Artikel mit den Tags "Wolle"

Die Peru-Botschafter stricken ihren eigenen Schal

Dienstag, 18. Januar 2011
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Nach den ersten Eindrücken von Lima haben die Peru-Botschafter Kathi und Samira begonnen, die textile Kette der Alpaka-Kleidung von hessnatur zu erkunden.

Episode 4 unseres Films über die Botschafterreise schaut Kathi und Samira während des Besuchs bei einem hessnatur-Lieferanten über die Schulter, bei dem die beiden ihren eigenen Schal aus Alpakawolle stricken.

Ein Blick in die Lebensgemeinschaft Sassen

Dienstag, 16. November 2010

Sassen liegt zwischen Rhön und Vogelsberg in einer vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gegend. Idyllisch muss man das Fleckchen Erde unweigerlich nennen, wenn man nach der letzten Straßenbiegung direkt auf das kleine Dorf der Lebensgemeinschaft Sassen eV. zufährt. Hier leben und arbeiten seit der Gründung 1968 geistig behinderte mit nichtbehinderten Menschen zusammen. Auf der Grundlage der Anthroposophie Rudolf Steiners ist hier eine zukunftsfähige und sozial tragende, dörfliche Gemeinschaft entstanden.

In den Räumen der Textilwerkstatt klappern die großen Webstühle, zwei Frauen summen beim Spinnen ihrer pflanzengefärbten Wolle. Im Nebenraum werden Schnüre gedreht, die Fäden wurden quer durch das ganze Zimmer gespannt.  Dahinter ein weiterer Raum, in dem ebenfalls an verschiedenen Maschinen und Vorrichtungen mit immer dem gleichen Material Neues geschaffen wird – nämlich mit reiner Schurwolle. Es ist ein besonderer, warmer Geruch, den Wolle an sich hat. Ob vom Waschen in der Seifenlauge oder durch die natürliche Lanolinschicht hervorgerufen, der Geruch vermischt sich mit dem honigwarmen Licht, das durch das Holz der Webstühle und der natürlichen Raumverkleidung entsteht. Die harmonische Betriebsamkeit der 40 behinderten und 10 nichtbehinderten Mitarbeiter der Textilwerkstatt sei ein Stück harte Arbeit, erklärt Textilwerkstattleiter Weinand, während er uns herumführt. Sehr einfühlsam schafft er für Menschen mit starken Einschränkungen Möglichkeiten und Hilfsmittel, um sie aktiv am gemeinschaftlichen Arbeitsprozess zu beteiligen.
Jeder einzelne profitiert hier von dieser persönlichen Zuwendung. Für jeden wird eine Arbeit gefunden, wenn nicht, dann wird sie er-funden! Hier wird ein Gestell zum einfachen Filzen entwickelt, dort  wird ein besonderer Webstuhl eingesetzt, mit dem gleichmäßige Fransenkissen entstehen. Das vernetzte Miteinander freut den Werkstattleiter: „Ich finde für jeden eine Arbeit, die er leisten kann.“

Es ist erstaunlich, was hier alles entsteht. Mit der Liebe zum Material, der reinen Schurwolle, wird traditionsreiches Handwerk bewahrt und gleichzeitig bekommen Menschen eine wertschätzende Aufgabe, die in unserer hektischen Arbeitswelt keinen Platz fänden. Dieses alte Textilhandwerk gibt Menschen eine Aufgabe, gestaltet ihren Lebensinhalt innerhalb ihrer Lebensbedingungen und lässt sie vor allem eines erleben: dass sie wichtig sind für die Gemeinschaft.

Schönes für Weihnachten haben wir wieder mit “nach” hessnatur gebracht. Direkt aus Sassen – mit viel Liebe gemacht!

Die Alpakawolle in der Textilen Kette

Mittwoch, 15. September 2010

 

Im Durchschnitt dauert es ca. 150 Tage vom Scheren der Fasern bis hin zum fertigen Kleidungsstück. Aus diesem Grund finden wir es interessant, die einzelnen Schritte der textilen Kette noch einmal hintereinander aufzuzeigen, die wir auf unserer Reise verfolgt haben.
1. Aufzucht: Die Aufzucht von Alpakas in Peru reicht bereits 6000 Jahre zurück und wird bis heute von Hunderttausenden von Familien, in den Weiten der peruanischen Anden zwischen 3- und 5 tausend Metern betrieben.

