebensräume von Pflanzen und Tieren, zerstört Ökosysteme an Stellen, die niemand vorhersehen kann. Angekündigte Verbesserungen sind nur von kurzfristigem Erfolg gekrönt, die langfristigen Folgen sind ungewiss. Die Initiative Vielfalt erleben fordert deswegen in ihrer Petition den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf „dafür einzutreten, dass die Europäische Union die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen zum Anbau aussetzt … und die gesetzliche Grundlage für den regionalen Ausschluss gentechnisch veränderter Pflanzen aus der Agrarkultur“ schafft.

Wir alle wollen Vielfalt erleben

Dienstag, 29. März 2011

Vielfalterleben – das ist eine Aktion, die von Alnatura angestoßen und von vielen gleichgesinnten und ähnlich denkenden Unternehmen mitgetragen wird. Auch von hessnatur. Es geht um den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschaft, also um den Erhalt unserer Umwelt und aller Ökosysteme.

Der Einsatz von genmanipuliertem Saatgut verändert die Lebensräume von Pflanzen und Tieren, zerstört Ökosysteme an Stellen, die niemand vorhersehen kann. Die prophezeite Ernteverbesserung ist meist nur kurzfristig, über kurz oder lang kommen Krankheiten oder neue Schädlinge ins Spiel, die dann wieder die genmanipulierte Pflanze angreifen. Es muss wieder eingegriffen werden. Ein Kreislauf, bei dem keiner die Auswirkungen kontrollieren kann.

Beispiel Baumwolle: Die BT-Baumwolle ist eine genmanipulierte Form der konventionell genutzten Baumwolle, die durch Monokulturhaltung über viele Jahre und über große Flächen nur noch mit Chemikalien vor dem Baumwollkapselwurm geschützt werden konnte. Der BT-Baumwolle wurde ein Gen eingesetzt, das einen Stoff produziert, der für den Wurm giftig ist. Damit wird der Wurm getötet. In den ersten Anbausaisons hat das wohl auch funktioniert. Inzwischen fallen über diese BT-Baumwolle andere Schädlinge her, die vorher im Ökosystem keine Rolle gespielt haben und damit auch keine natürlichen Feinde haben. Oder der Wurm zeigt Resistenzen und kommt wieder. Es muss also wieder mit Pestiziden gearbeitet werden. Was das für die Umwelt heißt, können wir uns ausmalen. Die Bauern, die sich durch den Kauf des teuren BT-Saatgutes verschuldet hatten und nach kurzer Zeit zusätzlich Geld für den Kauf von Pestiziden ausgeben müssen, wissen oft nicht mehr, wie es weitergehen soll. Ähnlich geht es dem Ökosystem. Ganz zu schweigen von unserer Haut, auf der T-Shirts aus dieser Baumwolle dann liegen, die atmungsaktiv und saugfähig sein soll … Übrigens: inzwischen arbeitet man an dem Einbau eines dritten Gens, um weitere Schädlinge von der Baumwolle fernzuhalten. Es hat etwas vom Zauberlehrling ….

Um dies und andere „Spielarten“ an der Natur zu stoppen und das Sterben der Arten aufzuhalten, dafür wurde diese Petition ins Leben gerufen. Innerhalb der nächsten drei Wochen (bis 19. April) müssen 50.000 Unterschriften gesammelt werden. Also: Machen Sie mit! Mehr Informationen zur Kampagne Vielfalterleben finden Sie hier. Und hier geht’s direkt zur öffentlichen Petition des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die ab sofort gezeichnet werden kann! Ziel: eine Landwirtschaft ohne Grüne Gentechnik.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Wie Lederschuhe unsere Gesundheit beeinflussen

Mittwoch, 23. Februar 2011

Füße haben ein Leben lang nicht nur viel zu tragen, sondern oftmals auch viel zu ertragen. Zu oft werden sie in Schuhe geschnürt, deren Materialien sie kaum atmen lassen. Damit sich unsere Füße in ihren Schuhen wohlfühlen, hängt neben einer guten Passform auch von den verwendeten Materialien ab. Die wirken sich nämlich auf das Klima in den Schuhen aus, , denn immerhin befinden sich auf jeder Fußsohle ca. 250.000 Schweißdrüsen, die hier wie am ganzen Körper für die Wärmeregulation zuständig sind. Ein Schuh muss also mit einer gewissen Feuchtigkeits- und Wärmeentwicklung umgehen können.

Leder hat den Vorteil, dass es atmungsaktiv ist: Fußwärme kann durch die Poren dringen, und Körperfeuchtigkeit kann zu einem gewissen Grad aufgenommen und wieder abgegeben werden. Dadurch wird das Klima im Schuh reguliert und ein angenehmes Tragegefühl entsteht. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht das anders aus. Denn Lederschuhe herkömmlicher Herstellung enthalten oftmals gesundheitsschädliche Stoffe, weil sie mit Chromsalzen gegerbt und mit schwermetallhaltigen Farbstoffen gefärbt wurden. Diese lösen sich beim Tragen durch Schweiß oder Nässe heraus und können auf der Haut zu allergischen Reaktionen führen. Und das beeinträchtigt dann nicht nur unsere Füße, sondern unsere gesamte Gesundheit.

Begünstigt wird dieses schadstoffreiche Klima zusätzlich durch verschiedene Beschichtungsverfahren, die das Leder „makellos“ erscheinen lassen sollen, ihm aber dadurch fast vollständig die Atmungsaktivität nehmen. Der Teufelskreis schließt sich: Schweiß und Hitze können nicht aufgenommen und durchgeleitet werden, dadurch erhöht sich die Feuchtigkeit und die Temperatur und der Fuß schwitzt noch mehr. Durch die hohe Feuchtigkeit lösen sich die schädlichen Stoffe aus dem herkömmlich behandelten Leder und setzen dem Fuß zusätzlich zum so oder so schon unangenehmen Klima gesundheitlich zu.

Und nicht nur unsere eigene Gesundheit wird durch diese Art der Lederbehandlung und –verarbeitung aufs Spiel gesetzt. Auch die Gesundheit der Umwelt und der Arbeiter werden diesen giftigen Stoffen oftmals ungeschützt ausgesetzt. Dabei ging es früher auch anders. Erst in den vergangenen hundert Jahren verdrängte die zeit- und kostensparende Chromgerbung die für Natur und Mensch verträglichen Methoden. Wir sehen es als unsere besondere Herausforderung, Leder ohne Chromsalze zu verarbeiten. Stattdessen setzen wir natürliche Gerbstoffe aus Holz, Früchten, Rinde, Wurzeln oder Blättern ein, deren gesamte Rückstände biologisch abbaubar sind. Auch auf der Oberfläche lassen wir keine der üblichen Kunststoffbeschichtungen zu. So bleibt die natürliche Atmungsaktivität des Leders voll und ganz erhalten. Das Ergebnis ist eine gesunde Umwelt, gesunde Arbeitsbedingungen und gesunde Schuhe aus lebendigem Leder, die ihr Wohlbefinden direkt an Ihre Füße weitergeben. Beim Gehen, Tanzen, Laufen und in der Pflege.