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Weltfrauentag – Frau sein heute

Dienstag, 8. März 2011

Laut einer Statistik sind die Aktivitäten, an diesem Tag für die Rechte von Frauen aktiv an die Öffentlichkeit zu gehen, seit einigen Jahren rückläufig. Was heißt das? Ist alles erreicht? Geht es uns gut?

Schauen wir nur mal auf die Aktivitäten der GrameenBank und Prof. Muhammed Yunus, der vielen Frauen in Bangladesh überhaupt erst eine Zukunft ermöglicht ha; 95% seiner Mikro-Kreditnehmer sind Frauen. Die Idee hat Nachahmer gefunden, aber auch Gegner – mit denen er sich jetzt selbst am härtesten auseinander setzen muss.

Aber zurück zu uns Frauen. Ich möchte es nicht ins Lächerliche ziehen, aber die Inbrunst, mit denen die Gender-Aktivitäten in Wort und Bild stattfinden, scheint zeigen zu wollen, wie sehr wir doch alle die Gleichberechtigung wollen. Liebe Antragstellerinnen und Antragsteller – oder liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer. Manchmal kommt man dabei kaum auf das Thema … Und oft bleiben es Lippenbekenntnisse.

Gerade stehen in Deutschland Kommunalwahlen vor der Tür. Wie stellt sich eigentlich das Verhältnis von Kandidatinnen zu Kandidaten dar? Ich denke, es steht schlecht um die Frauen in der Politik. Wird das durch eine Quote zu regeln sein? Liegt es an uns selbst, dass wir uns dieses Terrain nicht zutrauen? Oder ist es das männlich gestrickte Spielfeld mit seinen oft unbeweglichen Gremien, Ausschüssen, Tagungen und Beschlüssen? Jedenfalls sind laut neuesten Zählungen 19,1% aller Parlamentarier Frauen. Beruhigend?

Was mir mehr Sorgen bereitet, ist, dass immer noch viele Frauen Analphabeten sind (65%) und keinen Zugang zu Bildung haben. Viele Frauen können immer noch kein freies, selbstbestimmtes Leben führen. Die weltweite, konventionelle Textilproduktion ist da kein Vorzeigesektor. Der Markt billigt das – im wahrsten Sinne des Wortes. Nein, damit müssen wir anfangen und konsequent werden. hessnatur verankert diese Werte in seinen Sozialstandards. Handeln ist viel wichtiger als eine Gender-Verpflichtung beim Texten und Reden. Meint Ihr nicht auch? Was mich interessieren würde, wären tolle Projekte, die Frauen wirkliche Chancen bieten. So, wie die Leprastation in Nepal oder unser Bio-Baumwollprojekt in Burkina Faso. Hier unterscheiden wir von hessnatur nämlich nicht zwischen Frauen und Männern, wir unterstützen einfach. Und oft hilft es gerade den Frauen.

Alles andere als alltäglich …

Donnerstag, 3. März 2011

… steht auf der Homepage der Hotel- und Thermenanlage Rogner Bad Blumau zu lesen und genau davon können wir heute berichten: hessnatur ist in dieser herrlichen Hundertwasser-Hotelanlage in Österreich praktisch täglich anzutreffen. „Hier sollen sich nicht nur die Gäste wohl fühlen, sondern auch die Mitarbeiter“, eröffnete die Eigentümerfamilie Rogner in der vergangenen Woche eine hausinterne Veranstaltung. Es ging darum, neue Mitarbeiterkleidung an Kolleginnen und Kollegen zu verteilen. Der Philosophie des Hauses entsprechend wurde dies begleitet von einer kleinen Zeremonie, in der 65 der insgesamt 300 Mitarbeiter ihre von hessnatur geschnürten Pakete in Empfang nahmen.

Mit hessnatur war der geeignete Partner für die Umsetzung des Projekts „Mitarbeiterkleidung Neu“ schnell gefunden. „Qualitativ hochwertige, ökologisch und sozial verträglich produzierte Kleidung verstehe ich als eine Investition in das Wohlbefinden eines jeden einzelnen Mitarbeiters und als einen kleinen Beitrag zu einer besseren Welt“, erläuterte Robert Rogner jun. seinen Entschluss, auf Naturtextilien bei der Mitarbeiterkleidung zu setzen

Wolf Lüdge war selbst angereist zu diesem außergewöhnlichen Event und konnte die Freude der Mitarbeiter über die neue Kleidung miterleben. Sie selbst hatten für die jeweils unterschiedlichen Arbeitsbereiche passende Modelle aus dem aktuellen Katalog ausgewählt: Die Empfangsdamen wählten ein Kleid und eine Weste aus der Capsule-Kollektion von Eviana Hartman (Foto oben), für den Wellness- und Badebereich gab es eigene, dem Bedarf angepasste Shirts und Sweats aus reiner Bio-Baumwolle (Foto rechts).

