Textillexikon

Schnell und schlüssig erklärt

Hier sind für Sie alle Begriffe definiert, die wir in unseren Texten und Produktbeschreibungen verwenden.
Zusätzlich finden Sie noch weitere Erklärungen, die uns besonders am Herzen liegen.

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  • MAK
    • MAK

      Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK) MAK-Werte sind Grenzwerte von Substanzen und Chemikalien in der Raumluft am Arbeitsplatz, die jährlich von der Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft in einer Liste veröffentlicht werden. Der MAK III -Wert stellt die strengsten Anforderungen.







  • Marlene-Hose
  • Maschenware
    • Maschenware

      Textilien, bei denen eine Fadenschleife in eine andere Schleife hineingeschlungen ist. Die dadurch entstehenden Maschen können aus einem oder mehreren Fäden gebildet werden. Maschenware zeichnet sich im Vergleich zum Gewebe durch eine höhere Dehnbarkeit, Elastizität und damit einhergehende geringere Knitterbildung aus.
      Bei Maschenware unterscheidet man zwischen Strick- und Wirkware. Bei der Herstellung von Strickware ist jede Nadel frei und arbeitet unabhängig von den anderen. Bei der Herstellung von Wirkware werden mehrere Maschen zugleich vorgeformt und dann zu Maschen ausgearbeitet.



      Siehe auch

      Jersey  Nicki  Interlock  Patent  Fleece  Fully fashioned  Sweat 





  • Maulbeerseide
    • Maulbeerseide

      Der Seidenfaden des Maulbeerspinners, der vor allem in China lebt, wird zu leichten und glänzenden Stoffen weiterverarbeitet. Im Sommer kühlt Maulbeerseide die Haut, im Winter wirkt sie temperaturausgleichend. Der Maulbeerspinner spinnt die dünnsten und festesten natürlichen Fäden. Diese Fäden wickelt die Raupe rund 100.000 mal um sich herum. Sie erreichen eine Länge von bis zu 3 km.
      Die Seidenraupe ernährt sich von den Blättern des Maulbeerbaumes. Daher stammt der Name „Maulbeerseide”. Sind die Maulbeerblätter aus kontrolliert biologischem Anbau, spricht man von „Organic-Silk”.



      Siehe auch

      Eiweißfaserstoffe  Seide  Wildseide  Bourretteseide  Doupionseide  Organic 





  • Mechanische Behandlung
  • Melange
    • Melange

      Unterschiedlich eingefärbte Fasern werden miteinander versponnen. Dadurch entsteht die typische Mehrtonmusterung bei Garnen, Geweben und Maschenwaren.



      Siehe auch

      Garne  Gewebe  Maschenware 





  • Mercerisieren
    • Mercerisieren

      Behandlung von Baumwolle mit kalter konzentrierter Natronlauge unter Spannung. Die Baumwolle erhält eine neue Faserfeinstruktur. Durch die Behandlung mit Natronlauge entwindet sich die Baumwolle zu einem fast kreisrunden Querschnitt. Durch die veränderte Lichtbrechung erhöht sich der Glanz. Man erzielt eine bessere Anfärbbarkeit und gleichzeitig eine Farbstoffersparnis. Die Zugfestigkeit erhöht sich um 10 - 30%, die Scheuerfestigkeit nimmt um 20 - 30% ab. Ein Einlaufen mercerisierter Baumwolle ist nicht möglich.



      Siehe auch

      Laugieren  Baumwolle 





  • Merinosilk
    • Merinosilk

      Kombination aus Merino und Seide. Textilien aus Merinosilk besitzen den wärmenden Charakter der Wolle und den Glanz der Seide.



