Artikel mit den Tags "Wolle"

hessnatur-Funktionskleidung in den Pyrenäen im Test – Teil 2

Freitag, 28. August 2009
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Wie bereits in Teil 1 angekündigt sind Michael Müller (guter Freund aus der Studienzeit und kein hessnatur-Mitarbeiter) und ich sozusagen “live”, in den Pyrenäen zu sehen.

Trecking-Urlaub in den Pyrenäen und Härte-Test für die hessnatur-Funktionskleidung: Wir zeigen Euch Bilder von den spektakulären Gavernie-Fällen (423m), Aufnahmen von unserer Tour durch den Ordesa-Nationalpark und liefern Euch Antworten auf die Frage, wie sich die hessnatur-Funktionskleidung dabei bewährt hat.

Im Härte-Test standen folgende Artikel:

hessnatur-Funktionskleidung in den Pyrenäen im Test – Teil 1

Freitag, 14. August 2009
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Trotz meiner Leidenschaft für sportliche Unternehmungen habe ich mich mit dem Thema Funktionskleidung kaum beschäftigt und kann daher nicht sagen, was gut oder schlecht an solcher ist. Meine Unwissenheit ist somit mein Antrieb, um mir letzlich auch eine Meinung bilden zu können.

Daher werde ich Funktionskleidung von hessnatur, hergestellt aus Schurwolle, einem Praxistest während meines Trekking-Urlaubs unterziehen. Im ersten Teil der Funktionskleidungs-Trilogie gibt es eine Einführung von Rolf Heimann, Leiter Innovation & Ökolgie bei hessnatur. Im zweiten Teil werden Michael Müller (guter Freund aus der Studienzeit und kein hessnatur-Mitarbeiter) und ich sozusagen “live”, vor Ort, eine Einschätzung zur Kleidung während des Trekkings in den Pyrenäen geben, in Teil 3 gibt es schließlich dann den Erfahrungsaustausch mit Rolf Heimann und meine abschließende Einschätzung zum Thema Funktionskleidung.

Ein Wolle-Seide-Body für Paul

Mittwoch, 20. Mai 2009

Jetzt ist es soweit: Ich bin Oma geworden, vor 14 Tagen kam mein süßer Enkel Paul auf die Welt.

Es ist so schön Oma zu sein. Ich hätte es mir so gar nicht vorstellen können – einfach ein unbeschreiblich schönes Gefühl! So ein kleines Wesen ist doch immer wieder ein kleines Wunder. Und was macht man, wenn man Oma ist? Man darf den Enkel verwöhnen. :-)

Ein schöner Gang dabei ist unser Laden, der gleich 100 Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt ist. Und der mich immer verführt etwas mitzunehmen.

Für Neugeborene ist es so wichtig, dass sie die richtige Kleidung tragen. Ganz toll für Paul finde ich unsere Wolle-Seide-Bodies, die ihn schön wärmen und sehr angenehm auf der Haut ist. Vor kurzem habe ich auch wieder gelesen, wie wichtig es ist, dass Babies eine Mütze tragen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Dafür ist unsere Baumwoll-Mütze hervorragend geeignet. Bio-Wolle, Wollfrottee, Wolle-Seide-Mischungen – temperaturausgleichend und optimal für die Kleinen, auch im Sommer. Ich freue mich auf eine schöne Zeit mit Paul!

Besuch aus der nördlichen Mongolei

Montag, 20. April 2009

Auf diesen Termin heute habe ich mich besonders gefreut, denn das hat man ja nicht alle Tage: Kontakt mit den Menschen, die für uns die sagenhafte Yakwolle zu tollen Pullovern verarbeiten. Und das ganz exklusiv!

Das junge Pärchen kommt ganz unprätentiös und bescheiden bei uns an. Mit Michael Krause an meiner Seite wird schnell ein spannendes Frage- und Antwortspiel daraus.

Wie kommt man denn dazu, die bei uns bis dato völlig unbekannte Yakwolle nach Deutschland zu bringen? Diese Frage löst sich schnell, denn meine Gesprächspartnerin ist Mongolin mütterlicherseits. Mit einigem unternehmerischem Gespür und wohl auch der nötigen Risikobereitschaft, aber auch einer entspannten Ruhe scheint die Mischung zu stimmen: 2006 fingen die beiden dort mit eigener Produktion an. Eine Erfolgsgeschichte, die heutzutage ihresgleichen suchen kann. Angefangen haben sie mit 3 Mitarbeitern, heute, 3 Jahre später, sind schon 27 Mitarbeiter beschäftigt. Mit dabei auch ein Bruder und der Onkel, der sich inzwischen auf die Auswahl und den Einkauf besonders guter Yak-Qualitäten spezialisiert hat. Er muss ja die Lieferanten besuchen. Und diese wandern mit ihren Jurten über die Weiden hauptsächlich rund um den Khuvsgul-See im Norden und das Arkhangai-Aimag in der Landesmitte. Die Yaks wollen in die Höhe, sie halten bis zu minus 40°C im Winter aus. Im Sommer wird es dort tagsüber auch mal 30°C warm – eine ordentliche Spanne!