„Wenn man weiß, dass bei der Produktion von Kleidung Menschen krank werden und  sterben, und dass 25% des weltweiten jährlichen Insektizidverbrauchs für den Baumwollanbau aufgewandt werden, obwohl weltweit nur 2% der gesamten Ackerfläche dafür genutzt werden“, so Robert Rogner jun., „dann kann man nicht einfach wegschauen. Insbesondere dann nicht, wenn – so wie bei uns in Blumau – Ehrlichkeit, Bewusstheit, Menschlichkeit und der sorgsame Umgang mit der Natur im Mittelpunkt stehen“. Auf verschiedenen Ebenen kann so Stück für Stück Veränderung einsetzen. „Jeder kann etwas bewegen“, ist hessnatur-Geschäftsführer Wolf Lüdge überzeugt. „Es genügt, einfach mal im Kleinen anzufangen – vielleicht beim Kauf des nächsten T-Shirts. Schließlich hält ein ökologisch hergestelltes T-Shirt 7 qm Ackerfläche giftfrei. Bei jährlich rund 2,5 Millionen verkauften T-Shirts käme da einiges zusammen.”

In Bad Blumau kommt auf jeden Fall jetzt ein Vielfaches der 7 qm zusammen. In Wellness und Spa, bei Kunst und Kultur – eben alles andere als alltäglich.

Wie Lederschuhe unsere Gesundheit beeinflussen

Mittwoch, 23. Februar 2011

Füße haben ein Leben lang nicht nur viel zu tragen, sondern oftmals auch viel zu ertragen. Zu oft werden sie in Schuhe geschnürt, deren Materialien sie kaum atmen lassen. Damit sich unsere Füße in ihren Schuhen wohlfühlen, hängt neben einer guten Passform auch von den verwendeten Materialien ab. Die wirken sich nämlich auf das Klima in den Schuhen aus, , denn immerhin befinden sich auf jeder Fußsohle ca. 250.000 Schweißdrüsen, die hier wie am ganzen Körper für die Wärmeregulation zuständig sind. Ein Schuh muss also mit einer gewissen Feuchtigkeits- und Wärmeentwicklung umgehen können.

Leder hat den Vorteil, dass es atmungsaktiv ist: Fußwärme kann durch die Poren dringen, und Körperfeuchtigkeit kann zu einem gewissen Grad aufgenommen und wieder abgegeben werden. Dadurch wird das Klima im Schuh reguliert und ein angenehmes Tragegefühl entsteht. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht das anders aus. Denn Lederschuhe herkömmlicher Herstellung enthalten oftmals gesundheitsschädliche Stoffe, weil sie mit Chromsalzen gegerbt und mit schwermetallhaltigen Farbstoffen gefärbt wurden. Diese lösen sich beim Tragen durch Schweiß oder Nässe heraus und können auf der Haut zu allergischen Reaktionen führen. Und das beeinträchtigt dann nicht nur unsere Füße, sondern unsere gesamte Gesundheit.

Begünstigt wird dieses schadstoffreiche Klima zusätzlich durch verschiedene Beschichtungsverfahren, die das Leder „makellos“ erscheinen lassen sollen, ihm aber dadurch fast vollständig die Atmungsaktivität nehmen. Der Teufelskreis schließt sich: Schweiß und Hitze können nicht aufgenommen und durchgeleitet werden, dadurch erhöht sich die Feuchtigkeit und die Temperatur und der Fuß schwitzt noch mehr. Durch die hohe Feuchtigkeit lösen sich die schädlichen Stoffe aus dem herkömmlich behandelten Leder und setzen dem Fuß zusätzlich zum so oder so schon unangenehmen Klima gesundheitlich zu.

Und nicht nur unsere eigene Gesundheit wird durch diese Art der Lederbehandlung und –verarbeitung aufs Spiel gesetzt. Auch die Gesundheit der Umwelt und der Arbeiter werden diesen giftigen Stoffen oftmals ungeschützt ausgesetzt. Dabei ging es früher auch anders. Erst in den vergangenen hundert Jahren verdrängte die zeit- und kostensparende Chromgerbung die für Natur und Mensch verträglichen Methoden. Wir sehen es als unsere besondere Herausforderung, Leder ohne Chromsalze zu verarbeiten. Stattdessen setzen wir natürliche Gerbstoffe aus Holz, Früchten, Rinde, Wurzeln oder Blättern ein, deren gesamte Rückstände biologisch abbaubar sind. Auch auf der Oberfläche lassen wir keine der üblichen Kunststoffbeschichtungen zu. So bleibt die natürliche Atmungsaktivität des Leders voll und ganz erhalten. Das Ergebnis ist eine gesunde Umwelt, gesunde Arbeitsbedingungen und gesunde Schuhe aus lebendigem Leder, die ihr Wohlbefinden direkt an Ihre Füße weitergeben. Beim Gehen, Tanzen, Laufen und in der Pflege.

Seifenkraut: Zum Waschen gut!

Montag, 21. Februar 2011

Ich bin ja wirklich offen für alle möglichen neuen Ideen, Innovationen und … ja, ich probiere auch grundsätzlich erst mal alles aus. Hmmm, aber beim Wäsche waschen bin ich schon so ein bisschen Gewohnheitstier. Deshalb war auch meine Neugier gepaart mit jeder Menge Skepsis, als ich das „Seifenkraut-Waschmittel“ mit nach Hause nahm, um einen Test damit durchzuführen.

