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Das LOHAS-Forum 2009 mit Wolf Lüdge

Mittwoch, 20. Januar 2010
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Seit kurzem sind die Videos der LOHAS Konferenz aus Boulder veröffentlicht. Die Konferenz setzt sich zusammen aus CEOs und Gründern nachhaltiger Unternehmen. Gemeinsam wird über Innovationen im “Lifestyle of Health and Sustainability” (LOHAS) Bereich gesprochen.

Mit dabei ist unser hessnatur-Chef Wolf Luedge, der unter anderem Fragen zur Innovationsbereitschaft von hessnatur beantwortet, Auskunft über Missstände in konventionellen Textilproduktionen gibt und über soziale Projekte in Burkina Faso, Nepal and Bangladesch berichtet.

Da auf Youtube Videos maximal zehn Minuten lang sein, dürfen ist die Konferenz auf fünf Videos aufgeteilt.

Teil 1Teil2 - Teil 3Teil 4Teil 5

Neckermann, Karstadt und Co.

Mittwoch, 4. November 2009

Bürogebäude 1Die Meldungen in der Presse über Insolvenzen von Unternehmen, speziell auch von Textilunternehmen reißen nicht ab. Insolvenz, geordnete Insolvenz, Übernahme, Unternehmensverkäufe, Schließung, Abwicklung – Begriffe, die im Moment täglich auftauchen und auf mich nicht gerade vertrauensbildend wirken.

Was passiert denn jetzt mit hessnatur? Zu wem gehört Ihr eigentlich? Wen oder was unterstützen wir denn, wenn wir Eure Produkte kaufen? Das sind auch die brennenden Fragen unsere Kunden/innen im Moment im Blog und in der Korrespondenz.

Fest steht: Auch über hessnatur schwebt das Damoklesschwert des Verkaufs. Allerdings hat der Pensionsfonds, dem wir aktuell angehören, in den letzten Tagen verkündet, dass ein Verkauf von hessnatur und anderen Spezialversendern aus dieser Gruppe nicht kurzfristig erfolgen werde. Also erst mal tief durchatmen und weiter arbeiten.

In unserer fast 34jährigen Geschichte mit Heinz Hess als Eigentümer und Geschäftsführer gab es – neben dem rasanten Aufstieg in den ersten 15 Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten – natürlich auch immer wieder Krisen. Das ist ja auch natürlich.

Die erste Krise, die ich miterlebt habe, war 1997 und sie hat bereits zu einem massiven Personalabbau geführt. Ich war damals in Elternzeit und hatte leider nicht mehr, wie vorher besprochen, die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit. Ganz oder gar nicht hieß es und meine Vertretung, die noch in der Probezeit war, musste das Unternehmen leider wieder verlassen, damit ich an meinen Arbeitsplatz zurück konnte.

2000 kam dann schon die nächste Krise und Heinz Hess hat das Unternehmen Anfang 2001 an die Neckermann Versand AG verkauft – auch aus privaten Gründen. Und warum gerade Neckermann? Neckermann war bereit, sowohl unsere ökologische Linie in der nötigen Konsequenz und den Erhalt aller Arbeitsplätze zu garantieren. Das gab den Ausschlag.

Aber ist es denn so wichtig, zu wem wir gehören? Für mich als Sekretärin der Geschäftsleitung haben sich seit dem Eigentümerwechsel die Personen geändert, für die ich arbeite. Und mit dem geforderten Berichtswesen, administrativen Verflechtungen und kurzfristig einberufenen Terminen nervt ein Konzern schon. An der Ausrichtung unseres Unternehmens, an unserer Philosophie und der Wertschätzung gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern hat sich jedoch nichts verändert. Im Gegenteil – wir haben uns noch intensiver mit den Wurzeln, dem gesellschaftlichen Auftrag und den Werten von hessnatur auseinandergesetzt und bewahren dies mit viel Kraft und Energie. Ist das nicht der Kernpunkt? Unabhängig von den sich verändernden Strukturen in diesem großen Konzern und unabhängig von den Eigentümerverhältnissen? Ich denke, danach sollte man ein Unternehmen hauptsächlich beurteilen.

