Pressespiegel

Sie nähen für uns … … und dies dürfen wir nicht zulassen

Stern

Die Brandkatastrophe von Bangladesch zeigt, wie menschenverachtend die Modeindustrie arbeiten lässt.
Verantwortung tragen alle – und alle müssen etwas tun: die Konzerne. Die Politik. Und die Kunden

Das Etikett sei zu klein, sagt die nette Dame vom Kundenservice. Ein T-Shirt von C&A werde manchmal in Italien genäht, dann in Spanien eingefärbt. Deshalb stehe nicht auf dem Zettel, woher es stamme, „die Produktionswege sind zu lang, um das exakt wiedergeben zu können”.

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Fair einkaufen in Frankfurt

Es gibt auch in Frankfurt Adressen für Mode, die unter fairen Bedingungen hergestellt wird. Eine Einkaufstour.

Natürlich, sozial, stylisch – der kleine Laden Organicc an der Berger Straße wagt mit seinem Werbeslogan am Schaufenster einen mutigen Rundumschlag. Seit 2008 verkauft das Ehepaar Irina und Gerd Palmer im Nordend Kleidung und Schuhe kleiner, zum Teil trendiger Label (Armedangels, Portocolonia, Misericordia, Terra Plana), die nach Angaben der Inhaber für eine „ethisch korrekte Herstellung“ stehen. Die Fabriken stehen in Portugal, in der Türkei oder auch in Madagaskar. „Das sind kleine Firmen, die nicht den Kostendruck der Massenfertigung haben“, sagt Palmer. Eine Zertifizierung könnten sich die meisten jungen Designer allerdings nicht leisten, sagt der Geschäftsinhaber, der als Marktforscher auch Nachhaltigkeitsthemen für große Konzerne recherchiert.

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“Jetzt sollte man uns an Taten messen”

Der Öko-Mode-Anbieter hessnatur hat schwere Zeiten hinter sich. Neben einem neuen Eigentümer, gegen den verschiedene Gruppen ordentlich Stimmung gemacht haben, gibt es seit Oktober mit Marc Sommer auch einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung. Im TW-Gespräch erläutern er und Geschäftsführer Maximilian Lang wie sie Wachstum generieren und das Butzbacher Unternehmen fit für die Zukunft machen wollen.

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Ein schwieriger Stoff

Labels, die nachhaltige Mode Anbieten, haben es schwer: Die Anforderungen sind hoch, die Produktionsbedingungen schwierig. Die Branche ist noch im Anfangsstadium.

Kaska Hass ist entnervt. Die Berliner Designerin wollte ihre Mode in großem Rahmen präsentieren, auf der Hauptbühne des Umweltfestivals vor dem Brandenburger Tor. Jetzt steht sie hinter einer winzigen Bühne, die ihr die Veranstalter zugewiesen haben – und seit Stunden regnet es in die Umkleide. Hass stellt Abendmode aus Natur-Textilien her. Ihre Kleider, die jetzt von der Nässe ruiniert zu werden drohen, kosten mehrere hundert Euro das Stück. Das richtige Forum zu finden, um ihre Sachen potenziellen Einkäufern und der Presse vorzustellen, ist gerade für Bio-Modemacher wie Hass immer noch eine große Herausforderung. 

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DER LEISE KRIEGER

Miguel Adrover ist nicht irgendein Modedesigner. Seit mehr als zwanzig Jahren lebt der Mallorquiner Nachhaltigkeit und schaffte es damit nach New York und auf das Cover der Vogue – und wieder zurück auf die elterliche Mandelfarm. Eine ungewöhnliche Geschichte, die zeigt, dass Gutes Zeit braucht und Angriff manchmal die beste Verteidigung ist.

Hastig fegt er die verwelkten Blätter von der Terrasse seiner mallorquinischen Finca. Er muss sich bücken, um den Besenstiel an der richtigen Stelle fassen zu können: Miguel Adrover ist ein Riese. Manchmal trägt er seine dunklen Haare in zwei geflochtenen Zöpfen und mit einem blau-weißen Bandana unter einem braunen Filzhut. Heute sind sie offen und wippen jeder Bewegung nach, die er bei der Terrassenarbeit macht. Er lebt ganz allein hier, die Räume sind voll von gesammelter Kleidung und Stapeln aus abgewetzten Stofffetzen. „Ich liebe es, mich zu verschanzen”, sagt er. „So habe ich es immer gemacht. Mein halbes Leben habe ich mich verschanzt – um meinen nächsten Angriff vorzubereiten.”