Ja, das haben wir doch schnell verstanden: In der Mongolei schlagen die Uhren noch anders. Da ist Geld nicht alles, was einen Menschen an einen Arbeitsplatz bindet. Die Würde und das Gefühl müssen stimmen. Unsere beiden Besucher haben deutsche Arbeitsbedingungen mit mongolischen verknüpft und so eine große Zufriedenheit für ihre Mitarbeiter in der Strickerei erzielt. Da gehören geregelte Arbeitszeiten genauso dazu wie Renten- und Krankenversicherung (was wohl dort noch nicht üblich ist), Urlaubsgeld und zwei kostenlose Mahlzeiten am Tag. Sie wollen, dass die Menschen „mit ihrem Herzen arbeiten“. Eine Formulierung, die wir hier bei hessnatur natürlich gerne hören!

Die Mongolei ist bekannt für hochwertige Kaschmirverarbeitung. Die Verarbeitung von Yak auf den dort verwendeten Handstrickmaschinen benötigt aber ein anderes Vorgehen. Ohne Ehrgeiz und Tüftelei geht es kaum, das Yakhaar ist kürzer und verhält sich beim Spinnen und Stricken einfach anders. Mittlerweile sind die einstigen Kaschmirstricker/-innen und –Verabeiter/-innen wahre Yak-Profis geworden.

Auch die Lagerung der Wolle wird durch deutsches „Know-How“ verbessert: Dort wird noch gewohnheitsmäßig mit Mottenkugeln gegen Motten gekämpft (einen Kommentar dazu verkneife ich mir, aber ich denke, jeder hat jetzt den typischen Geruch in der Nase). Unsere Yak-Lieferanten nehmen bei ihren Flügen in die Mongolei Lavendel mit. In geschlossenen Räumen mit Lavendel beduftet – das reicht, versichern uns die beiden. Auch über den Transport nach Deutschland hat man sich deshalb für die schnelle Luftfracht entschieden – damit keine Pestizide für lange Transporte per Schiff notwendig werden. Alles in unserem Sinne – es könnte doch immer so einfach sein…

Übrigens: Wer mehr über das Leben in der Mongolei und die nomadisierenden Viehhirten erfahren will, dem sei das Buch „Der Zorn der Wölfe“ empfohlen. Diesen Tipp bekamen wir sozusagen gratis – on-top – von unseren Besuchern.

Die Rhön im Schafspelz

Donnerstag, 26. Februar 2009

Sein Fell ist weiß, die Beine hoch, der Kopf schwarz und ohne Hörner: das Rhönschaf. Während seine deutschen Artgenossen ihr Fell schon lange nicht mehr für warme Kleidung hergeben dürfen, liefert das Rhönschaf hessnatur noch immer den Faden für ungewöhnliche “Spinnereien”. Und wo Schafe sind, da muss auch ein Schäfer sein.

Ich habe ihn getroffen, Hans-Joachim Weih, Schäfer aus Leidenschaft im thüringischen Dermbach. Der Schäfer arbeitet auch als Tierarzt und ruhig schlafen kann dieser Mann erst, wenn er seine Schäfchen im Trockenen hat. Etwa 600 Mutterschafe und viele Lämmer gehören zu seiner Herde.

Aber die Aufmerksamkeit von Hans-Joachim Weih gilt nicht ausschließlich dem lieben Vieh. Während er Hemingway und andere Weltliteraten zitiert, blickt er über die Landschaft, die er seit einigen Jahren auch leidenschaftlich gern fotografiert. Seine Bilder zeigen Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, Wolken, Wiesen, Felder und immer wieder seine Herde.

Ein vielschichtiger und nachdenklicher Mann, der Menschen und Schafe als Teil eines großen Ganzen sieht und versucht, möglichst viel Zeit mit seinen Tieren und damit in der Natur zu verbringen. Zweimal im Jahr wird das Rhönschaf geschoren, natürlich von Weih persönlich. Die Wolle seiner Schafe ist wie ihr Lebensraum: robust und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse. hessnatur macht daraus wärmende Rhöntextilien, die spielend Wind und Wetter trotzen. Überflüssig zu erwähnen, dass Hans-Joachim Weih sich bereits persönlich davon überzeugt hat :-)