2. Scheren: Die Alpakas weden einmal im Jahr zwischen November und März geschoren und produzieren durchschnittlich 5 Pfund Fasern. Auf tausenden von Jahrmärkten verkaufen die Bauern die Wolle an interessierte Händler.

3. Die Auswahl: Die Auswahl der Alpakafasern ist der Selektionsprozess der Fasern entsprechend ihrer Feinheit und Farbe. Die Auswahl wird per Hand von Frauen vorgenommen, die diesen Beruf über Generationen erlernt haben. In ein und demselben Fell eines einzelnen Alpakas gibt es unterschiedliche Faserqualitäten, wie Royal, Baby, Finca, Superfine, Huarizo, Guesa oder gemischt.

4. Entborstung: Dies ist der Prozess, durch den man die dicken Haare von den feinen Fasern trennt. Enthält eine Textilanfertigung Borsten von mehr als 30 Mikrometern, entsteht der Eindruck des Juckens, was Unwohlsein und Hautirritation hervorruft.

5. Waschen: Der Waschprozess beseitigt überschüssiges Fett, Erde, sowie pflanzliche Verunreinigungen der Alpakafasern, bevor die Verarbeitung zu Fäden beginnt.

6. Krempel: Durch das Krempel werden bestimmte Verunreinigungen, sehr dicke Fasern, sowie kurze Büschel entfernt und die Fasern werden der Länge nach geordnet, um die Strähne zu bilden.

7. Kämmen: Die Faser geht dann durch die Kämme. Dadurch werden Verunreinigungen, wie kurze Fasern und Knoten der Faser beseitigt. Die Faser verwandelt sich dann in Bänder, die sich in Formen aufrollen, die sogenannten Tops. Von den Tops können dann die verschiedenen Typen der Fäden hergestellt werden.

8. Färben: Um die Alpakafaser in veraschiedene Farben einzufärben, kann man ausschließlich die weiße Faser benutzen. Darum ist die große Mehrheit der Alpakas in Peru (80%) weiß. Neben den Garnen können auch fertige Stoffstücke gefärbt werden.

9. Spinnen: Durch den Streckungsprozess und das Drehen werden die Strähnen dünner und verwandeln sich in Fäden. Dort wird ein von Verunreinigungen und Knoten freier Faden erlangt. Die Fäden können zu 100% aus Alpakafasern bestehen. Auch kann man sie mit anderen Materialien verbinden.

10. Stick- Häkelstoffe: Durch Handhäkeln, Handstricken oder durch die Maschine werden Verflechtungen erreicht, die schließlich ein Netz bilden.

11. Gewebte Stoffe: Das flache Gewebe kann mit Hilfe von Handwebstühlen oder mit mechanischen Webstühlen hergestellt werden. In beiden Fällen beruht das Prinzip auf dem Verflechten von Längs- und Querfäden.

12. Herstellung: Es ist der Prozess, durch den sich die Stoffrollen in Kleidungsstücke verwandeln. Nach dem Zuschnitt werden die Teile zusammengenäht, gebügelt, die Etiketten eingenäht und verpackt.

Sortieren der Alpakawolle

Samstag, 11. September 2010
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Wahnsinnigen Respekt haben wir vor der Arbeit bei der Wollsortierung. Schaut euch das Video an, dann seht ihr, wie es uns ergangen ist. :)

Norwegersocke in Schweden: Der Härtetest

Freitag, 13. August 2010
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Meine erste Arbeitswoche nach meiner Trekking-Tour in Schweden ging schnell vorbei, auch der Muskelkater in meinen Beinen von den 132 Kilometern hat sich gelegt. Unsere Tour ist im Norden des Kungsledens in Abisko gestartet und mit dem Aufstieg auf den Kebnekaise – Schwedens höchster Berg – fortgesetzt worden. Angekommen sind wir zum Ende unserer Reise in Nikkaluokta.
Auf der Trekking-Tour haben wir die hessnatur Norwegersocke aus 100% Schurwolle getestet.

Unsere Bewertung in Sternen ( = sehr gut; = mangelhaft):

Atmungsaktivität      
Passform                   
Pflegeleichtigkeit     
Haltbarkeit                

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Gesamt                      

Unser Fazit seht Ihr auch im Video. Dort befinden wir uns in Kiruna und warten auf unsere Abreise, also ein perfekter Moment, um sinnvoll die Zeit für ein Resümee zu nutzen :-)