      Siehe auch

      Schurwolle  Seide 





  • Merinowolle
    • Merinowolle

      Man unterteilt die Schafrassen nach dem Charakter der Wolle. Die feine Merinowolle, die mittelfeine bis kräftige Cheviotwolle und die Crossbredwolle, die eine Kreuzung zwischen Merino- und Cheviotwolle ist. Merinowolle ist aufgrund ihrer Feinheit und Weichheit die feinste Schafwollqualität. Sie zeichnet sich durch besondere Gleichmäßigkeit, Elastizität und Leichtigkeit aus. Daher ist sie ideal geeignet für Unterwäsche und Ganzjahresartikel. Die Spanier züchteten aus den feinwolligen Schafen des Kaukasus und den Höhenschafen aus Afrika das spanische Merinoschaf. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war eine Ausfuhr des Merinoschafes verboten. Spanien besaß über Jahrhunderte das Monopol der feinen Wolle. Heute leben Merinoschafe in großer Zahl in Australien und Südamerika. Australien ist der wichtigste Lieferant für Merinowolle.



      Siehe auch

      Eiweißfasern  Wolle  Schurwolle  Cool Wool  Reißwolle  Lambswool  Rhönwolle  Islandwolle  Shetlandwolle 





  • Milben
    • Milben

      Hausstaubmilben sind 0,3 mm groß und haben eine feine streifenförmige Zeichnung auf ihrem Panzer. Hautschuppen von Tieren und Menschen sind ihre natürlichen Nahrungsquellen. Besonders in Betten, bei Temperaturen unter 30°C und einer hohen Luftfeuchte fühlen sie sich wohl. Bei immer mehr Menschen ruft der Kot der Hausstaubmilben Inhalationsallergien hervor. Niesreiz, rote tränende Augen und rasch auftretende und wieder verschwindende Asthmaanfälle sind Hinweise auf eine Hausstaubmilben-Allergie.
      Milben fühlen sich in synthetischen Materialien ebenso wohl wie in Naturmaterialien. Bekämpfen kann man sie durch häufiges Lüften, Ausklopfen der Matratzen und mehrmaliges Wechseln der Bettwäsche.
      Milbendichte Bezüge sind oftmals aus dicht gewebten synthetischen Chemiefasern und schränken so die hautverträglichen Eigenschaften der Naturfasern ein.
      Eine gute Alternative bietet die Neem-Ausrüstung. Der Neem-Wirkstoff ist für den Menschen unbedenklich. Es reicht weniger als ein Milliliter pro Quadratmeter behandelter Fläche aus, um die Entwicklung und Vermehrung der Hausstaubmilbe empfindlich zu stören. Bei fachmännischer Ausrüstung ist eine mehrjährige Schutzwirkung gegen Milben vorhanden, die aufgefrischt werden kann.



      Siehe auch

      Neem-Ausrüstung 





  • Mimosa-Gerbung
  • Mineralische Gerbung
    • Mineralische Gerbung

      Die verwendeten Gerbstoffe sind Metallsalze, die Eisen, Titan, Aluminium, Zirkonium oder Chrom enthalten. Sie können mit Eiweißen sehr gute Verbindungen aufbauen und haben dadurch eine gut gerbende Wirkung.
      Die am weitesten verbreitete mineralische Gerbung ist die Chromgerbung. Das Leder ist sehr widerstandsfähig und zeigt eine relativ gute Waschbarkeit. Chromgerbungen verursachen starke Abwasserbelastungen.
      Das für die Gerbung verwendete Chrom zählt zu den Kontaktallergenen. Chromallergien nehmen zu und werden verstärkt öffentlich diskutiert.



      Siehe auch

      Gerbung  vegetabile Gerbung  synthetische Gerbung  Alaun-Gerbung  Mimosa-Gerbung  chromfrei gegerbtes Leder 





  • Mohair
    • Mohair

      Die Mohairziege, auch Angoraziege genannt, kommt ursprünglich aus Asien, ist heute aber überall auf der Welt anzutreffen. Sie liefert eine glatte, glänzende und weiche Wolle, die als besonders wärmend und edel geschätzt wird. Sie hat von Natur aus Farbnuancen von weiß bis grau und braun.