Unser Sommerfest

Freitag, 25. September 2009

Collage_Mitarbeiterfest09

Endlich ist es wieder soweit. Unser jährliches Sommerfest, das unser Betriebsrat für die Mitarbeiter und ihre Familien organisiert, kann endlich wieder auf unserem eigenen Grundstück stattfinden. Da der Garten mit dem Laden-Neubau vor drei Jahren neu angelegt wurde, mussten wir für zwei Jahre zum Feiern in das Butzbacher Forsthaus ausweichen. Das war zwar auch sehr schön, aber hier bei uns im Garten entsteht doch immer eine andere, besondere Atmosphäre.

Und diese wurde in diesem Jahr – am letzten Samstag – noch durch die schöne Gartenanlage und durch einen tollen Spätsommertag mit lauen Temperaturen getoppt. Unsere „Zukunftswiese“, so hieß der Acker, auf dem wir früher unsere Zelte aufgestellt hatten, ist ersetzt worden durch eine schöne Gartenanlage mit Elementen wie Spielplatz, Feuerstelle und Bauerngarten. So hat jeder Mitarbeiter und auch so mancher Kunde, der noch aus dem Laden dazu kam, ein Plätzchen gefunden und auch unser Betriebsratsvorsitzender Walter hat sich, glaube ich, inzwischen mit den abgestorbenen Bäumen, die mit den Wurzeln nach oben als Kunst aufgestellt wurden, angefreundet. Zumal er jetzt Seile zwischen den Bäumen gezogen hat und alles mit Wein und Hopfen begrünt.

Apropos Hopfen – Bier, Getränke und viele vom Küchenteam und den MitarbeiterInnen mitgebrachte Köstlichkeiten waren wieder überwältigend und Groß und Klein haben ausgelassen gefeiert. Die Bilder sagen doch mehr als Worte.

Und als PS: Unser “Visionär” Heinz Hess hat die Wiese ” Zukunftswiese” genannt, weil er dort Platz reservieren wollte für zukünftige Projekte. Laden und Garten sind hier entstanden und es ist schön, wie sich der Kreis schließt, auch wenn er es selbst nicht mehr erlebt hat.

Fachkräfte für Lagerlogistik zu Besuch

Dienstag, 26. Mai 2009

Jüngst haben uns die angehenden Fachkräfte für Lagerlogistik (3. Lehrjahr) mit ihren Ausbildern Martin Hollik und Dieter Katz von der Gießener Friedrich-Feld-Schule besucht. Unser Programm startete mit einer kurzen Einführung über unser Unternehmen und einer kurzen Frühstückspause. Bis dahin eigentlich nichts besonderes, denn wir haben öfters Gruppen im Hause, die sich für hessnatur interessieren.

Ich hatte ganz bewusst genügend Zeit eingeplant für Fragen und Diskussion. Meine Erfahrung bisher war, dass dieses Angebot von Schülern und Auszubildenden eher nur in geringem Maße angenommen wird. Das war hier komplett anders. Es entwickelte sich eine hochinteressante Diskussion über die Unterstützung der Auszubildenden in den Betrieben. Die Logistiker berichteten, wie mit dem „innerbetrieblicher Unterricht“ in den verschiedenen Unternehmen umgegangen wird. Von „findet gar nicht statt“ bis „sehr gut“ waren alle Kategorien vertreten.

Was sich auch in der Diskussion zeigte: Die Qualität der Ausbildung ist nicht von der Größe der Unternehmen abhängig. Und: Auszubildende, die in den Betrieben unterstützt und gefördert werden, schneiden besser bei den Prüfungen ab. Dies sollte eigentlich Grund genug sein, um sich um dieses Thema intensiv zu kümmern. Bei hessnatur sind wir bei diesem Punkt gut aufgestellt, wie sich in der Diskussion gezeigt hat.