Beim ersten Waschversuch an der heimischen Waschmaschine hatte ich mich erst einmal für eine Ladung T-Shirts von meinen Kids entschieden. Nicht sehr schmutzig, aber eben getragen. Die Waschmittelmenge von nur einem Deckel erschien mir auch recht wenig. (Natürlich dachte ich daran, die Menge zu erhöhen. Damit, wenn die Waschkraft dieses Naturproduktes nicht so gut  wirken würde, die etwas größere Menge das Ganze ausgleichen könnte). Aber ich rief mein Vorurteil zurück und ließ mich auf die vorgeschriebene Menge ein. Wie sonst sollte ich Euch hier im Blog einen echten Bericht abliefern können?!

Also, was soll ich sagen: Das Ergebnis war mehr als beeindruckend! Die T-Shirts waren sauber, sie dufteten frisch, aber nicht parfümiert – genau so, wie wir es lieben. Das nächste Opfer wurden unsere beiden Badezimmervorleger, die mal weiß waren. Schon etwas betagt erfüllen sie noch völlig ihren Zweck. Die kamen bei 60°C in die Maschine, auch mit einer Kappe Seifenkraut. Das Ergebnis überzeugte mich dann wirklich: die Vorleger waren wieder richtig schön weiß geworden!

Jetzt seid Ihr dran. Ich kann Euch nur ans Herz legen: Probiert es aus! Pure Natur – aus den „sämtlichen Pflanzenteilen des Seifenkrauts entsteht eine milde Seifenlauge, so mild, dass sie auch heute noch zum Waschen von antiken Stoffen und Teppichen verwendet wird. Diese hervorragende Eigenschaft nützen wir gezielt in diesem Waschmittel für alle Temperaturbereiche und Stoffarten.“ So lautet die Info des Herstellers dazu.  Von mir gibt’s die Note: „Überzeugt!“ dafür. Meldet Euch gerne mit Kommentaren, falls Ihr schon „User“ seid!

Am Sonntag ist Welt-Lepra-Tag

Freitag, 28. Januar 2011

Übermorgen, am Sonntag, 30. Januar ist der Welt-Lepra-Tag. Seit seiner Gründung im Jahr 1954 durch den Franzose Raoul Follereau findet dieser Tag in vielen Ländern immer am letzten Sonntag im Januar statt. Die Idee des Gedenktages ist, Menschen auf der ganzen Welt auf die Krankheit Lepra und die Not der Opfer aufmerksam zu machen.

Auch wir bei hessnatur beschäftigen und mit dem Thema. Seit Jahren arbeitet hessnatur mit dem Projekt New SADLE in Nepal zusammen. New SADLE ist eine so genannten NGO, zu deutsch Nicht-Regierungs-Organisation, die sich für die Reintegration von Leprakranken einsetzt. Und dies in ganz besonderer Weise: Neben der medizinischen Betreuung der Leprakranken, bekommen diese Arbeit in der Textilindustrie. Gemeinsam mit gesunden Menschen fertigen sie u.a. für hessnatur Webware. So erzielen sie ein Einkommen und können sich ein Leben in der Hauptstadt Kathmandu leisten. Am Rande von Kathmandu befinden sich auch die Werkstätten und die Krankenstation von New SADLE. Das Konzept des Vereins geht noch weiter: Im Rahmen verschiedener Road-Side-Kliniken werden Menschen fernab der Hauptstadt medizinisch betreut. Für die Älteren gibt es außerdem ein Altenheim, die Kinder sind in Kindergarten und Schule untergebracht.

Im Weihnachtskatalog 2010 hat hessnatur drei feine Pashmina-Schals angeboten – große Tücher, in die man sich richtig schön einkuscheln kann. Aus Kaschmir, Seide und Schurwolle, von Hand gewebt. hessnatur hat versprochen, mit jedem verkauften Pashmina-Schal eine Spende von zwei Euro direkt an New SADLE weiterzureichen: 1.037 Schals haben Sie gekauft, und damit konnten mehr als 2.000 Euro auf das Konto des Vereins überwiesen werden. New SADLE hatte uns vorab mitgeteilt, dass eine der Road-Side-Kliniken dringend weiteres medizinisches Zubehör für einen Operationssaal braucht. Dafür soll nun die Spende eingesetzt werden. Von der Umsetzung vor Ort werden wir natürlich hier im Blog berichten.

Aktuell in der Frühjahr/Sommer-Kollektion gibt es von New SADLE einen Schal aus Bananenfaser und Bio-Baumwolle, den meine Kollegin Dagmar hier im Blog schon vorgestellt hat. Außerdem einen Häckelschal aus reiner Seide. Farbenfrohe Accessoires gefertigt in authentischer Handarbeit. Ein Muss für jeden, der ein tolles Accessoire tragen und damit ein Zeichen für solch ein förderungswürdiges Projekt setzen möchte. Als Botschafter können Sie so die Idee des Welt-Lepra-Tages weitertragen und auf die Not der Opfer der Krankheit Lepra sowie Lösungsmöglichkeiten aufmerksam machen.