      Siehe auch

      Eiweißfaserstoffe  Edelhaare  Haare  Wolle  Angora 





  • Motten
    • Motten

      Der häufigste Textilschädling ist die Kleidermotte. Motten sind auf Keratin - einen schwer verdaulichen Eiweißstoff - als Nahrungsquelle angewiesen. Dieser ist in Wolle, Pelzen und Federn enthalten. Besonderen Appetit entwickeln sie, wenn die Artikel auch nur die kleinsten Spuren der Benutzung tragen, z. B. Speisereste oder Schweißflecken.
      Ihre Sinne sind so fein, dass sie Duftstoffe noch auf Entfernungen von Kilometern wahrnehmen. Das Weibchen der Kleidermotte legt bis zu 200 Eier an den textilen Stoffen ab. In gut geheizten Räumen können sich drei bis vier Generationen im Jahr fortpflanzen und bis zu 50 kg Wolle fressen. Die Fraßschäden richten die Raupen an. Häufig werden zunächst nur die Löcher oder die bis zu 15 cm langen Gespinströhren in den Textilien entdeckt, da die Eierhäufchen sehr klein sind. Manchmal werden die Schäden erst nach der Wäsche oder Reinigung sichtbar, da beim Pflegeprozess das morsche Gewebe zerfällt.



      Siehe auch

      Mottenschutzausrüstung 





  • Mottenschutzausrüstung
    • Mottenschutzausrüstung

      Eulanisierung ist eine chemische Ausrüstung, die dazu dient Fressschäden von Motten an Wolltextilien zu verhindern. Die verwendeten Mottenschutzmittel enthalten Permethrin. Das Gift ist für Menschen sehr bedenklich und seine Auswirkungen sind noch nicht erforscht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieses Stoffgemisch mit Fusseln oder Staub eingeatmet wird. Eine gesundheitlich unbedenkliche Alternative ist der Einsatz von Arven-Öl und Red Cedar-Holz. Der für Menschen angenehme Duft bietet einen natürlichen Schutz gegen Motten. Weiter: Tipps zur Vorbeugung :
      Textilien, die über einen längeren Zeitraum nicht benutzt werden, unbedingt vor der Aufbewahrung waschen oder reinigen.
      - Zum „Einmotten” in Zeitungspapier oder Leinen einschlagen, in Papierbeutel oder Bettbezüge legen und zubinden oder in fest verschließbaren Kleidersäcken weghängen.
      - Kleiderschränke nur trocken reinigen, am besten mit dem Staubsauger, um auch die Eier aus den Ritzen zu entfernen.
      - Auf Schrankpapier verzichten.
      - Lavendel-, Citronellöl oder Zedernholz und stark duftende Seifen überlagern den Sexualduft, der Motten und es kommt zu keiner Vermehrung.
      - Klebefallen verwenden diesen Sexualduft um die Männchen anzulocken.
      - Kleiderschränke regelmäßig auf Befall kontrollieren.
      Tipps zur Bekämpfung:
      - Den Schrank vollständig ausräumen und sehr gründlich säubern.
      - Befallene Textilien waschen bzw. reinigen.
      - Textilien über Nacht einfrieren, gründlich ausschütteln und anschließend bügeln (um das Material nicht zu schädigen, geeignete Temperaturstufe beachten). Durch Temperaturschwankungen sterben Eier und Larven. Es ist ratsam, diese Kälte-Wärme-Methode mehrmals zu wiederholen.
      Tipps zur Schadensregulierung:
      - Laufmaschen im Gestrick lassen sich gut mit einer feinen Häkelnadel aufnehmen und mit den restlichen Fäden zuhäkeln.
      - Bei kleinen Mottenlöchern mit einem dünnen Baumwollfaden die Maschen fixieren und leicht zusammenziehen.



      Siehe auch

      Motten