Was mich sehr betroffen hat, ist die Tatsache, dass erst ein kleiner Teil eine Zusage für die Übernahme nach der Ausbildung hat. Martin Hollik berichtete, dass dies im vergangenen Jahr noch ganz anders ausgesehen hat – da hatten nur wenige Auszubildenden keine Zusage.

Ich hoffe, dass der Vormittag bei hessnatur eine kleine Ablenkung vom Alltag war. Und dass die eine oder andere Information hilfreich für die weitere berufliche Entwicklung ist. Ein Dankeschön geht an den Kollegen Siggi König, der die Führung durch unsere Logistik geleitet hat.

Den Auszubildenden wünsche ich alles Gute für den weiteren Verlauf der Abschlussprüfung und natürlich viel Erfolg bei den nächsten Schritten als Fachkraft für Lagerlogistik.

hessnatur gewinnt den ersten nachhaltigen Marketingpreis

Freitag, 22. Mai 2009

Das ist ja mal eine schöne Überraschung: hessnatur gewinnt den ersten Marketingpreis im Bereich der Nachhaltigkeit mit dem schönen Namen “Minne”, was für Marketingpreis für innovatives nachhaltiges Marketing steht.

Die Intention des Münchener Marketing Circles, der diesen Preis vergibt, ist, all jene in die Öffentlichkeit zu bringen, die auch an die Ressourcen von morgen denken. Spannend wäre zu erfahren, wer den zweiten und dritten Platz belegt hat.

Und hier die Begründung für den Sieg von hessnatur:

hessnatur gehört zu Pionieren der Umweltbewegung. Mit dem Umweltaktivisten Heinz Hess fing schon 1976, also vor über 30 Jahren, alles an. Er formulierte die Vision und das Bedürfnis nach reiner, natürlicher und unbehandelter Babykleidung und begann mit dem ersten Katalog. Auch heute lebt seine Vision fort, auch heute hinterlassen wir sichtbar Spuren: für ein menschliches und natürliches Leben, eingebettet in gesunde Natur und eine lebendige Gemeinschaft.

Gerade auch im Marketing wird diese Vision mit allen aktuellen Medien gestützt und verbreitet. Vor allem entscheidet für die Jury war die Verknüpfung eines traditionsreichen Labels mit modernstem Medieneinsatz. Neben der Nutzung der üblichen Marketinginstrumenten (Beilagen-Schaltung, Online Newsletter, Mailings, MGM-Maßnahmen, POS-Aktionen etc.) nutzt hessnatur redaktionelle Katalogseiten, auf denen die Kunden über das aktuelle Unternehmensgeschehen (Projekte, Auszeichnungen, Kooperationen etc.) informiert werden. Darüber hinaus ist hessnatur 2008 unter die Blogger gegangen und beschäftigt sich derzeit im Rahmen eines Pilotprojekts mit Empfehlungsmarketing durch Produkt-Tester.

Alles in allem hat die Jury bei hessnatur das Vorbild für das nachhaltige Marketing der Zukunft gesehen. Dazu gehören klare Unternehmensvisionen, maßvolles kontinuierliches Wachstum in den letzten Jahren, überzeugende Produkte, innovative Marketingstrategien und proaktives gesellschaftliches Engagement, welches über das reine Spenden hinausgeht. Als Beispiele seien hier das Anbauprojekt Hessen (kontrolliert biologischer Leinenanbau) genannt und das Rhönschafprojekt, welches die Förderung von Produkten aus deutscher Wolle, speziell aus Rhönwolle fördert.

Die Jury hofft nicht nur einen Pionier und Vordenker hiermit auszuzeichnen, sondern auch, dass andere Unternehmen, v.a. aktuelle Unternehmensgründer dieses Vorgehen als Vorbild verstehen und sich davon inspirieren lassen.

Da bleibt mir nur noch zu sagen: Herzlichen Glückwunsch, liebes hessnatur-Team und Chapeau für die Leistung!