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Bio. Modisch voll im Trend!

,Biomode’ wird bei bewussten Verbrauchern zunehmend beliebter und zum Glück die Anzahl der wirklich modischen Anbieter mit jeder Saison größer. Immer mehr Marken setzen auf biologisch angebaute Rohstoffe, immer weniger Modellen sieht man ihre alternative Herkunft an. Wir haben einige Biomode-Adressen für Sie ausfindig gemacht.

Romantische Kleider in Maxilänge gehören zu den Topfavoriten in diesem Sommer. Das Modell von hessnatur lädt mit seiner Blütenpracht zu einem romantischen Rendezvous ein. Das Modell ist aus feinem Seidencrepe und mit einem charmanten Dekollete verspricht es einen großen Auftritt. Das Material und die Herstellung entsprechen den strengen biologischen Auflagen des Unternehmens aus Butzbach. Die Seide wurde chlorfrei gebleicht. Ab Mitte Juli finden Sie die neue Herbstkollektion im Münchner Store, hessnatur, Hohenzollernstraße 10, Mo-Fr 10- 20 Uhr, Sa 10-18 Uhr.

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Farbe auf Weiß

In der Fülle der Hüllen, die die Modemacher sich jede Saison ausdenken, kann man manchmal kaum noch eine Gemeinsamkeit entdecken – zuweilen aber doch

Reines Weiß, das ist der ewige Hochsommer-Trend. Verlässlich, alljährlich. Doch wer sich in dieser Saison durch die Lookbooks der Designer blättert, der findet eine bezaubernde, fröhliche Variation des alten Themas: bunte oder zumindest farbige Prints auf weißem oder zartgrauem Grund. Fröhliche Motive sind da zu entdecken, wie die Kirschen in den Gärten der „Juicy Couture” oder Blumen auf dem Kindertuch aus der sonst so eleganten Roeckl-Kollektion. Das Kleid im Zentrum, um das hier alles kreist, ist ein Sommernachtstraum aus Chiffonseide und tatsächlich so etwas wie ein Centerpiece der Saison bei Manuel Luciano. Der gleichnamige Designer und seine Frau leben in Nürnberg und lassen in Mailand fertigen. Eine Entdeckung!

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KREATIVITÄT MAL DREI

“Wahre Schönheit liegt in der Balance von trendbestimmter Mode und Nachhaltigkeit”, so die Firmenphilosophie des Naturmodelabels hessnatur. Damit das so bleibt und junge Talente gefördert werden, wurde u.a. 2010 der Humanity in Fashion Award gegründet. Im Rahmen der Fashion Week präsentierten die drei Finalisten in der Bauakademie ihre Kollektion vor der Jury. 

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HUMANITY IN FASHION AWARD

GRÜNER NACHWUCHS

Am Mittwoch vergab das Ökomode-Versandhaus hessnatur zum zweiten Mal seinen Preis für nachhaltig arbeitende Nachwuchsdesigner. Die drei Finalisten Sandra Goldmann (I.). Agne Blskyte (m.) und Willem Gremliza (r.) präsentierten ihre Entwürfe in individuellen Installationen. Zur Siegerin kürte die Jury Sandra Goldmann. Die 25-jährige Absolventin der FH Bielefeld überzeugte mit ihrer kühn konstruierten Kollektion. Nun entwirft sie eine Kollektion für hessnatur.

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MODEFARBE GRÜN – HUMANITY IN FASHION AWARD 2012

Zum zweiten Mal wird während der Berlin Fashion Week der Humanity in Fashion Award verliehen. Der Designpreis für nachhaltige Modeproduktion ruft den europäischen Nachwuchs auf, Kollektionskonzepte unter dem Siegel ökologischer Korrektheit und wirtschaftlicher Fairness zu erstellen. Das Preisgeld beträgt 25.000 Euro und die Möglichkeit, eine Women’s Capsule Collection für Deutschlands größtes Naturmodelabel hessnatur zu entwerfen. Die Preisträger 2012 sind Agne Biskyte aus Litauen, Sandra Goldmann von der FH Bielefeld und der Berliner UdK-Absolvent Willem Gremliza.

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